Blaulicht | 06.10.2025, 08:06 Uhr

Der ständige Lärm der Auto-Enthusiasten ist den Anwohnern ein Dorn im Auge - nun handelte die Polizei

05.10.: Nürburgring: Polizei zieht Raser und Poser aus dem Verkehr

Symbolbild. Foto: Jochen Tack / Polizei NRW
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Adenau. Die Nürburgring Nordschleife zieht regelmäßig zahlreiche Auto-Enthusiasten aus dem In- und Ausland in die Eifel. Insbesondere zum Saisonende nutzten viele Besucher das Veranstaltungsformat „Green Hell Driving Days“, um letzte Runden auf der Rennstrecke zu drehen. Während dies für viele ein besonderes Erlebnis darstellt, kann es für Anwohner mit erheblicher Lärm- und Verkehrsbelastung einhergehen.

Im Zeitraum von Donnerstag, 2. Oktober 2025, bis Sonntag, 5. Oktober 2025, lag daher ein besonderer Fokus auf dem Verhalten der Verkehrsteilnehmer rund um den Nürburgring. Die Polizeiinspektion Adenau führte gemeinsam mit benachbarten Dienststellen umfassende Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durch. Diese umfassten mobile sowie stationäre Geschwindigkeitskontrollen auf den Zufahrtsstraßen zur Rennstrecke.

Im Rahmen der Kontrollmaßnahmen wurden mehrere Verstöße festgestellt. Es wurden Verwarnungsgelder erhoben und diverse Bußgeldverfahren eingeleitet – unter anderem wegen Driften, unnötiger Lärmentwicklung sowie technischer Mängel, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten.

Bei drei Verkehrsteilnehmern wurde festgestellt, dass sie unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln standen. Entsprechende Verfahren wurden eingeleitet.

Ein besonders gravierender Fall betraf einen Fahrer, der durch eine gefährdende und rücksichtslose Fahrweise auffiel. Dieser führte seinen BMW auf der L10 (Hohe Acht in Richtung Adenau) mit überhöhter Geschwindigkeit, überholte trotz unübersichtlicher Streckenführung mehrere Fahrzeuge und führte wiederholt abruptes Abbremsen und starkes Beschleunigen durch. Nur durch die schnelle Reaktion anderer Verkehrsteilnehmer konnte ein Unfall verhindert werden. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Der Führerschein wurde vor Ort beschlagnahmt, die Weiterfahrt untersagt.

Insgesamt wurden an dem langen Wochenende 29 Ordnungswidrigkeiten geahndet. Bei 21 ausländischen Fahrzeugführern wurden Sicherheitsleistungen zur Durchführung der Verfahren einbehalten. Die Geschwindigkeitsüberwachung durch die Polizei Adenau und die Verkehrsdirektion Koblenz ergab 125 Verstöße. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 113 km/h bei erlaubten 70 km/h.

Darüber hinaus registrierte die Polizei acht Verkehrsunfälle, bei denen ein Motorradfahrer leicht verletzt wurde. Die Polizeiinspektion Adenau kündigt an, auch in Zukunft regelmäßig Kontrollen durchzuführen, um verkehrswidrigem Verhalten entgegenzuwirken und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleiste

Symbolbild. Foto: Jochen Tack / Polizei NRW

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