Politik | 13.07.2026, 21:16 Uhr

Minijobs sichern Zukunft

FDP Neuwied fordert Erhalt von Minijobs zur Stärkung des Arbeitsmarktes

(v. l. n. r.) Dr. Peter Hess und Dr. Dietrich G. Rühle
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Neuwied. Der FDP-Stadtverband Neuwied spricht sich gegen Überlegungen aus, Minijobs abzuschaffen. Aus Sicht der Freien Demokraten sind sie für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil eines flexiblen Arbeitsmarktes und bieten sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern wichtige Gestaltungsmöglichkeiten.

Der Vorsitzende des FDP-Stadtverbandes, Stefan Puderbach, erklärt: „Minijobs sind für viele Menschen eine unkomplizierte Möglichkeit, Beruf, Familie, Studium oder Ruhestand miteinander zu verbinden. Wer diese Beschäftigungsform abschafft, nimmt vielen Bürgerinnen und Bürgern Flexibilität und erschwert insbesondere kleinen Unternehmen die Personalplanung.“

Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Stadtrat, Dr. Dietrich Rühle, ergänzt: „Gerade der Mittelstand, das Rückgrat unserer Wirtschaft, ist auf pragmatische und unbürokratische Lösungen angewiesen. Eine Abschaffung der Minijobs würde zusätzliche Bürokratie schaffen und viele Betriebe vor erhebliche Herausforderungen stellen. Statt bewährte Modelle zu beseitigen, sollten wir Anreize schaffen, reguläre Beschäftigung attraktiver zu machen.“

Der stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbandes, Dr. Peter Hess, betont: „Es ist richtig, über eine bessere soziale Absicherung von Beschäftigten zu sprechen. Der richtige Weg ist jedoch nicht die Abschaffung der Minijobs, sondern deren Weiterentwicklung. Ziel muss sein, Missbrauch zu verhindern und gleichzeitig die notwendige Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten.“

Mit Sorge blickt der FDP-Stadtverband dabei auch auf viele Betriebe in Neuwied. Gerade Gastwirte, Friseurbetriebe und Handwerksunternehmen sind im Alltag häufig auf Minijobber angewiesen, um Auftragsspitzen, Stoßzeiten oder personelle Ausfälle aufzufangen. Viele Unternehmer fragen sich bereits heute, wie sie ihren Betrieb nach einer Abschaffung der Minijobs organisatorisch und wirtschaftlich aufrechterhalten sollen. Zusätzliche Belastungen würden insbesondere kleinere und familiengeführte Betriebe treffen.

Der FDP-Stadtverband Neuwied fordert deshalb, Reformen mit Augenmaß umzusetzen. Flexible Beschäftigungsmodelle müssten erhalten bleiben, damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre individuelle Lebenssituation gestalten und Unternehmen auch künftig wettbewerbsfähig bleiben können.

(v. l. n. r.) Dr. Peter Hess und Dr. Dietrich G. Rühle Foto: Oliver Spielmann

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