Politik | 19.08.2025, 16:33 Uhr

Boos und Mumm: Wie konnte es so weit kommen?

AfD überholt CDU, SPD bei 13 %

Landrat Marko Boos und Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm.  Foto: privat
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Kreis MYK. Landrat Marko Boos und Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm richten Ihre Worte an die Öffentlichkeit:

Und wir fragen uns, als Landrat und Bürgermeister, die jeden Tag die Realität vor Ort sehen: Wie konnte es so weit kommen?

Wir erleben täglich, was Menschen frustriert: kaputte Straßen, leere Gemeindekassen, überlastete Verwaltungen. Wir sehen Ehrenamtliche, die sich aufreiben, und Kommunen, die kaum noch handlungsfähig sind.

Und trotzdem passiert auf Bundesebene: zu wenig.

Ja, wir Deutschen sind oft kritisch – aber diese Unzufriedenheit ist anders. Sie ist tief, berechtigt und gefährlich.

- Menschen fühlen sich nicht mehr gehört.

- Es wird geredet, aber nicht gehandelt.

- Probleme werden schöngeredet oder verschoben.

Vor der Bundestagswahl hieß es: „Letzte Chance, die AfD zu stoppen.“ Was passierte? Fast nichts. Aus unserer Sicht als Landrat und Bürgermeister brauchen wir endlich:

Ehrliche Debatten zu Rente, Bürgergeld, Migration, Umwelt. Keine Phrasen, keine Beschönigungen. Mut zu unpopulären Entscheidungen – auch wenn es Stimmen kostet. Politik für das ganze Land – nicht nur für Lobbyisten oder kleine, lautstarke Randgruppen. Fokus auf Kommunen – wir sind die, die am Ende alles umsetzen müssen. Ohne Geld, ohne Personal, aber mit allen Erwartungen.

Was uns besonders ärgert:

Unser Land wird gelähmt von endlosen Klagen und Detailstreitigkeiten, während wir die großen Fragen vor uns herschieben.

Wir verlieren uns in Symbolthemen – und vergessen die Realität in den Städten und Dörfern.

Unser Appell:

Lasst uns Staatsinteressen vor Privatrecht setzen.

Lasst uns Entscheidungen treffen, die unser Land wirklich nach vorne bringen.

Habt den Mut, das zu tun, wofür ihr gewählt wurdet – egal, ob es der bequemste Weg ist.

Wir sehen jeden Tag, wie Frust in Wut umschlägt. Und genau das treibt Menschen in die Arme der AfD. Das können wir stoppen – aber nur, wenn wir endlich handeln.

Dabei dürfen wir nicht vergessen:

Die AfD ist keine normale Protestpartei, sondern eine politische Kraft, deren Ziele und Rhetorik unsere demokratischen Werte, den Rechtsstaat und das friedliche Miteinander infrage stellen.

Wer aus Frust über kaputte Straßen oder langsame Verwaltung AfD wählt, riskiert, Probleme nicht zu lösen, sondern unsere Grundrechte und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gefährden. Kritik an der Politik ist notwendig – aber sie darf uns nicht in die Arme derer treiben, die Demokratie abbauen wollen.

Gemeinsame

Pressemitteilung von Landrat Marko Boos und Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm

Landrat Marko Boos und Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm. Foto: privat

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