Allgemeine Berichte | 16.09.2013

Verbandsgemeinde Mendig feierte 100. Geburtstag ihres Rathauses

Mehr als nur ein Verwaltungssitz

Zahlreiche Gäste hatten sich im Historischen Wappensaal des Rathauses eingefunden.

Mendig. „Die Verbandsgemeinde Mendig steht für eine stetig aufstrebende Region, den Mut der Einwohner, auch harte Herausforderungen anzunehmen und vielfältige Chancen zu nutzen. Selbstbewusst nach vorne schreiten, lautet unsere gemeinsame Devise!“ Mit diesen Worten hieß der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Lempertz, am Sonntag zahlreiche Gäste, darunter die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil, die Landtagsabgeordnete Nicole Müller-Orth, Landrat Dr. Alexander Saftig, seinen Vorgänger im Amt, Rolf Rösner, zahlreiche Beigeordnete und Ratsmitglieder, Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel und viele weitere Persönlichkeiten anlässlich des 100. Geburtstags des Mendiger Rathauses im Wappensaal herzlich willkommen.

Nachdem Lempertz zunächst noch einmal die Geschichte bis zur Grundsteinlegung des Rathauses am 23. April 1912 Revue passieren gelassen hatte, zitierte er den Inhalt der aus diesem Anlass gefertigten Urkunde: „Im Jahre 1912 am 23. April, als Wilhelm II., Deutscher Kaiser und König von Preußen, in unserem Vaterlande die Regierung ruhmvoll führte, Dr. Peter Peters Landrat des Kreises Mayen, Ignaz Schmitt Pfarrer der katholischen und Gustav Altenpohl Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Niedermendig, Nikolaus Severin Bürgermeister der aus den Gemeinden Bell, Ettringen, Kirchesch, Niedermendig, Obermendig, Rieden, St. Johann, Thür, Volkesfeld und Waldesch bestehenden Bürgermeisterei Niedermendig war, wurde der Grundstein zu diesem Verwaltungsgebäude durch den Bürgermeister Severin gelegt. Möge Gott der Allmächtige dem Werke eine glückliche Vollendung geben und es unter seine Obhut nehmen allezeit.“ Als weitere wichtige Daten nannte Lempertz das Jahr 1963, in dem der Ausbau des Dachgeschosses stattfand, um weitere Büroräume zu schaffen, die Jahre 1964 und 1965, in denen das Amtsgebäude vollständig renoviert und ein Anbau realisiert wurde, und die Zeit von 1994 bis 1996 mit dem grundlegenden Umbau und der Erweiterung des Rathauses in Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse. Durch diesen Anbau erreichte man, dass aus den mittlerweile zwei Dienstsitzen (die Sozial- und Schulverwaltung und der Eigenbetrieb Tiefbau waren wegen Raumnot im alten Postgebäude am heutigen Rewe-Markt untergebracht) einer wurde, Barrierefreiheit erzielt, der Brandschutz sichergestellt und die in die Jahre gekommene Raumausstattung modernisiert werden konnte. Bemerkenswert ist, dass die historische Optik des Rathauses gewahrt und gleichzeitig mit der neuen Glasfassade ein bürgerfreundlicher, transparenter und moderner Akzent gesetzt wurde.

„Das ‚gute, alte Haus‘ ist heute ein effizienter Dienstleister für unsere Einwohner, eine Informationsstelle für unsere Touristen und Gäste sowie Vorbereiter, Ideengeber und Umsetzer von allen kommunalen Entscheidungen, die in Bell, Mendig, Rieden, Thür und Volkesfeld sowie der Verbandsgemeinde getroffen werden.

