Blaulicht | 07.06.2022

Der Tatverdächtige konnte erst von couragierten Fahrgästen überwältigt werden.

Zwei Schwerverletzte nach Streit im ICE

Symbolbild.  Foto: pixabay.com

Rhein-Sieg-Kreis. Bereits am letzten Freitag (03.06.2022) kam es gegen 11.00 Uhr zu einem Vorfall auf dem Bahnsteig des Bahnhofes Siegburg, bei dem zwei Männer schwer verletzt wurden. Einer der Verletzten, ein 38-jähriger Fahrgast aus Nürnberg, wurde von einem Tatverdächtigen so schwer verletzt, dass er auf dem Bahnsteig reanimiert werden musste. Er kam, nachdem sich sein Gesundheitszustand stabilisiert hatte, in die Uniklinik in Bonn. Nach Angaben der behandelnden Ärzte befindet sich der Mann nicht in Lebensgefahr.

Ein 31 Jahre alter Mann ohne festen Wohnsitz in Deutschland war im ICE aus Richtung Frankfurt unterwegs. Auf der Fahrt in Richtung Siegburg geriet der 31-Jährige mutmaßlich aufgrund seines Verhaltens mit den Zugbegleitern in Streit. Am Bahnhof Siegburg wurde er des Zuges verwiesen. In der Tür des Waggons stehend, weigerte er sich den ICE zu verlassen. Ein 61-jähriger Bahnbediensteter aus Bonn kam dazu und wurde unvermittelt von dem aggressiven 31-Jährigen niedergeschlagen. Als der Tatverdächtige weiter auf sein am Boden liegendes Opfer einschlug, mischte sich der 38-jährige Fahrgast in die Auseinandersetzung ein. Der 31-Jährige sprang den Helfer an und trat ihm nach bisherigen Ermittlungen mit dem Fuß ins Gesicht. Der 38-Jährige ging benommen zu Boden und schlug hart mit dem Kopf auf dem Pflaster auf. Wehrlos musste er noch einige Tritte vom Täter einstecken. Weitere couragierte Fahrgäste warfen sich auf den aggressiven Mann, überwältigten ihn und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei am Boden fest. Andere Augenzeugen kümmerten sich um den bewusstlosen 38-Jährigen, erkannten, dass lebensrettende Sofortmaßnahmen erforderlich waren und begannen mit Reanimationsmaßnahmen bis Rettungskräfte übernahmen. Der 61-jährige Bahnmitarbeiter musste mit einer Kopfverletzung und einem schweren Schock stationär im Krankenhaus aufgenommen werden.

Der 31-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und kam zur Polizeiwache. Nach Abschluss der erkennungsdienstlichen Maßnahmen wurde er einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung anordnete. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu dem Vorfall dauern weiter an.

Pressemitteilung Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

Symbolbild. Foto: pixabay.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dienstleistungen
Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0399#
Imageanzeige Straußenwirtschaft
Anzeige Alles für die Schule
Anzeige KW 27
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Aus für das Provisorium: Das Ausweichquartier Calvarienberg darf per behördlicher Anordnung nicht mehr genutzt werden.  Foto: GS
655

Schock für die Eltern: Eine sicher Nutzung des Provisoriums der Kita Sankt Laurentius sei derzeit nicht gegeben, sagen die Behörden

Ahrweiler: Kita-Kinder stehen vor ungewisser Zukunft

Ahrweiler. Ein Brandbrief ist ein öffentlicher Hilferuf. Einen solchen hat Miriam Radermacher für den Elternausschuss der Ahrweiler Kita Sankt Laurentius verfasst. Denn die Eltern treiben Sorgen um die Betreuung ihrer Kinder um. Was ist geschehen?

Weiterlesen

Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr: Am Ufer des Sees türmt sich gerade nach Wochenenden der Müll.  Foto: Gabi Becker
617

Mit großer Besorgnis beobachte ich die zunehmende Verschmutzung am Laacher See. Besonders nach den Wochenenden bleiben nach Partys häufig Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr und anderer Müll am Ufer, entlang der Wege und sogar mitten im Wald zurück. Dieses rücksichtslose und antisoziale Verhalten schadet der Natur und der Tierwelt gleichermaßen und beeinträchtigt die Erholung aller Besucherinnen und Besucher.

Weiterlesen