Politik | 13.02.2023

Regiopole am Mittelrhein soll viele Vorteile für Kommunen bringen

Bürgermeister möchten „weiße Flecken“ von der Landkarte tilgen

Weißenthurm. Die Kommunen am Mittelrhein möchten künftig noch enger zusammenarbeiten. Die Städte Koblenz, Neuwied, Andernach, Lahnstein, Bendorf sowie die Verbandsgemeinden Weißenthurm und Vallendar möchten zukünftig eine Regiopolregion bilden. Vergleichbar ist dieses Konzept mit einer Metropole, nur in kleinerem Maßstab. Das Ziel ist eine deutliche Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit, die in ihrer jetzigen Variante noch zu klein gedacht sei. Dabei hat das Gebiet zwischen Bonn und Koblenz etwa 300.000 Einwohner - verstecken braucht man sich also nicht. Heute werde man aber immer noch zu wenig wahrgenommen. Geht es nach Thomas Przybylla, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm und Vorsitzender des Ausschusses, der sich um die Ausformulierung der Regiopolen-Idee kümmert, böte eine Zusammenarbeit über den Tellerand hinweg sehr viele Vorteile. Themenfelder sind hier Infrastruktur, Mobilität, Umweltschutz, Tourismus und vieles mehr. So soll die Region gegenüber den großen Ballungszentren wie dem Rhein-Main-Gebiet konkurrenzfähiger werden. Die einzelnen Kommunen behalten dabei ihre typischen Facetten und ihre Identität. Viele Probleme aber, so der Vorsitzende Thomas Przybylla, werden künftig nur gemeinsam lösbar sein. Dabei betont Przybylla, dass es sich bei der Etablierung einer Regiopole keinesfalls um etwas wie eine Fusion handele - die Region soll nur sichtbarer werden. So wünsche man sich, dass „die weißen Flecken auf der Landkarte zwischen den Regionen Rhein-Sieg und Rhein-Main“ gefüllt werden Außerdem müsse der Gedanke, einen gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum zu bilden, von den kommunalen Entscheidungsträgern in den Stadt- und Gemeideräten mitgetragen werden. Eine übergeordnete Trägergesellschaft oder eine vergleichbare Organisation, die die Ziele der Regiopole voranbringen soll, werde nicht gegründet. Die Idee der Regiopol-Region soll in jedem Falle ihren ehrenamtlichen Charakter behalten.

Weitere Mitglieder des Ausschusses sind die Bürgermeister der Region: Fred Pretz (Vallendar), David Langner (Koblenz), Christoph Mohr (Bendorf), Achim Hütten (Andernach) und Lennart Siefert (Lahnstein). ROB

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