Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen in der Region.

SWR zeigt großes Spezial zur Flut

SWR zeigt großes Spezial zur Flut

Ahrweiler am Morgen des 15. Juli. Foto: ROB

25.06.2022 - 10:29

Kreis Ahrweiler. Unfassbare Wassermassen fluteten in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 ganze Regionen im Westen Deutschlands. Die Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gilt als die größte Naturkatastrophe der jüngeren deutschen Geschichte: 180 Menschen starben. Hunderte Anwohner:innen haben fast alles verloren. Monate später befinden sich die betroffenen Orte im Wiederaufbau, der Zusammenhalt ist noch immer groß.


Der Südwestrundfunk (SWR) bietet ein Jahr nach der verheerenden Flut an der Ahr, in der Eifel und an der Erft einen großen, multimedialen Programmschwerpunkt – ein vielfältiges Angebot mit verschiedenen Formaten auf unterschiedlichen Plattformen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen in der Region. Wie haben sie die vergangenen Monate erlebt? Was haben sie seit der Katastrophe geschafft? Wie wurde ihnen geholfen? Wo hapert es noch? Und wie blicken die Menschen in die Zukunft? Diesen Fragen geht der SWR in analytischen Features und hintergründigen Reportagen nach, in einem aufwendigen Storytelling-Podcast, während einer Tour durch das Ahrtal, in Diskussionsveranstaltungen und in mehreren Livesendungen – vor, während und nach dem Jahrestag der Flutkatastrophe am 14. Juli. Das Gedenken und Erinnern bekommen ebenso Raum wie die Aufarbeitung und der Blick nach vorn.

Ulla Fiebig, SWR Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz: „Die Flutkatastrophe an der Ahr hat die Region dramatisch verändert. Als SWR in Rheinland-Pfalz sehen wir es als unsere Aufgabe an, den Wiederaufbau und das Weiterleben journalistisch eng und nachhaltig zu begleiten – nah an den Menschen und natürlich auch mit kritischem Blick. Das haben wir in den vergangenen zwölf Monaten getan und wir werden auch künftig dranbleiben. Rund um den Jahrestag der Flut setzten wir nun in unseren Programmen und Angeboten einen besonderen Schwerpunkt. Damit machen wir deutlich, welch tiefgreifende Bedeutung die Katastrophe für die Menschen und das Land hat.“


Reportagen zur Flutkatastrophe im Ersten und in der ARD Mediathek


Die Reportage „Die Flut – Chronik eines Versagens“ von Judith Brosel, Kai Diezemann, Torsten Reschke und Marko Rösseler geht am 13. Juli um 20:15 Uhr im Ersten der Frage nach, was in der Nacht geschah. Die 60-minütige SWR/WDR Ko-Produktion arbeitet die Flutnacht minutiös auf und begleitet die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Am 11. Juli kommt eine 30-minütige Langfassung der Online-Reportagereihe „Ein Dorf baut auf“ in die ARD Mediathek und um 18:15 Uhr im SWR Fernsehen. Der SWR begleitet seit August 2021 die Menschen in Dernau im Kreis Ahrweiler auf ihrem Weg nach der Flutkatastrophe zurück in die Normalität.


Gemeinsamer Storytelling-Podcast von SWR und WDR


Schon am 1. Juli startet der sechsteilige Podcast „Die Flut – Warum musste Johanna sterben?“ in der ARD Audiothek und anderen Streaming-Plattformen. In dem Gemeinschaftsprojekt von SWR und WDR begleitet Host Marius Reichert die Familie eines Todesopfers auf ihrer Suche nach Antworten. Der Podcast widmet sich Johannas Schicksal und erzählt dabei die Geschichte einer der größten Naturkatastrophen in Deutschland.


SWR Livesendung „Gemeinsam stAHRk – Zusammenhalt im Ahrtal“


Das SWR Fernsehen bringt am 9. Juli um 20:15 Uhr eine 90-minütige Livesendung vom Marktplatz in Ahrweiler. Der Zusammenhalt im Ahrtal ist das Leitmotiv der Sendung: selten war die Solidarität im Land so groß wie in den Tagen, Wochen, Monaten nach der Flut. Der Zusammenhalt gab Hoffnung und Zuversicht – erste Erfolge sind zu sehen. Anna Lena Dörr und Martin Seidler begleiten durch eine Livesendung über Hilfe, Hoffnung und Heimat.


