Ratgeber | 03.04.2025

Tipps gegen Lebensmittelverschwendung - Richtig einfrieren und auftauen

Clever einfrieren: Qualität bewahren

Symbolbild.Foto: Pixabay

Region. Die kalten Tage haben ein Ende, der Frühling naht. Doch Kälte und Frost können auch in der Küche nützlich sein, insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. In deutschen Privathaushalten werden jährlich 6,3 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, oft weil es nicht gelingt, sie vor dem Verderben zu verbrauchen. Tiefgekühlte Lebensmittel bieten eine einfache Lösung für nachhaltiges Kochen ohne Verschwendung, da auch frische Produkte so länger haltbar gemacht werden können.

Tipp 1: So friert’s sich am besten

Einige Lebensmittel eignen sich besonders gut zum Einfrieren, darunter Erbsen, Bohnen, Brokkoli und andere Kohlsorten. Vor allem blanchiert bleiben diese Gemüsesorten lange haltbar und behalten ihren Geschmack. Auch Reste von gekochten oder gebackenen Speisen wie Suppen, Aufläufe oder Kuchen bleiben eingefroren länger frisch und können bei Bedarf wieder aufgetaut werden.

Wasserreiche Lebensmittel wie Äpfel und Erdbeeren verlieren jedoch durch das Einfrieren an Biss und Aroma. Milchprodukte haben häufig einen hohen Wasseranteil und sind eher ungeeignet für das Tiefkühlfach, da Sahne, Joghurt und Crème fraîche schnell ausflocken. Fettige und wasserarme Produkte wie Hartkäse und Butter können hingegen problemlos eingefroren werden. Zur Erhaltung von Geschmack, Aussehen und Nährstoffen der Lebensmittel helfen die Grundsätze: richtig vorbereiten, zügig verarbeiten, gut verpacken und schnell durchfrieren.

Tipp 2: Für immer frisch im Tiefkühlfach?

Obwohl Frost die chemischen Prozesse verlangsamt, die zum Verderb von Lebensmitteln führen, hält sich nicht alles ewig im Tiefkühlfach. Besonders Backwaren und Selbstgekochtes sollten innerhalb weniger Monate verzehrt werden, während rohes Gemüse oft länger haltbar ist. Magere und rohe Produkte bleiben in der Regel mehrere Monate frisch, während fettreiche Lebensmittel sowie Gegartes schneller an Qualität verlieren.

Gekaufte Tiefkühlkost hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum, das der Orientierung dient. Produkte, die kurz vor Ablauf stehen, sollten schnell verbraucht werden, da die Qualität bei zu langer Lagerung abnimmt.

Tipp 3: Portionieren verhindert Reste

Cleveres Portionieren vor dem Einfrieren kann helfen, Reste zu vermeiden, da nur das aufgetaut wird, was tatsächlich benötigt wird. Kleine Portionen frieren zudem schneller durch und verlieren weniger an Qualität. Empfohlen wird eine Menge von 200-250 Gramm pro Person für eine komplette Mahlzeit.

Tipp 4: Frisches zu Hause konservieren

Die richtige Vorbereitung der Lebensmittel vor dem Einfrieren ist essenziell für eine lange Haltbarkeit und gute Qualität. Das Blanchieren von Gemüse trägt dazu bei, Konsistenz, Farbe und Geschmack länger zu erhalten. Geeignete Behälter zum Einfrieren sind Gefrierbeutel und Kunststoffschalen, aber auch Glasschalen können verwendet werden, wenn sie nicht bis oben hin befüllt und langsam aufgetaut werden, um ein Zerspringen zu verhindern. Bei einer Temperatur von -18 Grad Celsius halten sich tiefgekühlte Lebensmittel besonders gut, während weniger kalte Temperaturen die Haltbarkeit verkürzen können.

Tipp 5: Bloß nicht ins Schwitzen kommen

Aufgetautes Essen sollte so schnell wie möglich verarbeitet und verzehrt werden, da sich durch das Auftauen Bakterien und Keime vermehren können, was zum Verderben der Lebensmittel führt. Zudem können wichtige Nährstoffe und Vitamine verloren gehen. Produkte, die zweimal tiefgekühlt wurden, sollten vor dem Verzehr sicherheitshalber besonders gut erhitzt werden.

Pressemitteilung Zu gut für die Tonne!

Symbolbild. Foto: Pixabay

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