Blaulicht | 01.04.2022, 14:47 Uhr

Andere Betrügereien waren leider nicht zu verhindern...

Telefonbetrug: Aufmerksame Bankmitarbeiterin verhindert Übergabe von 35.000 Euro

Symbolbild. Foto: pixabay.com
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Bonn. Wieder versuchten Telefonbetrüger im Zuständigkeitsbereich der Bonner Polizei an die Ersparnisse älterer Menschen zu gelangen. Am Donnerstag registrierte die Polizei erneut mehrere Anrufe von Telefonbetrügern, die es als falsche Amtsträger auf das Geld der Angerufenen abgesehen hatten. In Königswinter-Oberpleis verhinderte eine Bankangestellte die Übergabe von 35.000,- Euro an angebliche Polizisten. Diese hatten zuvor eine 85-Jährige durch einen Schockanruf dazu bewegt, zur Bank zu gehen um das Geld abzuheben - die Mitarbeiterin klärte die Seniorin dann jedoch rechtzeitig über die Betrugsmasche auf und zahlte kein Geld aus. Nicht durch Bankangestellte zu verhindern war jedoch die Übergabe von mehreren Zehntausend Euro an Betrüger in Bonn-Lannesdorf, die ebenfalls aus einem Schockanruf resultierte. Die Betrüger hatten dabei gegen 10:00 Uhr auf dem Festnetzanschluss eines 88-Jährigen angerufen und berichtet, dass sein Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein anderer Verkehrsteilnehmer getötet worden sei. Aufgrund dessen müsse nun eine Kaution von den Angehörigen des angeblich in Untersuchungshaft befindlichen Unfallverursachers entrichtet werden. Der schockierte Angerufene suchte daraufhin in seiner Wohnung aufbewahrtes Bargeld im Wert von mehreren Zehntausend Euro zusammen und übergab dieses gegen 12:30 Uhr vor einer Apotheke am Lannesdorfer Kirchberg an einen ihm unbekannten Mann. Gemeinsam ging man noch einige Schritte über die Drachenburgstraße, ehe der mutmaßliche Betrüger in Richtung Bahnhof davonging.

Zu dem Unbekannten liegen derzeit folgende Beschreibungsmerkmale vor: Etwa 25 Jahre alt - schwarze Haare - helle Kleidung - helle Weste - ungepflegtes Erscheinungsbild - blaue OP-Maske - kurzer, schwarzer Bart - sprach Deutsch ohne Akzent.

Nachdem der Geschädigte nach weiteren Anrufen mit Geldforderungen misstrauisch wurde, informierte er zusammen mit Angehörigen schließlich die Polizei. Bislang durchgeführte Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen führten nicht zur Festnahme von Tatverdächtigen. Das zuständige Kriminalkommissariat 24 hat die weitergehenden Ermittlungen zu dem Fall übernommen. Zeugen, die Beobachtungen mit einem möglichen Zusammenhang zu der geschilderten Übergabe vor der Apotheke gemacht haben oder den beschriebenen Mann in Lannesdorf beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0228 15-0 mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

Pressemitteilung Polizei

Symbolbild. Foto: pixabay.com

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