Politik | 26.06.2018

Dritte Bürgerwerkstatt des Sinziger Bürgerforums

Andreas Geron zu Gast in der alten Druckerei

Beinahe "Wohnzimmeratmosphäre": Andreas Geron (re.) und Nikolaus Wilhelmy im Gespräch. allgrafics

Sinzig. Es war zwar schon die dritte Bürgerwerkstatt des Sinziger Bürgerforums, doch in der alten Druckerei gab es diesmal so etwas wie eine Premiere: Der neue Bürgermeister Andreas Geron war zum Werkstattgespräch gekommen. Moderator Nikolaus Wilhelmy, zweiter Vorsitzender des Bürgerforums hatte einen ganzen Strauß Anfragen für den neuen Stadtchef gebündelt. Diese waren in den Wochen zuvor per Mail oder auf Papier an das Bürgerforum weitergeleitet worden. Über 40 Sinziger waren zu einem hochinteressanten Abend gekommen, bei dem es auch viele Neuigkeiten zu erfahren galt. Es gab drei große Themenblöcke: Bürgerbeteiligung, Stadtentwicklung und Wir-Gefühl. Deutlich war zu spüren, dass Geron die Beteiligung der Bürger auf vielen Ebenen für eine transparente Stadtpolitik wünscht. Geron sprach Klartext über seine negativen Erfahrungen bei der Nutzung von Facebook als Kommunikationsinstrument. „Meist gibt es da nur Hohn und Spott und unsachliche Kommentare.

In dieser Hinsicht taugt Facebook wenig“, so Geron. Zusätzlich fasste er kurz die Entwicklungsprogramme, an denen die Stadt Sinzig teilnimmt oder teilnehmen wird, zusammen. Dies sind der Stadtumbau, die Initiative „Starke Kommune starkes Land“ und das Projekt „Tourismus für alle“. Weitere Initiativen kündigte er zu Landesgartenschau 2022 an. Ein weiteres Thema war das Ehrenamt und das Engagement in den Sinziger Vereinen.

Im Sinziger Rathaus wird es in naher Zukunft einen Vereinsbeauftragten geben. Zudem soll darüber nachgedacht werden, wie ein Fundus von Ausrüstungsgegenständen für die Vereine (Zelte, Bierbänke etc.) bereitgestellt werden kann. In den Überlegungen spielt auch ein eigener Ehrenamtsabend für Sinzig eine Rolle. Nach eigenem Bekunden hat Geron in seiner etwas über fünfmonatigen Amtszeit bereits über 100 Termine mit Sinziger Bürgern wahrgenommen.

Sehr oft ging es dabei um Kleinigkeiten wie Müll, Hundekot oder Lärmbelästigung. Am Herzen liegt dem neuen Stadtchef aber auch die Verbesserung der Radverbindungen in Richtung Rhein und Ahr. Er schilderte, dass die Suche nach neuen Baugebieten in der Stadt intensiv laufe, um vor allen Dingen junge Familien ansiedeln zu können. Es wurde deutlich, dass Geron in seiner Heimatstadt sehr viel bewegen will. Ein dickes Lob hatte er für die im Stadtrat vertretenen Fraktionen mit dabei. Bei ausgezeichnetem Klima laufe die Zusammenarbeit bestens.

Die Form des direkten und lockeren Dialogs kam bei den Besuchern sehr gut an. Es war ein gelungener und sehr informativer Abend. BL

Beinahe "Wohnzimmeratmosphäre": Andreas Geron (re.) und Nikolaus Wilhelmy im Gespräch. Foto: allgrafics

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