Blaulicht | 13.08.2024

150 Feuerwehrleute kämpften gegen das Feuer an

Großbrand in Hönningen: Explodierende Gasflaschen erschwerten Löscharbeiten

Die Halle am Mittag nach dem Großbrand  Foto: Thorsten Trütgen

Hönningen. Die Freiwilligen Feuerwehren Ahrbrück, Altenahr, Hönningen und Liers wurden am Montag, 12. August, gegen 18.10 Uhr zu einer brennenden Lagerhalle im Industriegebiet Hönningen, In den Weidenhecken, alarmiert. Aufgrund der weithin sichtbaren Rauchentwicklung wurden bereits auf der Anfahrt umgehend weitere Kräfte alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannten eine etwa 50 x 15 Meter große Lagerhalle mit Handwerksmaterialien sowie die etwa 55 x 18 Meter große Halle einer Kraftfahrzeug-Werkstatt inklusive einer dort vorhandenen Lackiererei. Etwa zehn in Vollbrand befindliche Seecontainer, in denen Öle, Reifen und andere Dinge gelagert wurden, erschwerten die Löscharbeiten zusätzlich. Der Brand drohte zudem auf einen benachbarten holzverarbeitenden Betrieb überzugreifen.

Übergreifen konnte verhindert werden

Durch einen massiven Löschangriff primär im Außenbereich und teilweise unter Verwendung von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten mit bis zu zehn Löschrohren sowie zwei weiteren Löschrohren über Drehleitern wurde der Brand im Laufe der Nacht unter Kontrolle gebracht. Ein Übergreifen der Flammen auf den holzverarbeitenden Betrieb konnte dabei verhindert werden. Das Löschwasser wurde dem Trinkwassernetz sowie mithilfe einer Schlauchleitung der rund 200 Meter entfernten Ahr entnommen.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die bevölkerung über die Warnapps KatWarn und NINA sowie zusätzlich über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Warnung konnte in den Morgenstunden des 13. August aufgehoben werden.

Keine Verletzten

Explodierende und dadurch umherfliegende Gasflaschen erschwerten zu Beginn die Löscharbeiten. Eine Gasflasche beschädigte ein über 100 Meter entferntes Löschfahrzeug. Verletzt wurde hierbei jedoch niemand..

Im Einsatz waren bis zu 150 Einsatzkräfte aus der Verbandsgemeinde Altenahr mit Unterstützung zahlreicher Feuerwehreinheiten aus dem Landkreis Ahrweiler. Der DRK Rettungsdienst war mit Rettungswagen und Notarzt unter Führung des Leitenden Notarztes und des Organisatorischer Leiters Rettungsdienst des Landkreises Ahrweiler ebenfalls im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten dauerten am Vormittag des 13. August noch an.

Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben, die nun die Ermittlungen zur Brandursache übernimmt. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf einen Wert im unteren einstelligen Millionenbereich.

Da sich die Einsatzstelle an einer unmittelbaren Nebenstraße der B 257 befand, musste diese zwischen Hönningen und Ahrbrück bis tief in die Nacht voll gesperrt werden. BA

Mehr zum Thema

>> Brand im Hönninger Industriegebiet: Über eine Million Euro Schaden

Die Halle am Mittag nach dem Großbrand Foto: Thorsten Trütgen

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