Allgemeine Berichte | 10.03.2026, 09:15 Uhr

Wasserrettung und Katastrophenschutz brauchen Perspektive

DLRG Montabaur e.V. droht Verlust ihres Stützpunkts

Auch in der Region kommt die DLRG häufiger bei Badeunfällen oder Vermisstensuchen im Wasser zum Einsatz.
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Montabaur. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Montabaur e.V. steht vor einer ungewissen Zukunft. Für den Bau des neuen Mons-Tabor-Bades wird das Gelände benötigt, auf dem sich derzeit das Vereinsheim der Ortsgruppe befindet. Die dort aufgestellten Container, die als Vereinsheim und Garagen dienen, müssten vollständig weichen.

Die DLRG Montabaur e.V. begrüßt den geplanten Neubau des Hallenbades ausdrücklich. Moderne Schwimmstätten sind eine wichtige Grundlage für qualifizierte Schwimmausbildung und damit für die Sicherheit im Wasser. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Situation, dass für die Ortsgruppe dringend eine langfristige Perspektive für ihre Infrastruktur benötigt wird.

Seit vielen Jahren sucht die Ortsgruppe nach einer dauerhaften Lösung für ihre Unterbringung. Der Bau des neuen Mons-Tabor-Bades macht nun deutlich, wie dringend eine solche Perspektive benötigt wird.

Mit dem Wegfall des Geländes würde die Ortsgruppe ohne Vereinsheim, Garagen und Lagerflächen dastehen, da das derzeitige Vereinsheim aus älteren Containern besteht. Auch wenn die Anlage nicht mehr zeitgemäß ist, war sie bislang die einzige Möglichkeit, Fahrzeuge, Boote und Einsatzmaterial unterzubringen.

Für die ehrenamtliche Arbeit der Ortsgruppe ist eine funktionierende Infrastruktur unverzichtbar. Die DLRG Montabaur e.V. verfügt über zwei Transporter, einen 7,5-Tonnen-Lkw, einen Kastenanhänger sowie zwei Rettungsboote mit Trailern. Diese Fahrzeuge und Boote werden für Ausbildung, Veranstaltungen und Einsätze benötigt.

Bereits heute reicht der vorhandene Platz nicht aus. Ein Teil der Fahrzeuge und Anhänger muss daher an mehreren Standorten untergebracht werden. Dadurch wird die Einsatzbereitschaft zusätzlich erschwert, da Fahrzeuge und Material nicht zentral verfügbar sind.

Die Ortsgruppe engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Sicherheit im und am Wasser und stellt unter anderem Kräfte für den Wasserrettungszug Westerwald-Taunus. Einsatzkräfte aus Montabaur waren zudem bei größeren Schadenslagen im Einsatz, unter anderem bei der Flutkatastrophe im Ahrtal sowie beim Hochwasser im Saarland.

Auch in der Region wird die DLRG regelmäßig zu Badeunfällen oder Vermisstensuchen im Wasser alarmiert. Der mögliche Verlust des Standorts betrifft daher nicht nur den Verein selbst. Ohne geeignete Unterbringung für Fahrzeuge und Boote würde auch ein wichtiger Bestandteil des ehrenamtlichen Katastrophenschutzes und der Wasserrettung in der Region geschwächt.

Trotz verschiedener Gespräche mit den zuständigen Stellen konnte bislang kein Ersatzstandort gefunden werden. Die Stadt Montabaur hat der Ortsgruppe inzwischen kostenfreie Schulungsräumlichkeiten sowie einen Stellplatz für eines der Rettungsboote zur Verfügung gestellt. Dieses Angebot hat die Ortsgruppe dankend angenommen. Die Unterstützung wird ausdrücklich begrüßt, kann jedoch einen vollständigen Standort mit Unterbringungsmöglichkeiten für Fahrzeuge, Boote und Material sowie Räumlichkeiten für Ausbildung und Jugendarbeit nicht ersetzen.

In diesem Jahr feiert die DLRG Ortsgruppe Montabaur ihr 80-jähriges Bestehen. Seit acht Jahrzehnten engagieren sich Menschen ehrenamtlich für Schwimmausbildung, Jugendarbeit und Wasserrettung in der Region. Das Jubiläum soll im Sommer gemeinsam mit Mitgliedern und Bürgerinnen und Bürgern im Mons-Tabor-Bad gefeiert werden.

Die Ortsgruppe ist daher weiterhin dringend auf der Suche nach einer Perspektive für ihre Arbeit und hofft, im Jubiläumsjahr eine Lösung für die zukünftige Unterbringung finden zu können.

Konkret wird ein geeignetes Grundstück für ein Vereinsheim mit Fahrzeug- und Bootsgaragen gesucht oder alternativ ein passendes Gebäude. Dort müssten Fahrzeuge, Boote und Einsatzmaterial untergebracht werden können. Gleichzeitig werden Räumlichkeiten für Ausbildung, Jugendarbeit und Vereinsleben benötigt.

Die Ortsgruppe appelliert daher an Politik, Verwaltung, Unternehmen und mögliche Unterstützer in der Region, gemeinsam eine Perspektive zu finden, damit Wasserrettung, Jugendarbeit und Katastrophenschutz auch künftig in Montabaur gesichert bleiben.

Pressemitteilung Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Ortsgruppe Montabaur e.V.

Auch in der Region kommt die DLRG häufiger bei Badeunfällen oder Vermisstensuchen im Wasser zum Einsatz. Foto: pixabay.com

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