Politik | 31.01.2024

Die Linke Stadtverband Koblenz

500 Euro Spende an das Mampf

V.li. Jens Wyrwa, Daniel Wehrheim, Loriana Metzger, Jürgen Michel, Ursula Rosenbaum. Foto: Phil Fornalak

Koblenz. Im Dezember an vier Samstagen vor Weihnachten fand die „Aktion gegen soziale Kälte“ der Linkspartei Koblenz statt. An den Ständen konnten u.a. für das Obdachlosenrestaurant „Mampf“ rund 444 Euro gesammelt werden, die Die Linke auf 500 Euro aufrundete und an Jürgen Michel, Streetworker und Mitarbeiter des Mampf, übergeben konnte.

Im anschließenden Gespräch mit dem Streetworker konnten sich die Linksmitglieder ein Bild davon machen, mit welchen Herausforderungen die Obdach- und Wohnungslosenhilfe in Koblenz zu tun hat: Neben den fehlenden Wohnungen und der ausbaufähigen öffentlichen Sichtbarkeit des Themas ist das Mampf vor allem von den steigenden Kosten massiv betroffen: „Es ist unbedingt notwendig, dass das Mampf finanzielle Aufstockungen von der Stadt erhält, um die Obdach- und Wohnungslosenhilfe sicherzustellen und den Sozialarbeiter*innen Planungssicherheit geben zu können. Insgesamt müssten die sog. ‚Freiwilligen Leistungen‘ der Stadt nicht nur erhöht, sondern zu ‚Pflichtleistungen‘ werden, um der genuinen Aufgabe der sozialen Verantwortung nachkommen zu können“, so Loriana Metzger, Erste Sprecherin der Linkspartei in Koblenz.

Die „Aktion gegen soziale Kälte“ der Linkspartei findet bereits seit 2017 statt. Neben der Spendensammlung werden an vier Samstagen insbesondere an Wohnungs- und Obdachlose Essen, Kleidung und Hygieneartikel verteilt: „Wir bieten auf dem Platz vor dem Bahnhof selbst gekochte heiße Suppe an, ebenso Kaffee, Tee und reichen dazu Gebäck. Es werden Essens- sowie Hygienepakete verteilt sowie viele Kleiderspenden – an alle, die kommen. Denn mit jedem Jahr können wir feststellen: Immer mehr Menschen befinden sich trotz Arbeit in prekären Lebenssituationen und sind auf Spenden angewiesen“, so Ursula Rosenbaum, Mitglied des Sprecher*innenrates von Die Linke Koblenz, die seit vielen Jahren die Aktion hauptsächlich organisiert.

Das ganze Jahr über sammelt Ursula Rosenbaum Spenden von Menschen, die unterstützen und helfen möchten: „Wir haben Menschen, die jedes Jahr verlässlich unheimlich viel spenden – z.B. Dosensuppen oder Hygieneartikel, aber auch Geldbeträge. Ich möchte mich bei ihnen ausdrücklich ganz herzlich bedanken, da erst durch sie die Aktion möglich wird.“ Zudem haben neben den Linksmitgliedern viele andere engagierte Menschen an den Ständen mitgeholfen, z.B. Suppe ausgeschenkt oder sich einfach mit den Menschen vor Ort unterhalten: „Denn die soziale Kälte beginnt bereits bei der fehlenden Begegnung mit den betroffenen Menschen“, so Rosenbaum.

Auch im Dezember 2024 wird Die Linke ihre Aktion „Gegen soziale Kälte“ anbieten, denn, so urteilt Loriana Metzger, „es ist kaum abzusehen, dass sich die gegenwärtigen politischen Verantwortlichen um das Thema Armut sowie Obdach und Wohnungslosigkeit nachhaltig kümmern wollen – wir als Linke tun das“. Pressemitteilung

Die Linke Stadtverband Koblenz

V.li. Jens Wyrwa, Daniel Wehrheim, Loriana Metzger, Jürgen Michel, Ursula Rosenbaum. Foto: Phil Fornalak

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