Politik | 28.07.2025, 09:33 Uhr

Ungewöhnliche Entwicklung sorgt für Diskussionen

Andernach: Aus Tempo 30 wird Tempo 50

Symbolbild.  Foto: pixabay.com

Andernach. Eine Temporeduzierung wird vielerorts als Maßnahme zur Verkehrsberuhigung und Sicherheit begrüßt. In Andernach jedoch geht es auf einer Straße nun in die entgegengesetzte Richtung. In der Straße Kirchberg gilt ab sofort wieder Tempo 50 statt 30. Eine Entscheidung, die bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Verwunderung sorgt. Denn: In Zeiten, in denen innerstädtisch immer häufiger das Tempo reduziert wird, mutet diese Maßnahme etwas seltsam an. Doch was steckt hinter dieser unerwarteten Entwicklung? Die Stadtverwaltung Andernach hat auf Anfrage von BLICK aktuell Stellung genommen und verweist auf eine rechtliche Neuregelung: Ende 2024 wurde der maßgebliche § 45 der Straßenverkehrsordnung geändert. Infolgedessen mussten alle seit 2022 eingeführten Temporeduzierungen auf den Hauptverkehrsstraßen der Stadt Anfang 2025 noch einmal auf Herz und Nieren überprüft werden.

Kein „Rechts vor links“ mehr

Das Ergebnis: Die meisten Tempo-30-Strecken konnten beibehalten werden. Anders jedoch die Regelung im Kirchberg. Dort hatte man Tempo 30 in Kombination mit einer klaren Vorfahrtsregelung zugunsten des Kirchbergs angeordnet. Doch genau das ist nicht zulässig. In einer Tempo-30-Zone muss laut Gesetz grundsätzlich „rechts vor links“ gelten. Eine Regelung, die auf einer stark frequentieren Straßen wie dem Kirchberg allerdings als nicht praktikabel eingestuft wurde. Die Konsequenz: Die Tempo-30-Zone musste aufgehoben werden. Somit gilt auf dem Kirchberg ab sofort wieder die ursprüngliche Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. ROB

Symbolbild. Foto: pixabay.com

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