Politik | 14.02.2025

Bundestagskandidat Graf verurteilt Gewalt und Bedrohung gegen Parteien

Dennis Graf. Foto: Fotostudio Reuther, Koblenz

Koblenz. Nachdem die CDU-Bundestagskandidaten Josef Oster und Mechthild Heil von ihren Erfahrungen im Bundestagswahlkampf berichteten, meldete sich auch Grünen-Kandidatin Kim Theisen zu Wort. Sie berichtete von bedrohlichen Entgleisungen in SocialMedia und hat die Polizei eingeschaltet. Auch Freie Wähler-Bundestagskandidat Dennis Graf hat im laufenden Wahlkampf unschöne Erlebnisse, die er allerdings auf sich bewenden hat lassen.

„Nachdem ich mich in den letzten Wochen deutlich zu einigen Themen positioniert habe, gab es leider unsachlichen Widerspruch, teilweise auch unter der Gürtellinie,“ berichtet der Politik-Rookie. Er sei ja erst frisch im Politikbetrieb und habe natürlich auch gewusst, dass „wenn man näher am Herd steht, auch Hitze ertragen muss.“ Gleichwohl seien die Anfeindungen bisweilen unterirdisch. „Allerdings habe ich die Kommentare einfach gelöscht und mich nicht näher damit befasst. Diesen Rat haben mir auch alte Hasen meiner Partei gegeben“, erklärt Dennis Graf.

Er ruft allerdings alle Parteien dazu auf, dass man das hohe Gut der Demokratie und die Fähigkeit auch andere Meinungen zu akzeptieren, nicht verlieren dürfe. „Irgendwie habe ich den Eindruck gewonnen, dass auf den letzten Metern vor dem Wahlsonntag der gesunde Menschenverstand und Anstand verloren gehen könnten. Daher appelliere ich an Kandidaten und Mitglieder der Parteien, dass wir gemeinsam für die jeweilige Sache streiten, aber mit Anstand und Respekt.“ Es gehöre sich nicht, traditionsreiche demokratische Parteien auf der einen Seite in einer Ecke schieben zu wollen, damit auch Bedrohung von Mitarbeiter oder Wahlkämpfern in Kauf zu nehmen und auf der anderen Seite aber die moralische Instanz sein zu wollen.

Pressemitteilung

Dennis Graf

Dennis Graf. Foto: Fotostudio Reuther, Koblenz

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Kommentare
14.02.202509:37 Uhr
Sebastian Krupp

Bemerkenswert, dass der Kandidat gleichzeitig auf einer Grundgebung die gesamte Rede genutzt hat, um gegen die CDU und Friedrich Merz zu schießen, einschließlich Diffamierungen wie Black Rock Angestellter etc. Da ist die Pressemitteilung ein Witz.

Dennis Graf antwortete am 17.02.202515:32 Uhr

Kritik am Kanzlerkandidaten ist das eine, zerstörte Wahlplakate, verängstigte Wahlkämpfer oder Sachbeschädigungen an Versammlungsorten oder Parteieinrichtungen das andere. Ganz gleich welche Partei. So sehe ich das. Wenn wir unsere Demokratie schützen, ist Kritik erlaubt, aber keine Einschüchterung des politischen Gegners.

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