Politik | 21.07.2023

Stadtrat gibt Entwurfsplanung grünes Licht für Bachemer Brücke und Landgrafenbrücke - Heppinger Brücke wird nach den Sommerferien folgen

Baubeginn für feste Brücken nach Flutkatastrophe steht bevor

Die provisorische Landgrafenbrücke soll durch eine feste Brücke ersetzt werden.  Foto: ROB

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Mit dem Beschluss des Stadtrates vom 17. Juli steht dem Bau der ersten festen Brücken nach der Hochwasserkatastrophe nichts mehr im Wege. Der Stadtrat einigte sich auf die Planungen für die Bachemer Brücke und die Landgrafenbrücke. Auch bei der Heppinger Brücke geht es voran.

Landgrafenbrücke

Der Vorzugsentwurf für die Landgrafenbrücke in Bad Neuenahr stammt vom Planungsbüro Emch+Berger GmbH. Bereits im Rahmen der Vorplanung einigten sich die städtischen Gremien auf eine 3-Feld-Stahlverbundbrücke, die neben zwei Fahrspuren für den motorisierten Verkehr beidseitig Radfahrstreifen und separate Gehwege vorsieht. Die gerundeten Brückenpfeiler aus Stahlbeton verlaufen parallel zur Ahr, wobei die Pfeilerfundamente vollständig unter der Gewässersohle angeordnet werden. Alle Pfeiler und Widerlager werden so ausgebildet, dass sie dauerhaft gegen Unterspülung geschützt sind. Optisch entsteht eine bogenförmige Untersicht. Das Beleuchtungskonzept für die Brücke steht noch aus, derzeit sind acht Leuchten (vier pro Seite) mit einer Leuchtkörperhöhe von bis zu sechs Metern vorgesehen, die beidseitig in die Geländerflucht integriert werden. Als gestalterisches Element sollen in jedem dritten Geländerfeld elliptische Ornamente angeordnet werden. Die Baukosten belaufen sich laut Kostenberechnung auf ca. 4,68 Mio. Euro (inkl. Straßen-, Gewässer- und Leitungsbau).

Bachemer Brücke

Auch die Bachemer Brücke hat das Ingenieurbüro PlannIng Plus zusammen mit dem Büro Terporten als 3-Feld-Stahlverbundbrücke konzipiert. Ihre Machart aus robustem, wetterfesten Stahl und Stahlbeton soll mit einer Verblendung der Widerlager aus Grauwacke in ahrtypischer Ausprägung kombiniert werden. Die Pfeiler aus Sichtbeton werden strömungsgünstig ausgerichtet. Neben Fahrspuren für PKW und Schwerlast sind auch bei der Bachemer Brücke Gehwege und Radfahrstreifen geplant. Gestalterisch soll als Variante für die Geländer-Gestaltung eine abstrakte Weinrebenoptik erfolgen. Auch eine eingefasste Jahreszahl aus Stahl soll in das fertige Bauwerk integriert werden. Die Baukosten liegen nach Kostenberechnung bei ca. 5,86 Mio. Euro (inkl. Straßen-, Gewässer- und Leitungsbau).

Für beide Brücken ist die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) nun mit der Umsetzung der Ausführungsplanung betraut. Das Vergabeverfahren kann nach der Förderzusage beginnen. Die Baumaßnahmen für beide Brücken sollen voraussichtlich im Frühjahr 2024 starten und im Sommer 2025 abgeschlossen werden.

Heppinger Brücke

Auch die Planungen für die Heppinger Brücke gehen voran: Das Planungsbüro Schlaich-Bergermann&Partner hat in den städtischen Gremien zuletzt verschiedene Vorentwürfe für den Neubau vorgestellt. Bei der Trassenführung betrachtet die Stadt eine kombinierte Straßenbrücke als Vorzugsvariante, bei welcher der Radverkehr des Ahrtalradweges mit einem eigenen Radweg auf der Brücke und auf der nördlichen Seite geführt wird. Der Fußgänger erhalten einen eigenen Fußweg. So wird allen Mobilitätsformen größtmögliche Sicherheit geboten. Im Hinblick auf die Tragkonstruktion bevorzugt die Stadt eine leichte Stahlverbundbauweise, die sich mit filigraner Konstruktion gut in die Landschaft einfügt.

Im nächsten Schritt werden Gestaltungsvorschläge für diese Brücke in den Ortsbeiräten Heimersheim und Heppingen vorgestellt. Eine Beratung der Entwurfsplanung im Stadtrat ist nach den Ferien geplant.

BA

Die provisorische Landgrafenbrücke soll durch eine feste Brücke ersetzt werden. Foto: ROB

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