Christian Altmaier und Walter Baum sammeln Ideen für die Nutzung der „Alten Burg“

„Alte Burg“: Welche Zukunft hat das historische Bauwerk?

Beiden Ratsmitgliedern schwebt eher eine Art „Davidwache“ vor

„Alte Burg“: Welche Zukunft
hat das historische Bauwerk?

(v.l.) Walter Baum und Christian Altmaier an der „Alten Burg“.Foto: Privat

22.01.2019 - 10:52

Koblenz. Derzeit lagern die wichtigsten Dokumente und Akten der Stadtgeschichte im altehrwürdigen Bauwerk an der Balduinbrücke. Doch wie sieht die Zukunft der „Alten Burg“ aus? Denn im Kulturausschuss wurde nunmehr informiert, dass das Bundesarchiv auf der Karthause einen Erweiterungsbau erhalten soll. Dies bietet die Chance für die Stadt, dort mit einzusteigen und somit könnte die „Alte Burg“ auf absehbare Zeit als Stadtarchiv ausgedient haben.


Grund genug für die beiden Kulturausschussmitglieder Christian Altmaier und Walter Baum nunmehr nachzufragen, wie es denn mit dem historischen Bauwerk weitergehen soll. „Wir wollen auf alle Fälle verhindern, dass ein weiteres Fiasko à la Münzmeisterhaus passiert oder die Stadt kurz vor Schluss irgendetwas aus dem Hut zaubert“, so Altmaier und Baum. Einen Verkauf an private Investoren schließen die beiden aus.

Den beiden Ratsmitgliedern schwebt eher eine Art „Davidwache“ vor: Das Ordnungsamt könnte mit einigen Dienstposten ins Epizentrum des Koblenzer Nachtlebens einziehen. Zudem wäre Platz für das Fundbüro. Außerdem könnte auch die Landespolizei mit eingebunden werden. So könnten Ruhestörungen im Bereich der Altstadt rasch vor Ort geklärt werden. Touristen und Einheimische hätten eine Anlaufstelle im Herzen der Stadt, auch bei Verlust von Hab und Gut. Viele Vorteile sehen die Ratsmitglieder mit ihrer Idee. „Wenn es nun noch eine Dekade dauert, bis das Bundesarchiv wirklich die Erweiterung erfährt, so kann die Stadt langfristig ein Konzept ausarbeiten und daher nun unser Aufschlag mit dieser Idee.“

Die FBG-Fraktion hat einen ausführlichen Fragenkatalog für die kommende Ratssitzung vorgelegt, auf deren Beantwortung Altmaier und Baum nun warten.

Nachdem vor über 15 Jahren in Weimar die „Anna-Amalia-Bibliothek“ ein Raub der Flammen wurde, hat sich Christian Altmaier als Kulturpolitiker um das Stadtarchiv und die Sanierung der „Alten Burg“ gekümmert. Der historische Bücherberstand der Bibliothek wurde zwischenzeitlich im Kulturbau in bessere Räumlichkeiten überführt. Doch die Dokumente und Akten des Stadtarchivs leiden unter den unzureichenden Bedingungen der „Alten Burg“.

„Auch für die Mitarbeiter sind die Bedingungen derzeit nicht optimal, sodass Handlungsbedarf besteht und ich bin froh, dass Kulturdezernentin Margit Theis-Scholz sich der Situation angenommen hat.“

Welche Pläne die Stadt nun mit einem der letzten städtischen Gebäude mit langer Geschichte hat, wird sich also in Kürze bekannt. Altmaier und Baum werden bei dem Thema am Ball bleiben.

Pressemitteilung der

FBG Ratsfraktion

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