Politik | 13.09.2024

Beschäftigte von Süßwaren-Gigant sauer

Bei Haribo in Bonn streikts: Gewerkschaft NGG ruft zu Warnstreik auf

 Foto: CF

Bonn. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft heute (13. September 2024) alle Beschäftigten bei der HARIBO Produktions GmbH & Co. KG in Bonn von 13 Uhr bis 15.15 zum Warnstreik auf. Nach zwei ergebnislosen Tarifverhandlungen, zuletzt am 4. September 2024, streiken die Beschäftigten, um ihrer Forderung nach einer 9,9 prozentigen Lohnerhöhung, aber um mindestens 360 Euro Nachdruck zu verleihen. Ebenso fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 190 Euro. Die rund 700 Mitarbeitenden von Haribo in Bonn warten schon seit über zwei Monaten auf mehr Geld in der Lohntüte. Dazu erklärt Marc Kissinger, Geschäftsführer der NGG Region Köln: „Haribo ist ein sehr profitables Unternehmen. Die Beschäftigten dagegen leiden unter der immer noch hohen Inflation. Gerade jetzt muss der Arbeitgeber zu den eigenen Leuten stehen. Gute Arbeitsleistung muss auch gut bezahlt werden!“ Die Arbeitgeber hatten zuletzt 2,8 Prozent Lohnerhöhung für 2024 und 2,2 Prozent für 2025 angeboten, bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Zu wenig für die Haribo-Beschäftigten in der Hans-Riegel-Straße, die daraufhin zum ersten Mal in den Warnstreik treten. „Die Beschäftigten lassen sich nicht verschaukeln. Der Markt für Süßwarenprodukte wächst weiter. Wenn das Unternehmen zukünftig bestehen will, braucht es attraktive Arbeitsbedingungen, um die Beschäftigten zu halten. Das gelingt nur, wenn die Entgelte steigen“, führt Kissinger fort. Unterstützt wird der Streik durch eine Konzertierte Aktion mit Beschäftigten weiterer Süßwarenunternehmen, wie beispielsweise Lambertz, Lindt sowie die Schwarz Produktion aus dem Großraum Aachen, die ebenfalls für eine spürbare Lohnerhöhung kämpfen. Pressemitteilung NGG

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