Vor allem ist es aber ein Arbeitsort für 78 motivierte Mitarbeiter. Sie sind es, die Jahr für Jahr Tausende Bürgeranliegen aufgreifen, alle politischen Entscheidungen realisieren und tagein, tagaus serviceorientiert, freundlich und sachkundig ans Werk gehen. Der 100. Geburtstag dieses Hauses ist daher meinem Mitarbeiter-Team gewidmet, ohne das ein lebendiges, leistungsstarkes Rathaus undenkbar wäre“, so der Bürgermeister, der auch allen dankte, „die die Geschichte dieses Hauses und unserer Heimat so positiv beeinflusst haben.“

Landrat Dr. Alexander Saftig appellierte an die Fantasie der anwesenden Gäste: „Wäre Ihr Rathaus kein Gebäude, sondern ein Kraftfahrzeug, dann dürften wir das Oldtimerkennzeichen ‚H‘ daran anbringen. Wir stellen also fest: Mit 100 Jahren ist man ‚historisch‘. Historie ist Geschichte. Und dieser Begriff trifft gerade hier genau ins Schwarze, denn ein Haus kann so manche Geschichte erzählen.“ Saftig wechselte zur Bedeutung des Wortes Rathaus, wobei er darauf hinwies, dass man bei diesem Begriff an den Sitz des Bürgermeisters und des Rates denke, aber auch an ein Haus, in dem Bürger Rat suchen und bekommen. Der Landrat gratulierte der Verbandsgemeinde Mendig im Namen des Landkreises Mayen-Koblenz mit den Worten: „Ihr Rathaus ist eine Bereicherung Ihrer Verbandsgemeinde, sowohl was das äußere Erscheinungsbild als auch die innere Struktur angeht.“

Nach der offiziellen Feierstunde begaben die Teilnehmer sich ins Foyer des Rathauses, wo Bürgermeister Jörg Lempertz gemeinsam mit seinem Vorgänger Rolf Rösner, dem Personalratsvorsitzenden Christopher Wittig sowie dem Landrat die Geburtstagstorte anschnitt. Damit auch alle ein Stück Torte genießen konnten, hatten die Mitarbeiter der Verwaltung vor dem Rathaus Tische und Bänke aufgestellt.

Da im Rathaus anlässlich des Festtags Tür und Tor geöffnet waren, machten zahlreiche Besucher von dem abwechslungsreichen Rahmenprogramm ausgiebig Gebrauch. So lud zum Beispiel eine Sonderausstellung zum Thema „100 Jahre Rathaus der VG Mendig“ zur Besichtigung ein und ein Preisrätsel wartete auf die Kinder.

Zahlreiche Gäste hatten sich im Historischen Wappensaal des Rathauses eingefunden.
Im Foyer des Rathauses schnitt Verbandsgemeindebürgermeister Jörg Lempertz gemeinsam mit seinem Vorgänger im Amt, Rolf Rösner, dem Personalratsvorsitzenden Christopher Wittig sowie Landrat Dr. Alexander Saftig die Geburtstagstorte an. SF

Im Foyer des Rathauses schnitt Verbandsgemeindebürgermeister Jörg Lempertz gemeinsam mit seinem Vorgänger im Amt, Rolf Rösner, dem Personalratsvorsitzenden Christopher Wittig sowie Landrat Dr. Alexander Saftig die Geburtstagstorte an. Fotos: SF

Landrat Dr. Alexander Saftig gratuliert Bürgermeister Jörg Lempertz.

Landrat Dr. Alexander Saftig gratuliert Bürgermeister Jörg Lempertz.

Viele Kinder nahmen an dem Preisrätsel teil, das für die Sieger tolle Gewinne bereithielt.

Viele Kinder nahmen an dem Preisrätsel teil, das für die Sieger tolle Gewinne bereithielt.

Zahlreiche Gäste hatten sich im Historischen Wappensaal des Rathauses eingefunden.

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  • Karl Matheis: Eine unendliche Geschichte, alle Beteiligten sollten mal darüber nachdenken, ob sie heute ein Haus bauen würden mit Plänen aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts! Bei Straßen wollen wir dies offensichtich machen.
  • Rainer Hohn: Wenn man um Cannabis so nen Wind machen würde, wie man hier unreflektiert und regelmässig den Alkohol feiert, würden sich alle wieder aufregen. Ein toxisches Nervengift, welches unter allen Drogen die meisten Toten zu verantworten hat.
  • illgen: was soll der mist dann . wenn sich jeder mal an die eigene nase packt dann würde es nicht da so gefährlich sein . auch die bussfahrer sollten sichmal sn die eigene nase packen und dort langsamer fahren.
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