Die SWR Radioprogramme zur Flutkatastrophe


SWR1 Rheinland-Pfalz sendet in der Woche vom 11. bis 15. Juli jeden Nachmittag drei Stunden live aus dem Ahrtal – beginnend in Schuld über Altenahr, Mayschoß, Bad Neuenahr-Ahrweiler bis Sinzig wird nachgefragt: Was läuft gut? Wo gibt es noch Hindernisse und wie lassen sie sich überwinden? SWR4 Rheinland-Pfalz sendet am 13. Juli ab 19 Uhr die Auftaktveranstaltung der Sendereihe „SWR4 Klartext“ aus dem Musikbistro der Helfer-Organisatorin Missy Motown in Krälingen. Wie geht es weiter mit den Helfenden und wie kommen die Touristen zurück ins Tal sind nur zwei Fragen, die in dem öffentlichen Gesprächsforum diskutiert werden.


Der Jahrestag der Flutkatastrophe mit Gedenkveranstaltung und Livesendung


Am ersten Jahrestag der Flutkatastrophe richtet der Landkreis Ahrweiler zusammen mit den betroffenen Kommunen eine zentrale und öffentliche Gedenkveranstaltung im Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler aus. Der SWR begleitet die Veranstaltung live ab 17:28 Uhr im SWR Fernsehen und per Live-Stream auf swraktuell.de/rp. „Als die Flut ins Ahrtal kam – Das Jahr nach der Katastrophe“ ist der Titel der Livesendung im Anschluss: „SWR Landesschau Rheinland-Pfalz“ und „SWR Aktuell Rheinland-Pfalz“ berichten ab 18:38 bis 20 Uhr aus dem Winzerort Rech. Patricia Küll und Sascha Becker führen durch die Sendung, sie analysieren u. a. mit Meteorologe Sven Plöger die Flutnacht und geben Einblick in das Phänomen der SolidAHRität. Um 20:15 Uhr legt dann das Politikmagazin „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ mit dem Feature „Die Flutkatastrophe an der Ahr – Fehler, Folgen und Verantwortung“ den Fokus auf die politische Aufarbeitung der Flutkatastrophe: Wer trägt Verantwortung, was sind die Konsequenzen und Lehren aus der Katastrophe im Ahrtal?


Noch mehr Informationen online


Ein Dossier, Blogs und alle SWR Programmangebote zur Flutkatastrophe finden sich auf der Bündelseite von SWR Aktuell RP Online. Die SWR Studios Koblenz und Trier liefern u. a. Bildergalerien mit Vorher-Nachher-Ansichten aus den betroffenen Regionen und stellen die Menschen vor Ort in den Mittelpunkt. Das SWR Jugendprogramm geht während der Themenwochen auf ihren Instagram-Accounts „DASDING vor Ort Koblenz“ und „DASDING vor Ort Trier“ in Austausch mit der Community und fragt, was sie in der Flutnacht und danach gemacht hat und v. a. was Hoffnung gibt.

Pressemitteilung SWR

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Kommentare

Zu Besuch in der Frankensiedlung

Mathias Heeb:
Ja, es waren schöne Stunden mit den Kindern der Klasse, manche haben gefragt, ob sie nicht 3 Tage hier bleiben könnten. Was hätte man alles für Möglichkeiten mit diesem Projekt, immer noch und wird auch so bleiben absolutes Unverständnis über die Entscheidung des Gemeinderates der Grafschaft aufgrund...
Mathias Heeb, Grüner Fraktionsvorsitzender:
Von meiner Seite konnte ich mit Johannes Jung aus dem „rebellischen Dorf Eckendorf“ immer gut auskommen. Hoffe für ihn, dass er etwas andere Wege findet für die CDU Grafschaft, ihm alles Gute für die Zukunft, so fair sollte man sein....
K. Schmidt:
"So sei eine Seilbahn vom Tal aus zur Saffenburg, zur Burg Are oder zum Krausbergkopf bei Dernau zur touristischen Erschließung durchaus vorstellbar,..." - Bis vor 10 oder 11 Jahren gab es in Altenahr noch eine Seilbahn, die wurde dann aufgegeben weil mangels Fahrgästen kein wirtschaftlicher Betrieb...
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