Allgemeine Berichte | 19.06.2026

Projekt startete zum World-Refill-Day am 16. Juni auch in der VG Montabaur

Trinkflaschen mit Refill unterwegs einfach nachfüllen:10 Refill-Stationen sind dabei – Projekt dient auch der Hitzevorsorge

An zehn Stationen kann man nun seine Trinkflaschen problemlos auffüllen.

Montabaur. „Bitte einmal auffüllen!“ Wer mit einer mitgebrachten Trinkflasche in eine Refill-Station kommt, kann sie dort kostenlos mit frischem Leitungswasser auffüllen lassen. Das System ist so einfach wie nachhaltig: Es spart den Plastikmüll von Einwegflaschen, CO2-Emissionen, die bei deren Transport entstehen, und sorgt für eine einfache Trinkwasserversorgung unterwegs. Das ist gerade bei großer Hitze besonders wichtig. Auf die Initiative der VG Montabaur haben sich auf Anhieb 10 Betriebe zu Refill-Stationen erklärt, weitere sind herzlich willkommen. Ein Refill-Aufkleber an der Tür weist die Stationen aus.

Die Refill-Stationen in der VG Montabaur

Ninks Backstube ist gleich mit vier Refill-Stationen in der VG Montabaur am Start: Neben den Filialen am Konrad-Adenauer-Platz und in der Bahnhofstraße in Montabaur nehmen auch die Cafés in Welschneudorf und beim Gartenfachmarkt in Heiligenroth teil. Wanderer und Radler werden in den Restaurants Wirzenborner Liss im Gelbachtal und an der Studentenmühle im Eisbachtal mit frischem Trinkwasser versorgt sowie im Wildpark Westerwald in Gackenbach und im Familienferiendorf in Hübingen. In Montabaur sind außerdem die Tourist-Info am Großen Markt und die Stadtbibliothek in der Sauertalstraße als Refill-Stationen ausgewiesen. Ein hellblauer Aufkleber mit einem Tropfen darauf zeigt durstigen Besuchern an: Hier kann ich meine Flasche auffüllen lassen.

Von der Idee zum Projekt

Den Anstoß für das Refill-Projekt gaben Karin Maas als Leiterin der Tourist-Info und Julian Herbst, der Klimaanpassungsmanager der VG Montabaur. „In der Tourist-Info werden wir im Sommer täglich gefragt, wo man Wasserflaschen auffüllen kann. Gerade für Wanderer und Radler ist es wichtig, unterwegs etwas zu trinken dabei zu haben. Ich hoffe, dass noch viele touristische Anbieter bei Refill mitmachen“, beschreibt Karin Maas ihre Erfahrungen. „Hitzevorsorge wird auch im ländlichen Raum immer wichtiger. Denn wir wissen, dass durch den Klimawandel die Hitzeperioden künftig noch heißer werden und länger andauern – auch im Westerwald. Da ist Refill ein einfaches und niederschwelliges Angebot, die Menschen unterwegs mit kühlem Trinkwasser zu versorgen“, so der Klimaanpassungsmanager Julian Herbst. „Für mich hat das etwas mit Gastfreundlichkeit zu tun. Wir freuen uns über jeden Besucher, der in unseren Laden kommt. Vielleicht kauft der eine oder die andere auch frische Backwaren oder trinkt einen Kaffee während wir die Trinkflasche auffüllen“, sagt Annika Nink-Fasel, Geschäftsführerin Ninks Backstube KG. Voraussetzung sei das allerdings nicht, betont sie.

Weltweiter Refill-Day am 16. Juni

Das Refill-Konzept wurde 2015 in England „erfunden“ und verbreitet sich schnell in Europa und der Welt. Der World Refill Day (Welttag des Wiederauffüllens) wurde von der britischen Umweltorganisation City to Sea ins Leben gerufen. Die Organisation startete die Bewegung, um das Bewusstsein für die weltweite Plastikverschmutzung zu schärfen und Menschen zu ermutigen, Einwegplastik durch das einfache Wiederauffüllen von Trinkflaschen zu vermeiden. In Deutschland wird die Kampagne maßgeblich durch den gemeinnützigen Verein a tip: tap e.V. und durch die Initiative Refill Deutschland koordiniert. Bundesweit gibt es tausende Refill-Stationen. Unter www.refill-deutschland.de findet sich die interaktive „Karte von morgen“, auf der alle Refill-Stationen deutschlandweit verzeichnet sind.

Refill-Station werden

Mitmachen können alle Einrichtungen und Betriebe, die das gerne möchten. Voraussetzungen sind einzig feste Öffnungszeiten und die Möglichkeit, eine Trinkflasche unter dem Wasserhahn zu befüllen. Das kann durch Personal passieren oder an einem Waschbecken, das für Besucher zugänglich ist, so dass diese ihre Flasche selbst befüllen können. Dabei sein können Restaurants und Cafés, Apotheken, Ladengeschäfte, Arztpraxen, Fitnessstudios, Tankstellen usw. „Der Aufwand ist gering, die Dankbarkeit der Nutzer ist groß“, ermuntert Karin Maas alle, die sich der Initiative anschließen möchten. Gerne berät sie Betriebe und unterstützt bei Bedarf bei der Anmeldung. Kontakt bei der Tourist-Info: Tel.: 02602 / 9502781 oder per Mail an kmaas@montabaur.de. Wer sich vorab informieren oder selbstständig registrieren möchte, findet vielfältige Informationen unter www.refill-deutschland.de unter „Mitmachen“.

An zehn Stationen kann man nun seine Trinkflaschen problemlos auffüllen. Foto: VG Montabaur / Christina Weiß

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