Blaulicht | 29.08.2022

Ein Auto hatte nur ein Rohr als Auspuff und knackte mit 101,3 Dezibel den Tagesrekord.

Zu laut: Polizei stellt in der Eifel zwölf Fahrzeuge sicher

Blankenheim. Gestern traf sich ein Großaufgebot der Euskirchener Polizei an zwei Parkplätzen im Bereich der B 258. Über 50 Bedienstete der Euskirchener Kreispolizeibehörde kontrollierten untern den Augen von Landrat Ramers unter anderem die Geschwindigkeit, dass illegale Tuning, die übermäßig lauten Auspuffgeräusche sowie die Ladung. Die Kontrollen sind eine Reaktion auf die vielen teils schweren Verkehrsunfälle in der Eifelregion sowie der Beschwerden von Anwohnern an den Reisestrecken der Ausflügler, die sich über den Lärm und die hohen Geschwindigkeiten berechtigt monieren. Insgesamt stellten die Fachleute zwölf Fahrzeuge, davon zwei Kräder sicher, die die erlaubten Schallwerte ihrer Kraftfahrzeuge erheblich überschritten. Ein belgischer BMW hatte statt eines Schalldämpfers nur ein Rohr als Auspuff angebracht. Der Wert betrug hier 101,3 Dezibel. Erlaubt sind 83 Dezibel.

Für die Betroffenen sind Bußgelder in den vorliegenden Fällen bis 1.300 Euro fällig. Dazu kommen noch die Kosten fürs Abschleppen sowie dem Sachverständigen Gutachten und der Heimweg muss auch organisiert werden. Im Bereich der Kontrollstelle Neuhof (Tempo 50) fuhren 134 Fahrzeuge zu schnell, während zwischen Milzenhäuschen und Blankenheimerwald 65 Fahrer die Geschwindigkeit von 100 km/h überschritten. Dort gab es sogar Geschwindigkeiten, die jeweils ein Fahrverbot beinhalten (Neun). Insgesamt waren auf der B 258 209 Fahrzeuge zu schnell unterwegs. Gegen 86 Fahrzeugführer wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet, die anderen kamen mit einem Verwarnungsgeld davon.

Zusätzlich fiel ein 36jähriger Neuwieder auf, der erheblich Alkohol konsumiert hatte und mit einem Vortest von zwei Promille zur Blutprobe gebeten wurde. Dieser führte griffbereit in seinen PKW eine Schreckschusswaffe, ein Einhandmesser und einen Baseballschläger mit. Nun erwartet ihn neben dem Verlust seines Führerscheins noch ein weiteres Strafverfahren wegen Verstöße gegen das Waffengesetz. Ebenfalls zur Blutentnahme musste ein Niederländer, der Betäubungsmittel konsumiert hatte. Ein entsprechender Drogenvortest bestätigte dies. Polizeioberrat Wolfgang Eifinger, Leiter der Direktion Verkehr hatte im Vorfeld mit umliegenden Polizeibehörden in Belgien, Rheinland Pfalz, dem Rhein-Erft-Kreis eine Kooperation vereinbart.

Insgesamt waren über 100 Polizeibedienstete an dem gestrigen Kontrolltag im Einsatz. Er vermeldete einen erfolgreichen Einsatz gegen Raser sowie verbotenen Manipulationen an Kraftfahrzeugen.

Beteiligten (Kreis)-Polizeibehörden: Euskirchen/Aachen/ Düren/ Bonn/ Rhein-Erft-Kreis/ Bitburg-Prüm/Gerolstein/ Adenau/Belgien/Bundespolizei Aachen

Getroffene Maßnahmen: 999 davon Anzeigen: 252 OWI Anzeigen / davon 16 erwartete Fahrverbote 5 Strafanzeigen (1x Alkohol über 2 Promille, 1x Verstoß Waffengesetz, 1x Fahren ohne Fahrerlaubnis, 2 x Verstoß Betäubungsmittelgesetz)

Sonstiges: 12 x Sicherstellung technische Kontrolle / Geräuschmessung, Sicherstellung einer Schreckschusswaffe, eines Einhandmessers, eines Baseballschlägers, 3 x Untersagung Weiterfahrt / nicht geeigneter Schutzhelm Krad, 5 Verstöße nach Passgesetz bzw. Freizügigkeitsgesetz im Grenzraum nach Belgien.

Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde Euskirchen

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  • Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
  • Ingo Materne: Der Artikel überzieht aus meiner Sicht deutlich. Ja: Lärm, Schattenwurf und konkrete Abstände müssen im Genehmigungsverfahren sauber geprüft werden. Aber aus der aktuellen Studienlage lässt sich keine...
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