Grafschafter Bauausschuss drückt aufs Gas

Baulücke wird geschlossen

Für das Mehrfunktionenhaus in Ringen soll die Bauleitplanung geändert werden - Kindergarten und Seniorenbetreuung am bisherigen Standort der Pfadfinder wird vorangetrieben-

08.02.2019 - 13:14

Ringen. In der Gemeinde Grafschaft fehlen zahlreiche Plätze in den Kindertagesstätten, deshalb soll in Ringen ein sechster Kindergarten gebaut werden.

Da auch im Seniorenbereich Defizite vorhanden sind, soll das neue Gebäude ein Mehrfunktionenhaus sein, in dem zusätzlich auch seniorengerechtes Wohnen ermöglicht wird. Das hat der Gemeinderat bereits beschlossen, doch jetzt geht es an die Umsetzung der Pläne. Dafür muss zuallererst die Bauleitplanung geändert werden, denn an der Stelle, wo künftig das Mehrfunktionenhaus gebaut werden soll, steht derzeit noch das Pfadfinderheim des DPSG-Pfadfinderstammes Galileo Galilei, unterhalb des Pfarrheims. Das tat der Bau-, Planung- und Dorfentwicklungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Künftig sollen die Flächen als Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung Mehrfunktionenhaus „Seniorentagesstätte/Kindergarten“ dargestellt werden.

Darüber hinaus wird das Pfarrheim, das erhalten werden soll, als ein „kirchlichen Zwecken dienendes Gebäude“ dargestellt, hinzu kommen Flächen für Sport und Spielanlagen mehr Zweckbestimmung „Spielplatz“ sowie eine Verkehrsfläche mit der Zweckbestimmung „Parkplatz“. Das Ganze soll auch im Bebauungsplan entsprechend ausgewiesen werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Beteiligungsverfahren von Öffentlichkeit und Trägern öffentlicher Belange zügig vorzubereiten.


SPD: Der Standort ist nicht ideal


„Der Standort ist zwar nicht ideal, aber wir tragen ihn heute mit, denn wir müssen vorankommen. Wir brauchen die Plätze für unsere Kinder“, erklärte Udo Klein (SPD) die Zustimmung seiner Fraktion. Zumal auch die Frage mittlerweile geklärt sei, wo die Pfadfinder künftig ihr Domizil haben werden, denn dafür wurde ein Gelände im Bölinger Wald auserkoren, wo jetzt die Bölinger Hütte steht.

Außerdem gab der Gemeinderat einem Bürgerantrag statt, eine Baulücke in direkter Nachbarschaft zu Ringener Friedhof zu schließen. Dort soll in der Straße „Auf’m Schießberg“ ein Einfamilienhaus entstehen. Bislang ist dort eine Bebauung allerdings nicht möglich, erläuterte Bürgermeister Achim Juchem (CDU).

Doch eine Bebauung sei an dieser Stelle nicht nur städtebaulich vertretbar, sondern im Hinblick auf die damit erzielte Innenverdichtung sogar zu begrüßen. Allerdings reserviert der derzeitige Bebauungsplan auf dem Grundstück einen etwa drei Meter breiten Streifen als Straßenland für den Ausbau des „Stadtweges“, was aber nicht zum Tragen komme. Denn wenn man die Straße tatsächlich auf ihrer gesamten Länge auf jene zwölf Meter verbreitern wollte, müsste man über die Gräber auf dem Friedhof fahren, und das sei verständlicherweise völlig ausgeschlossen.


Straße soll nicht verbreitet werden


Daher soll in der Änderung des Bebauungsplanes die Breite des „Stadtweges“ in diesem Bereich von zwölf auf neun Meter reduziert, was auch der tatsächlichen Breite auf dem sonstigen Straßenverlauf entspreche.

Da es sich hier um einen typischen Fall der Nachverdichtung und somit eine Maßnahme der Innenentwicklung handele, könne die Bebauungsplanänderung im beschleunigten Verfahren durchgeführt werden, was auch die Zustimmung des Gremiums fand.

„Wohnbauflächen in der Grafschaft sind gesucht“, wusste etwa Roland Schaaf (CDU) und nannte das Projekt ebenfalls „ein wunderbares Beispiel der Nachverdichtung von Baulücken.“

JOST

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Kommentare
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.
Michael Friscg:
@Antje Schulz: Die Forderung nach einer Maskenpflicht stammt von Anfang März. Zu diesem Zeitpunkt war sie durchaus berechtigt. Und vor allem war sie auf professionelle Masken bezogen. Das, was die meisten Leute jetzt benutzen, wird auch von Experten als wenig bis gar nicht hilfreich bezeichnet. Heute sogar vom Präsidenten der Bundesärztekammer:https://www.welt.de/vermischtes/article218369132/Corona-Aerztepraesident-zweifelt-an-Alltagsmasken-Kritik-von-Lauterbach. (Link von der Redaktion entfernt) Hinzu kommt, dass das Tragen im Unterricht noch einmal eine ganz andere Frage ist. Denn es ist eine enorme Belastung für unsere Kinder, stundenlang mit einer Maske in der Schule sitzen zu müssen, obwohl nachgewiesen ist, dass die Schulen keine Infektionstreiber sind. Das grenzt an Körperverletzung! Den Widerspruch, den Sie zu konstruieren versuchen, gibt es jedenfalls definitiv nicht!
Gabriele Friedrich:
In Deutschland gibt es zumindest derzeit keinen Grund zum feiern. Es ist mir unbegreiflich, das die Leute nicht die Zeit nutzen um zu Hause mal was zu machen. Es gibt so viel zu tun ...packt es an und bleibt daheim. Egoismus schlägt irgendwann zurück, wenn die Feiernasen selber dran kommen und krank werden.

Kleiderhaus schließt

Gabriele Friedrich:
Das ist ja klar, die Leute bekommen nun die finanzielle Unterstützung im ALGII und können prima damit zu KiK und Co. Ich würde weiter sammeln für Obdachlose, der Winter kommt !!! Kindersachen kann man ja ebenso in Flüchtlingsunterkünften abgeben oder einschweißen und aufheben- das geht ja weiter und hört nicht "heute" auf.
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