Traditionelles Flößen auf Mosel
Schiltacher Flößer bringen historische Floßtour nach Kobern-Gondorf an der Mosel 2026
aus Kobern-Gondorf
Kobern-Gondorf. Ein Highlight in Kobern Gondorf am Montag, 13. April 2026:
Die Schiltacher Flößer lassen die jahrhundertealte Tradition des Holztransports auf Flüssen wieder lebendig werden.
Der Verein Schiltacher Flößer e.V. wird im Rahmen seiner Floßtour auf der Mosel einen Halt in Kobern-Gondorf einlegen.
In Brodenbach nehmen sie die Moselweinkönigin Teresa Oster an Bord und passieren anschließend die Schleuse in Lehmen. Gegen etwa 11 Uhr wird das Floß Kobern-Gondorf erreichen.
Dort wird die neunköpfige Gruppe vom Ortsbürgermeister sowie hoffentlich zahlreichen Zuschauern am Moselufer herzlich empfangen. Im Anschluss führt ein Gästeführer die Flößer bei einem kleinen Ortsrundgang durch den Ort. Ein gemeinsamer Imbiss im Abteihof St. Marien bildet den Abschluss des Aufenthalts, bevor die Flößer ihre Reise fortsetzen.
Die Motivation für diese außergewöhnliche Floßfahrt ist dieselbe wie bei früheren Touren: auf die historische und wirtschaftliche Bedeutung des Holztransports auf Binnengewässern aufmerksam zu machen – dieses Mal insbesondere auf Saar und Mosel.
Ein besonderer Antrieb ist dabei die Anerkennung der Flößerei als immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO. Für die Schiltacher Flößer bedeutet diese Auszeichnung nicht nur Wertschätzung, sondern auch den Auftrag, dieses Wissen zu bewahren und weiterzugeben.
Nach längerer Unsicherheit bezüglich der schifffahrtspolizeilichen Genehmigung – an der mehrere Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltungen über zwei Bundesländer hinweg beteiligt waren – wurde die erforderliche Erlaubnis schließlich Ende Februar erteilt. Die Vorbereitungen konnten daraufhin erfolgreich abgeschlossen werden.
Floß mit Besatzung. Foto: Schiltacher Flößer e.V.
