Totentanz Bruchhausen Grafikserie
Peter Beckmanns Totentanz-Grafiken in Unkel-Bruchhausen zeigen historische Motive neu interpretiert
aus Bochum
Unkel-Bruchhausen. Noch bis 27.11.2026 liegt in der Kirche St. Johann Baptist in Unkel-Bruchhausen eine Mappe mit 22 Grafiken zum Thema „Der Totentanz von Bruchhausen – erneuert“ aus.
Die ersten Totentänze entstanden während der schweren Pestepidemien im Mittelalter und sollten dem einfachen Menschen zeigen, dass jeder sterben muss. Der Künstler Peter Beckmann hat bei seiner Grafikserie das in der Kirche hängende Ölbild von ca. 1700 mit dem Titel „Totentanz“ in die heutige Zeit übertragen.
Peter Beckmanns Totentanz von Bruchhausen enthält 22 Bilder. Seine Grafiken zitieren den Totentanz von Bruchhausen direkt: Jede Grafik ist bekrönt von einem Reigen, der eine Kopie des Totentanzes von Bruchhausen ist – allerdings hat Beckmann eine wichtige Änderung vorgenommen: Sein Reigen besteht nunmehr aus Toten, die Figuren die in Bruchhausen einst noch lebendig waren, sind nunmehr ebenfalls Skelette.
Damit greift seine Neuinterpretation auch seine Interpretation der Tanzpaare auf. In schwarzem Bildfeld unter dem Reigen tanzen ebenfalls nur noch Skelette. Anfang und Ende des Reigens bei Peter Beckmann sind eindeutig zuordenbar. Das dargestellte Thema ist immer im Mittelfeld des Reigens zu finden. So braucht Peter Beckmann seine Grafiken nicht zu titulieren, sie tun dies selbst mit Verweis auf das barocke Vorbild. Unterhalb des zentralen Bildfeldes finden sich Symbole und Darstellungen, die einerseits die Verortung in Bruchhausen und Umgebung herstellen, andererseits Assoziationen zu den dargestellten Personen und Berufen bilden.
Peter Beckmann
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Der Tod und der Adelige Foto: Peter Beckmann