150 Jahre MGV Loreley
150 Jahre MGV Loreley Niederberg: Jubiläumsfeier und Vereinsgeschichte in Koblenz
aus Koblenz
Niederberg. Unter großer Anteilnahme von Einheimischen und geladenen Gästen fanden die ersten Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen des MGV Loreley statt.
Die Feier begann in der Pfarrkirche St. Pankratius mit einem Gottesdienst.
Unter Leitung des Niederberger Domkapitulars, Dr. Martin Lörsch, und gestaltet vom Jubiläumsverein entwickelte sich ein harmonisch-sinnhaftes Ganzes.
Vorsitzender, Joachim Alt, begrüßte die Gemeindemitglieder und auch einige der Jubilare, die am Weißen Sonntag vor 60 Jahren hier zur Erstkommunion gingen.
Mit dem bekannten Morgenlob von Cat Stevens, Morning has broken, leitete der Chor die Feier ein. Gern griff Martin Lörsch den Text auf, um dann später sein Oster-Erlebnis mit seiner 8-jährigen Nichte in den Mittelpunkt seiner Predigt zu stellen.
Das kleine Mädchen hatte nämlich ihrem kompetenten Onkel die Kernfrage des Chris-tentums gestellt: „Ist das echt?“
Diese Frage wurde theologisch beantwortet, doch auch im weiteren Verlauf der Feier-lichkeiten immer wieder thematisiert.
Zunächst bei der Betrachtung der Artefakte aus der 150-jährigen Vereinsgeschichte. Im Seitengang der Kirche haben die Mitglieder eine beeindruckende Ausstellung aufgebaut. Da gibt es das echte Protokollbuch von 1901 zu sehen – und wer Handschrift aus der Zeit lesen kann, zieht sicher viel Freude und Erkenntnis daraus.
Star der Ausstellung ist eine sehr große Bowle von 1910, gestiftet von der Nieverner Hütte, die der Verein beim damaligen Gesangswettstreit in Fachbach als Preis gewonnen hatte. So wie dieses außergewöhnliche Objekt hatten die Sängerinnen und Sänger des ge-mischten Chores die ausgestellten Pokale, Schalen und Reliefs gereinigt und zu altem Glanz verholfen. Flankiert sind die Objekte durch zahlreiche Fotos aus allen Zeiten mit leichtem Schwerpunt auf dem letzten 10 Jahren, wo sich einiges Wesentliche im Vereins-geschehen getan doch sich noch nicht in der Vereinschronik niedergeschlagen hatte.
Diese um 10 Jahre erweiterte Chronik des Vereins findet sich in der nun veröffentlichten und ebenfalls dort ausgelegten Festschrift. Darin kann man nachlesen, wie die Umstel-lung von einem Männerchor zu einem gemischten Chor mit neuem Namen und neuer Vereinssatzung gelaufen ist. Auch ist die Zeit der Covid-Pandemie in Wort und Bild nach-gezeichnet.
Die Ausstellung bleibt nun einige Zeit bestehen und kann täglich außer mittwochs von 10 bis 18 Uhr betrachtet werden.
Der letzte Akt der Feierlichkeiten fand im Pfarr- und Jugendheim statt.
Nachdem alle geladenen und spontanen Gäste auf das Jubiläum angestoßen hatten, konnte der Vorsitzende zahlreiche prominente Gäste begrüßen.
Oberbürgermeister, David Langner, hat es sich nicht nehmen lassen, persönlich die Glückwünsche der Stadt zu überbringen. In seiner Rede dankte er den Vereinsverant-wortlichen für ihr Engagement zum Wohle der Ortsgemeinschaft. Wie er der vorab über-mittelten Chronik entnommen hatte, stand und steht der Verein für viele Aktivitäten im Ort, die identitätsstiftend und heimatbildend wirken. Damit macht der Verein Koblenz insgesamt ein Stück liebenswerter und attraktiver. Schließlich wünschte er dem Verein weiterhin gutes Gelingen seiner Vorhaben und neue Mitglieder, damit der Bestand auch in Zukunft gesichert ist.
Als weiterer Redner trat der Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes und Vizepräsident des Chorverbandes Rheinland-Pfalz, Dietmar Weidenfeller, auf. Er würdigte besonders, dass und wie erfolgreich der Jubiläumsverein die Umstellung von einem reinen Männerchor zu einem gemischten Chor geschafft hat. Er konnte über die positive Darstellung des Ver-eins beim Kreis-Chorkonzert im März und die gute Qualität der in der Messe vorgetrage-nen Lieder lobend zum Ausdruck bringen.
Die Vertretung des Hausherrn konnte an diesem Sonntag wegen mehrerer Erstkommu-nionfeiern niemand aus dem Kreis der Geistlichen übernehmen. Stattdessen dankte der Vorsitzende dem Verwaltungsratsmitglied, Margarete Wirz, für die schon sehr lange ge-deihliche Zusammenarbeit und Zurverfügungstellung des Probenraums.
Als weitere gern gesehene Gäste konnten Mitglieder der Stadtratsfraktionen sowie Orts-gruppen der CDU, SPD, Freien Wähler und Wählergruppe Schängel begrüßt werden, die mit ihren (zumeist) rechtsrheinischen Vertretern ihre Aufwartung machten.
Der Ortsring Niederberg e.V. war vertreten sowie Repräsentanten der einzelnen Vereine.
Leider konnte von den betagten Ehrenmitgliedern nur Gerd Helleken begrüßt werden, der tags zuvor seinen 84. Geburtstag feierte und noch aktiv im Chor dabei ist.
Der Empfang war durch Chordarbietungen und die Möglichkeit Getränke und selbstge-machte Snacks zu sich zu nehmen deutlich aufgelockert.
In seinem Schlusswort dankte der Vorsitzende allen erschienenen Gästen und beson-ders dem Chorleiter, Andreas Weis, und dem ganzen Team für sein Anpacken und Mittun. Die Feier klang nach den stimmigen Liedern Schenk mir noch eine Stunde (Udo Jürgens) und En unserm Veedel (Black Föös) in geselliger Runde aus.
