Mobilität und Verkehr | 25.09.2025, 10:07 Uhr

Mit der dritten Jahreszeit wachsen die Herausforderungen für Auto-, Pedelec- und Fahrradfahrer

Unterwegs im Herbst: Achtung, Rutschpartie droht!

Symbolbild.Foto: Pixabay
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Region. Während sich alle in den nächsten Wochen über die farbenfrohe Landschaft freuen dürfen, bringt der Herbst auch unbeständigeres Wetter und sinkende Temperaturen mit sich. Kürzere Tage, Nebel und Nässe führen häufig zu Glätte und schlechter Sicht – eine Herausforderung für alle Verkehrsteilnehmenden.

Christian Schmidt, Mobilitätsexperte beim ADAC Mittelrhein, gibt hilfreiche Tipps, wie man sicher durch die dritte Jahreszeit kommt.

Sicher unterwegs mit dem Auto

Fahrzeug checken: „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, Beleuchtung und Scheiben des Fahrzeugs zu überprüfen", rät Schmidt. Füllen Sie bei Bedarf Scheibenreiniger auf und verwenden Sie Frostschutzmittel. Auch die Beleuchtung sollte gründlich getestet werden.“

Fahrverhalten anpassen: Regen, Nebel und feuchtes Laub auf der Straße verlängern den Bremsweg erheblich. „Ein ausreichender Sicherheitsabstand ist das A und O“, erklärt Schmidt. Bei schlechter Sicht helfen Nebelschlussleuchten – sie dürfen jedoch nur bei Sichtweiten unter 50 Metern genutzt werden. Ein praktischer Tipp: Die Leitpfosten entlang der Straße stehen im Abstand von 50 Metern.

Achtung, „Bauernglatteis“: Die Erntezeit bringt zusätzliche Gefahren. Von landwirtschaftlichen Fahrzeugen herabfallende Erd- und Lehmklumpen können in Kombination mit Feuchtigkeit zu einem gefährlichen Schmierfilm führen. Schmidt warnt: „Diese oft überbreiten Fahrzeuge ragen auf engen Landstraßen häufig in den Gegenverkehr hinein – hier ist besondere Vorsicht geboten.“

Gefahr durch Wildtiere: Die Gefahr, in einen Wildunfall verwickelt zu werden, ist im Herbst besonders hoch. Denn der Pendelverkehr verschiebt sich insbesondere am Morgen in die Zeit der Dämmerung. Zudem sind Wildtiere häufiger unterwegs, weil sie in Erwartung der langen Wintermonate auf Nahrungssuche sind. „Weil Tiere keine Verkehrsregeln und Zeitumstellung kennen, heißt das für Autofahrer ab sofort wieder: Wachsam sein. Besonders dort, wo die Wildwechselschilder stehen“, weiß Schmidt.

Sicher unterwegs mit Pedelec & Fahrrad

Beleuchtung und Reflektoren prüfen: „Eine funktionierende Beleuchtung ist in der dunklen Jahreszeit unerlässlich“, betont Schmidt. Vorder- und Rückleuchten sowie Reflektoren vorne, hinten, an den Pedalen und in den Speichen müssen einwandfrei funktionieren.

Reflektierende Kleidung tragen: „Sichtbarkeit ist lebenswichtig“, so Schmidt. Helle, neonfarbene und reflektierende Kleidung erhöht die Sichtbarkeit erheblich. Reflektierende Hosenschoner oder Fußüberzieher helfen, dass Autofahrer Radfahrer frühzeitig erkennen. Auch reflektierende Ärmel, Handschuhe und Fahrradhelme mit eingebautem Rücklicht verbessern die Sichtbarkeit und Sicherheit deutlich.

Die richtige Reifenwahl: Ähnlich wie Autos können Fahrräder mit speziellen Reifen ausgestattet werden, die durch ein Lamellenprofil besseren Halt auf nassen oder rutschigen Straßen bieten. „Wenn es in Richtung Winter geht und Eis und Schnee die Wege bedeckt, eignen sich Spike-Reifen um auch da sicher unterwegs zu sein“, empfiehlt Schmidt.

Ein letzter Tipp von Schmidt: „Viele Auto- und Motorradfahrer nutzen Tagfahrlicht – das sollte auch für Radfahrer selbstverständlich sein. Tagsüber eingeschaltete Beleuchtung erhöht die Sichtbarkeit enorm.“

Pressemitteilung ADAC Mittelrhein

Symbolbild. Foto: Pixabay

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