Politik | 25.01.2020, 13:05 Uhr

Umsetzung des Naturschutzgroßprojektes Obere Ahr-Hocheifel geht voran

Antrag auf Verlängerung der Förderung

Region. Das Naturschutzgroßprojekt Obere Ahr Hocheifel bringt sicht- und messbare Erfolge.

Das geht aus dem Sachstandsbericht hervor, der dem Kreis- und Umweltausschuss unter Leitung von Landrat Dr. Jürgen Pföhler jetzt vorgetragen wurde. Neben den vielen positiven Effekten für die Natur sorgen einige Projektmaßnahmen auch für Entlastung bei Hochwasser. Weil der Planungs- und Abstimmungsbedarf der Maßnahmen sehr hoch ist, hat der Kreis- und Umweltausschuss beschlossen, bei den zuständigen Stellen bei Bund und Land einen Antrag auf Verlängerung der Förderung zu stellen.

Statt bis Mitte 2021 soll das Naturschutzgroßprojekt dann bis Ende 2023 fortgeführt werden, um die Renaturierung der Ahr und ihrer Nebenflüsse noch weiter voranzubringen. Nach vorläufiger Kostenschätzung beträgt der zehnprozentige Anteil des Kreises an den zusätzlichen Gesamtkosten rund 350.000 Euro.

Die Umsetzungsphase des Projekts begann 2012. Seitdem hat der Kreis unter anderem auf über 50 Kilometern in Zuflüssen der Ahr die aquatische Durchgängigkeit für Bachlebewesen wieder hergestellt. Er hat außerdem die Mündung des Trierbachs in die Ahr aufgeweitet, Teichanlagen renaturiert und Gewässerrandstreifen ausgewiesen.

Der Kreis hat seit Beginn der Umsetzungsphase etwa 9 Hektar Grünland auf Brach- und Rodungsflächen wiederhergestellt und fast 7 Hektar Fichtenparzellen gerodet. Der Wegfall von Monokulturen gibt anderen Arten Raum, sich wieder auszubreiten. 53 Hektar auf 173 Grundstücken wurden an Landwirte verpachtet, die sich zur extensiven Nutzung verpflichtet haben. Das heißt, sie düngen die Flächen nicht, mähen nur ein- bis zweimal im Jahr oder beweiden mit einer geringen Viehdichte.

Insgesamt 716 Grundstücke hat der Kreis mit Projektmitteln erworben, über die Hälfte davon sind Waldflächen, auf denen eine naturnahe Laubwaldentwicklung erfolgen soll. Aktuell noch in der Umsetzung ist zum Beispiel die Renaturierung von zwei Teichanlagen des Dreisbaches und des Eichenbaches. In Antweiler wird noch in diesem Jahr der Wasserlauf der Ahr naturnah umgestaltet.

Ebenfalls für 2020 geplant ist die Verbesserung der Gewässerstrukturen oberhalb von Fuchshofen. Unterhalb von Fuchshofen soll die Ahr im kommenden Jahr mehrere Altarme bekommen. Weitere Maßnahmen, die sowohl dem Naturschutz als auch dem Hochwasserschutz dienen, sind möglich.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Ahrweiler

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Imageanzeige
Heimat aktiv
Heimat aktiv AW
40 Jahre Brandschutz Balter
Reifenwechsel Aktionstage
Innovatives aus Andernach
Weitere Artikel
Auch beim diesjährigen Knuspermarkt wird das schnucklige Riesenrad wieder ein echter Blickfang sein.
1464

Neuwied. Eine Prise Zimt in der Luft, dort ein bisschen Zuckerguss und ganz viel Lebkuchen-Zauber: In der Vorweihnachtszeit wird in der Deichstadt wieder geknuspert. Denn der Knuspermarkt – Neuwieds Weihnachtsmarkt – lockt von Freitag, 20. November, bis Mittwoch, 23. Dezember, wieder auf den Luisenplatz in der Neuwieder Innenstadt. Mit Ausnahme von Totensonntag am 22. November hat der Knuspermarkt täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Koblenz.
877

Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit Prostituierten im Raum Koblenz: Betroffene Männer sind dringend zur Untersuchung aufgerufen

Gesundheitsamt Mayen-Koblenz warnt vor möglicher Syphilis-Ansteckung

Kreis MYK. Im Kreis Mayen-Koblenz warnt das Gesundheitsamt vor einer potenziellen Ansteckung mit der sexuell übertragbaren Krankheit Syphilis. Der Auslöser für diese Warnung sind zwei Prostituierte, bei denen die Krankheit diagnostiziert wurde. Die Kreisverwaltung hat herausgefunden, dass Anfang Oktober im Raum Koblenz die beiden Frauen innerhalb weniger Stunden schätzungsweise 20 bis 30 Männer ohne Schutz kontaktierten.

Weiterlesen