Blaulicht | 06.10.2022, 11:30 Uhr

Polizei gibt Tipps, wie Bürger sich schützen können

Polizei Bonn warnt vor WhatsApp-Betrügern

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
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Bonn/Königswinter/Meckenheim. „Hallo Mama, ich bin es. Ich habe eine neue Nummer, weil mein Handy kaputt gegangen ist. Bitte speicher die Nummer ab“ - so oder so ähnlich beginnen die Messenger-Nachrichten der Betrüger, die bereits seit vielen Monaten kursieren und leider immer wieder erfolgreich sind. Relativ schnell fordern die Täter ihre Opfer dann auf, Geld an ein fremdes Konto zu überweisen, da wegen des neuen Handys ihr Online-Banking gerade nicht funktioniere oder eine dringende Zahlung gerade aus anderen Gründen nicht selber veranlasst werden kann. Immer wieder glauben die angeschriebenen Angehörigen an echte Notsituationen und wollen ihren vermeintlichen Kindern schnell und unkompliziert helfen. Alleine am Dienstag (4. Oktober) wurden drei entsprechende Sachverhalte mit Schadenseintritt bei der Bonner Polizei zur Anzeige gebracht. Dabei wurden jeweils vierstellige Summen auf fremde Konten überwiesen. Erst als wieder Kontakt zu den richtigen Kindern der Geschädigten bestand, fielen die Betrugsdelikte auf.

Die Polizei rät zur Vorsicht: Selbst bei Personen, die meinen, sie fielen selbst nicht darauf herein, kann dies bei Eltern oder Großeltern, Freunden oder Bekannten passieren. Deshalb appelliert die Polizei: „Warnen Sie die Menschen, die Ihnen nahestehen, vor dieser Masche! So können Sie sich schützen:

- Wenn Sie von Ihnen bekannten Personen unter einer unbekannten Nummer per Messenger kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab.

- Fragen Sie bei der Ihnen bekannten Person unter der alten Nummer nach, ob wirklich eine Notsituation besteht. Rufen Sie hierzu am besten an. Wenn Sie die Ihnen bekannte Person nicht erreichen können, handeln Sie nicht überstürzt.

- Seien sie misstrauisch, wenn die Person mit der ihnen unbekannten Nummer nicht telefonieren will, auch wenn vielleicht überzeugende Gründe dafür vorgetragen werden.

- Sobald Geldforderungen oder -bitten gestellt werden, sollten die Alarmglocken schrillen. Egal ob per Post, per E-Mail, am Telefon oder über Messenger-Dienste wie WhatsApp.

- Achten Sie auf die Sicherheitseinstellungen Ihres verwendeten Nachrichtendienstes.

Falls Sie Opfer geworden sind:

- Erstatten Sie immer eine Strafanzeige.

- Leisten Sie auf keinen Fall weitere Geldzahlungen.

- Informieren Sie Ihre Bank, um eventuell getätigte Geldflüsse anzuhalten oder rückgängig zu machen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne unter 0228 15-7676 an die Präventionsdienststelle der Polizei oder schreiben Sie eine E-Mail an seniorenberatung.bonn@polizei.nrw.de.“

Weitere Informationen über Betrugsmaschen: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/

Pressemitteilung Polizei Bonn

Symbolbild. Foto: pixabay.com

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