37-Jähriger Tatverdächtige hatte sich im Mai 2024 bereits dedn Behörden gestellt
Tötungsdelikt in Zülpich: Verdächtiger mit internationalem Haftbefehl in Italien festgenommen
Bonn. Am 15. August 2023 leitete eine Mordkommission der Bonner Polizei in enger Zusammenarbeit mit der Bonner Staatsanwaltschaft Ermittlungen zu einem Tötungsdelikt in Zülpich-Füssenich ein. An diesem Tag wurden zwei Bewohner einer Hofanlage von Rettungskräften und Polizei mit lebensgefährlichen Verletzungen aufgefunden. Umfangreiche Ermittlungen führten zu einem dringenden Tatverdacht gegen zwei Männer im Alter von 36 und 37 Jahren sowie eine 36-jährige Frau, die daraufhin festgenommen wurden. Ein Richter erließ Untersuchungshaftbefehle gegen alle drei Verdächtigen.
Am 24. Juni 2024 wurde der zur Tatzeit 36-jährige Verdächtige vom Landgericht Bonn wegen Mordes und versuchten Mordes an einem Seniorenehepaar zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Tatverdacht gegen die zunächst ebenfalls verdächtige Frau konnte jedoch nicht bestätigt werden. Der Haftbefehl gegen den zur Tatzeit 37-jährigen Mann wurde zunächst im Rahmen einer Haftprüfung aufgehoben. Während der Hauptverhandlung vor dem Landgericht Bonn ergaben sich jedoch neue Hinweise auf seine Täterschaft, woraufhin das Amtsgericht Bonn einen erneuten Haftbefehl erließ. Trotz öffentlicher Fahndung stellte sich der Gesuchte am 22. Mai 2024 den Ermittlern. Nach einer weiteren Haftprüfung musste der Mann im Juli 2025 erneut freigelassen werden.
Zusätzliche Ermittlungen, an denen auch das Landeskriminalamt NRW beteiligt war, führten zu einer weiteren Erhärtung des Tatverdachts gegen den heute 40-jährigen Mann. Auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft wurde ein neuer Haftbefehl beim Amtsgericht Bonn beantragt, und international nach dem Verdächtigen gefahndet. Mitte November 2025 konnte der Mann schließlich in Italien festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat mittlerweile die Auslieferung des Verdächtigen an die deutschen Justizbehörden beantragt.BA
