Politik | 30.01.2026

Der Prozess in Koblenz geht weiter:

30.1.: Mord an Anna K. aus Bad Neuenahr-Ahrweiler: Rechtsmedizin schilderte grausame Details

Der grausame Mord an Anna K. bewegt die Region. Foto: SCH

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Koblenz. Nachdem am ersten Verhandlungstag vergangene Woche lediglich die Anklageschrift verlesen worden war, machten sich die Prozessbeteiligten sowie auch die Zuschauer und die Medienvertreter Hoffnung, dass am zweiten Verhandlungstag etwas mehr Licht ins Dunkel dieser schaurigen Tat kommen würde. Denn Richter Rupert Stehlin hatte den Angeklagten zum Ende gefragt, ob er sich zur Sache einlassen wolle. Dies hatte Matthias K. zugesagt.

Angeklagter sagt nun doch nicht aus

Also wurde der zeitliche Ablauf des zweiten Tages entsprechend geplant, er sollte mit den Einlassungen des Beschuldigten beginnen. Groß war dann die Überraschung und auch der Unmut, als der Angeklagte durch seine Verteidigerin Marion Faust erklären ließ, er fühle sich dazu nicht oder noch nicht in der Lage.

Somit wurde die Verhandlung erst einmal unterbrochen, kaum dass sie begonnen hatte, und eine halbe Stunde später mit der Vernehmung mehrerer Zeugen fortgesetzt. Zunächst erläuterten die Polizeibeamten ihren Einsatz im Vermisstenfall, denn zunächst galt das Opfer ja nur als vermisst. In diesem Zusammenhang suchten sie den Angeklagten auf, der sie bereitwillig durch das Haus führte. Auch das frisch betonierte Loch im Garagenanbau sei ihnen dabei aufgefallen, die Begründung mit einem Wasserschaden erschien zunächst schlüssig.

Vom Vermisstenfall zum Tötungsdelikt

Zwei Tage später fiel den Beamten dann bei einem weiteren Besuch auf, dass es im Flur nach frischer Farbe roch und das zubetonierte Loch mittlerweile verfliest worden war. Das kam den erfahrenen Beamten merkwürdig vor. Der zwar getrennt lebende, aber noch Ehemann der Vermissten führt Bauarbeiten durch, statt sich an der Suche zu beteiligen? Als sich dann noch die Behauptung, das Mikrofon an seinem Handy sei kaputt und deshalb habe er ein persönliches Gespräch mit der Vermissten führen wollen, als Lüge entpuppte – der Polizist hatte kurzerhand einen Testanruf durchgeführt –, zog sich die Schlinge zu. Ein fehlendes Messer im Messerblock der Küche diente als weiteres Indiz. Der Angeklagte wurde festgenommen und von einem der Ermittler mit der Theorie konfrontiert, er habe auf seine Frau eingestochen, sie umgebracht und in der Garage einbetoniert. Als er kurz darauf abgeführt werden sollte, hat er unter Tränen die Tat gestanden.

Rechtsmedizinerin berichtet detailliert von Obduktion

Der Auftritt der Rechtsmedizinerin vor dem Gericht war nichts für schwache Nerven. Sie beschrieb 17 Hieb- oder Stichwunden, wovon entweder der Stich in die Brust, bei dem das Herz getroffen wurde, oder ein Stich in den Hals, bei dem die Drosselvene komplett durchtrennt worden sei, tödlich gewesen sei. Wie viele und welche der übrigen Verletzungen eventuell postmortal zugefügt wurden, konnte nicht mit Sicherheit gesagt werden. Wohl aber, dass das Verletzungsmuster und zum Beispiel die Abwehrverletzungen an den Händen dafür sprechen, dass es sich um ein dynamisches Geschehen handelte. Anna H. hat also versucht, sich zu wehren oder zu schützen – vergeblich.

Am dritten Verhandlungstag werden zwei weitere Ermittlerinnen aussagen, außerdem sind der Freund des Opfers sowie die Lebensgefährtin, der beste Freund und der Bruder des Beschuldigten geladen. Außerdem soll eine Heilpraktikerin aussagen, bei der sich Täter und Opfer in psychischer Behandlung befanden. SCHÜ

Der grausame Mord an Anna K. bewegt die Region. Foto: SCH

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 3

  • Carmen Busch: Das Foto wurde am Linzer Fähranleger aufgenommen. Die Fähre liegt gerade in Kripp
  • Claus Wiest: Das Foto zeigt die Rheinfähre Linz-Remagen, aufgenommen von der Anfahrt auf der Linzer Seite mit Blick auf den Ort Kripp.
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Schulze Klima -Image
10 Jahre NoWi Bau
Tag der offenen Tür FFW Königsfeld
10 Jahre NoWi
Media-Auftrag 2026/27
Zukunft trifft Tradition KW 18
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Flutschäden im Juli 2021.  Foto: ROB
2229

Als Bürger dieses Landkreises fühle ich mich nicht gut beraten und auch nicht sonderlich beschützt, wenn man beim lesen des Artikels, in dem der Leiter der Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz im Kreis Ahrweiler Stellung bezieht. Man könnte den Eindruck erhalten, dass die PR-Maßnahme der Verwaltung auf jeden Fall eines bewirken soll – und zwar zu Beschwichtigen. In dem Artikel war besonders und in erstaunlicher Weise zu erfahren, was alles nicht geht oder länger dauern wird.

Weiterlesen

Wie bereiten sich die Abgeordneten auf ihre politische Arbeit vor?  Foto:pixabay.com
333

Region. Nach einem intensiven Wahlkampf ist die Landtagswahl entschieden; doch für die gewählten Abgeordneten beginnt die eigentliche Arbeit jetzt erst so richtig. Ein Blick auf die Stunden und Tage nach dem Wahlergebnis zeigt: Zwischen Feiern, Verarbeiten und ersten politischen Schritten liegt ein enger Zeitplan.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
3757

Für verunglückte Männer kam jede Hilfe zu spät

03.05.: Horrorfund auf Feldweg: Jogger findet zwei tote Quadfahrer

Laubach (Simmern). Am Sonntag, den 03.05.2026, gegen 17:10 Uhr, fand ein Jogger auf einem Feldweg westlich der Ortschaft 56288 Laubach (Rhein-Hunsrück-Kreis) ein verunfalltes Quad vor. Bei dem Quad konnten zwei augenscheinlich schwerst verletzte männliche Personen aufgefunden werden. Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte nur noch der Tod der beiden verletzten Personen festgestellt werden.

Weiterlesen

Auch ein historisches Feuerwehrfahrzeug konnte besichtigt werden. Foto: DU
44

Feuerwehr Bad Bodendorf öffnete ihre Türen

Beliebtes Familienfest bot Einblicke in Technik und Einsatz

Bad Bodendorf. So, wie die Menschen froh sind, wenn sie von der Feuerwehr Hilfe in den unterschiedlichsten Notsituationen erfahren, freut sich die Feuerwehr – sozusagen im „Gegenzug“ - über regen Besuch ihrer Veranstaltungen. Das früher oft gehörte Motto „Wir kommen zu ihnen, wenn es brennt, kommen sie zu uns, wenn wir feiern“, nahmen sich am Maifeiertag zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Bad Bodendorf,...

Weiterlesen

Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2026
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
10 Jahre NoWi Bau
Grünpflegedienst
Aktionstage 5.-7. Mai
Zukunft trifft Tradition KW 18
10 Jahre Nowi
Zukunft trifft Tradition KW 18
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Biergarteneröffnung
10 Jahre NoWi