Freundeskreis Caiazzo - Ochtendung e. V.
Partnerschaftstage, die mitrissen - Junge Caiatiner nähren Zukunftserwartungen
aus Ochtendung
Ochtendung/Caiazzo. 30 Jahre Partnerschaften haben keine Wirkung, wenn sie nur auf dem Papier bestehen. Sie hinterlassen nur dann Spuren, wenn sie gelebt werden. Dass dies zwischen dem italienischen Caiazzo und Ochtendung der Fall ist, dafür sorgen seit dem ersten Tag nach der Urkundenunterzeichnung die „Amici di Ochtendung“ in Italien und der Ochtendunger Freundeskreis „Caiazzo-Ochtendung“.
Jahr für Jahr organisieren die beiden Vereine wechselseitige Besuche und bringen dabei gegenseitig Land und Leute näher. So erwartete die 16 Ochtendunger, die kürzlich den Flug nach Napoli antraten, wieder einmal ein mit Überraschungen gespicktes Programm, an dem erstmals auch Ortsbürgermeister Hans-Georg Hammes teilnahm, der damit dem Beispiel seiner Vorgänger folgte.
Bacoli, Pozzuoli, Cerreto Sannita, San Lorenzello und die unmittelbare Umgebung Caiazzos waren mit ihren architektonischen, wirtschaftlichen und landschaftlichen Angeboten quer durch alle Lebensbereiche Ausflugsziele. Wieder einmal war viel Neues dabei. Die tiefsten Eindrücke hinterließ allerdings der Besuch in der Mittelschule in Caiazzo. Die 11 bis 16 Jahre alten Jugendlichen hatten sich, angeleitet und unterstützt von ihren Pädagogen, intensiv mit der gemeinsamen Geschichte von Caiazzo und Ochtendung befasst.
Gemeinsam für Solidarität, Respekt und Frieden einsetzen
Sie folgerten, sehr im Sinne des europäischen Gedankens, auf vielerlei Wegen die Forderung an ihre Alterskolleginnen und -kollegen in Ochtendung, sich es ihnen gleich zu tun und sich – unterstützt von ihren Bildungseinrichtungen – über die Grenzen hinweg gemeinsam für Solidarität, Respekt und Frieden einzusetzen. Musikalische Unterstützung erfuhren sie vom Orchester ihrer Lehrkräfte und solistischen Bereicherungen. Zwei Stunden mitreißenden Programms verflogen wie im Flug.
Äußerst praktische Belege für die Umsetzungsfähigkeit dieser Forderungen waren die Worte und der Einsatz zweier nunmehr Erwachsenen, die 2003 an einer Freizeit von Jugendlichen aus Caiazzo, Ochtendung und dem französischen La Chaussee St. Victor teilgenommen hatten. Antonio Siragusa, jetzt Lehrer an der Mittelschule in Caiazzo, und Daniela Dalin, Herbsturlauberin und Mutter zweier interessierter, ebenso anwesender Söhne, konnten lebensechte Werbung machen. Mit von ihrer Partie war der Mitbegründer der Gemeindepartnerschaft, der langjährige Caiatiner Bürgermeister Nicola Sorbo, auch Ideengeber der damaligen Jugendfreizeit. Viel Widerhall fand dieses Beispiel in allen Gesprächen der folgenden Tage – die Spannung auf die Umsetzung in Ochtendunger schwang stets mit. Lothar Willi Kalter
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Nicola Sorbo, Antonio Siragusa und Daniela Dalin (v. l.) bei der eindrücklichen Schulveranstaltung. Foto: Lothar Kalter