Blaulicht | 27.11.2025

Die rechtsrheinische Bahnstrecke ist voll gesperrt

27.11.: Bad Honnef: Person von Zug erfasst

Foto: Winkler TV

Bad Honnef. Am heutigen Morgen wurde die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef mit dem Einsatzstichwort "Person unter Zug" zum Bahnhof Bad Honnef alarmiert. Die Meldung bestätigte sich vor Ort: Eine Person war unter dem vorderen Teil eines Regionalzugs eingeklemmt, der mit Fahrgästen in Richtung Neuwied unterwegs war.

Der Rettungsdienst und die Feuerwehr kümmerten sich um die Erstversorgung und Betreuung der eingeklemmten Person. Um die Person zu befreien, entschied sich die Einsatzleitung der Feuerwehr, spezielles Equipment anzufordern. Die Feuerwehr Bonn rückte mit dem "Rüstwagen-Schiene" an, der technisches Material für Bahnunfälle bereithält. Mit Hilfe großer Hydraulikzylinder, die unter dem tonnenschweren Zug platziert wurden, konnte dieser leicht angehoben und die Person befreit werden.

Damit der Transport der schwerverletzten Person zum Rettungswagen möglichst schonend erfolgen konnte, wurden neben dem Bahnhofsgebäude Teile eines Zauns und Gebüschs mit einer Motorsäge entfernt. Etwa anderthalb Stunden nach Beginn des Einsatzes wurde die Person vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Die Rückbaumaßnahmen der Feuerwehr endeten gegen 11 Uhr. Personen, die sich zum Zeitpunkt des Geschehens im Zug oder auf dem Bahnsteig befanden, erhielten Unterstützung von Notfallseelsorgern.

In einer Nachbesprechung wurde die gute und professionelle Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren aus Bonn und Bad Honnef sowie dem Rettungsdienst hervorgehoben. Ein solcher Einsatz ist für alle Beteiligten glücklicherweise nicht alltäglich und erfordert spezielles Fachwissen, Ausbildung und Ausrüstung. Nach dem Einsatz stand das PSU-Team (Psychosoziale Unterstützung) des Rhein-Sieg-Kreises im Feuerwehrhaus Bad Honnef für Gespräche bereit, um das Erlebte und Gesehene zu verarbeiten.

Für die Dauer des Einsatzes blieb die rechte Rheinstrecke im Bereich Bad Honnef komplett gesperrt. Rund 60 Einsatzkräfte waren vor Ort, darunter 35 der Feuerwehr Bad Honnef und der Rüsteinheit aus Bonn sowie weitere des Rettungsdienstes, der Landes- und Bundespolizei, des DB-Notfallmanagements, der Notfallseelsorge und der Psychosozialen Unterstützung.

BA

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