Köhler- und Loheweg erleben
Über die Historische Straße beiderseits des Vinxtbachtales
Schalkenbach. Der Köhler- und Loheweg ist neben dem Eisenweg und dem Wacholderweg Teil der „Historischen Straßen“ die man im Kreis Ahrweiler erwandern kann und die eindrucksvolle Einblicke in die historischen Formen der Bodennutzung bis zurück in die Römerzeit ermöglichen.
Die Route des Köhler- und Loheweges verläuft auf breiten Wald- und Wiesenwegen, weniger auf naturbelassenen Pfaden beiderseits des Vinxtbachtales und bietet herrliche Ausblicke über die Osteifel. Unterwegs weisen interessante Hinweistafeln auf die Tätigkeit der Köhler bei der Herstellung von Holzkohle und auf die mühsame Gewinnung der Eichenrinde hin, im Volksmund „Lohe“ genannt, die jeder Gerber noch bis ins vorige Jahrhundert zur Herstellung von Leder benötigte. Etwas oberhalb der Dedenbacher Wanderhütte „Schauinsland“ steigt man in die Streckenführung des Köhler- und Loheweges ein und wandern an Waldsäumen entlang hinunter nach Schalkenbach. Hier führt der Köhler- und Loheweg an der schmucken Dorfkapelle vorbei, überquert den Vinxtbach und steigt jenseits der Landstraße in den bewaldeten Hang hinein. Die Bezeichnung "Vinxtbach" geht auf das lateinische Wort "finis" = Grenze zurück, trennte das kleine Gewässer doch in der Römerzeit Ober- von Untergermanien. Auch im Mittelalter trafen hier die Territorien von Kurköln und Kurtrier aufeinander. Über die Jahrhunderte bildete sich so eine heute noch bestehende Sprachgrenze heraus. Nördlich des Vinxtbaches spricht man ripuarisch, also "kölsch", während man südlich des kleinen Flusslaufes den moselfränkischen Dialekt pflegt.
Wiesenflächen und lichte Waldparzellen
Hinter der Ortschaft Schalkenbach läuft der Köhler- und Loheweg im Wechsel über Wiesenflächen und durch lichte Waldparzellen. Im Ramersbacher Gehölz treffen die Wanderer auf Bergbauspuren keltischen Ursprungs, sogenannte Pingen. Hier wurde dereinst nach Eisenerz gegraben. Mit dem Ahr-Venn-Weg des Eifelvereins gelangt man zum Ortsrand von Ramersbach. Von einer weitläufigen Freifläche in der Nähe der Florianshütte schweift der Blick jenseits des Rheins bis weit in das Siebengebirge hinein. Erneut überquert man außerhalb von Ramersbach eine Asphaltpiste und wandert talwärts nach Obervinxt. Auf diesem Teil der Route gefallen die herrlichen Aussichten in das obere Vinxtbachtal in besonderem Maße. Aus dem winzigen Weiler Obervinxt steigt die Route erneut zur Höhe hinauf und bringt die Wanderer kurz darauf, mit einem kleinen Abstecher von der Hauptroute, zur Maisbuschkapelle. Im Jahre 1951 wurde sie vom Schalkenbacher Bürger Peter Hartung und weiteren fleißigen Helfern erbaut. Am 1. Mai und am 1. Sonntag im Oktober eines jeden Jahres ziehen die Gläubigen in einer Prozession von Schalkenbach hinauf zur Maisbuschkapelle, um dort einen Gottesdienst zu feiern. Der besinnliche Ort liegt mitten im lichten Laubwald und bietet sich für eine ausgiebige Wanderrast geradezu an.
Atemberaubende Ausblicke
Im weiteren Verlauf wird der Schalkenbach überschritten. Auf breiten Wiesenwegen geht es hinauf zum Waldgut Schirmau. Hinter dem Gutshof zweigt rechter Hand ein schmaler Saumpfad ab, der stramm bergan zum Wacholderschutzgebiet Weiselstein mit seinem hölzernen Aussichtsturm führt. Säulenartig ragen auf dem 475 Meter hoch liegenden Areal die Wacholderbüsche auf, ehemalige Relikte der in der Eifel betriebenen Schiffelwirtschaft, bei der Waldflächen großflächig gerodet wurden um Weideland für Schafe zu gewinnen. Vom hölzernen Aussichtsturm kann man eine Weile die herrlichen Fernsichten über die Erhebungen der Osteifel genießen, um dann dem Köhler- und Loheweg über den aussichtsreichen Stucksberg zurück zum Ausgangspunkt der Wanderhütte Schauinsland zu folgen.
Ein ausführlicher bebilderter Wanderbericht kann auf dem Wanderportal www.profirouten.de eingesehen werden. Hier der entsprechende Link: https://profirouten.de/eifel/koehler-und-loheweg.
Pressemitteilung
"Sagenhafte Vulkanregion Laacher See" und Profirouten
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