Blaulicht | 06.06.2025, 08:12 Uhr

Die Bergung ist für heute vorgesehen

05.06.: Güterschiff auf dem Rhein havariert

Foto: Polizei
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Bingen. Am Vormittag kam es bei Rheinkilometer 523 während einer Bergfahrt zu einer Havarie eines 185 Meter langen Güterschubverbandes, der mit insgesamt 2.870 Tonnen Steinkohle beladen war. Im Rahmen einer routinemäßigen Kontrolle durch die Wasserschutzpolizei Mainz riss zunächst der backbordseitige Koppeldraht zwischen dem schiebenden Gütermotorschiff (GMS) und dem vorgeschobenen Güterschubleichter (GSL). In der Folge knickte der GSL ab, wodurch auch der steuerbordseitige Koppeldraht beschädigt wurde und riss.

Durch die Trennung der Verbindung kam es zu einer Kollision, bei der der Bug des GSL gegen die Steuerbordseite des GMS prallte. Der GSL lief daraufhin außerhalb der Fahrrinne nahe dem Längswerk der Ilmenaue auf kiesigem Untergrund auf Grund. Das GMS konnte im Anschluss sicher an der Spundwand der Verladestelle Geisenheim festmachen.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich keine weiteren Schiffe in der Nähe. Die Besatzung hielt sich nicht im Bereich der betroffenen Kopplungselemente auf, sodass keine Personen verletzt wurden. Nach einer ersten Sichtung kann ein leichter Wassereintritt im Bereich des GSL nicht ausgeschlossen werden.

Die Bergung des Güterschubleichters ist frühestens für den 6. Juni 2025 geplant. Ob diese durch einen Vorspanndienst erfolgen kann oder eine Teilentladung (Leichterung) erforderlich ist, soll im Laufe des morgigen Tages nach Abstimmung zwischen dem zuständigen Strommeister und dem Havariekommissar entschieden werden. Die Wasserschutzpolizei Mainz hat die Ermittlungen zur Klärung der Unfallursache aufgenommen. BA

Foto: Polizei

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