Politik | 09.07.2025

CDU diskutiert über Bestattungsgesetz

Auf Einladung des Cochem-Zeller CDU-Landtagsabgeordneten Jens Münster diskutierten rund 40 interessierte Personen die Auswirkungen des Bestattungsgesetzes. Foto: Katja Probst

Landkern/Kreis Cochem-Zell. Die Auswirkungen des Entwurfs des Bestattungsgesetzes der Landesregierung stand im Mittelpunkt einer Infoveranstaltung der CDU im Kreis Cochem-Zell. Der Kreisvorsitzende der CDU Cochem-Zell Jens Münster MdL hatte zur Veranstaltung nach Landkern eingeladen, die von 40 Personen besucht wurde. Er sagt: „Dieses Gesetz ist ein wichtiges Gesetz. Es berührt einen zentralen Bereich unseres Lebens, einen sehr sensiblen, oft schmerzhaften Bereich. Das Abschiednehmen, das Trauern, das Bestatten von Angehörigen, von Freunden, von liebgewonnenen Menschen. Es betrifft die letzte Ruhestätte, den Ort der Erinnerung an einen Menschen, wenn sonst nichts mehr bleibt“, so Münster.

Als Referent erläuterte Julian von Treskow vom Bestattungsinstitut von Treskow die geplanten Gesetzesänderungen, die eine umfassende Reform des Bestattungsgesetzes enthält. Die Gesetzesnovelle enthält mehr Wahlfreiheit, Vielfalt der Bestattungsarten und Anerkennung emotional sensibler Bedürfnisse beispielsweise bei Sternenkindern. Bedenken wurden bei Totenruhe und Privatverwahrung geäußert.

Jens Münster verdeutlichte, dass die CDU die angestrebten Änderungen bezogen auf Kinder und Soldaten unterstützt, aber die generelle Abschaffung von Sargpflicht und Friedhofszwang ohne strikte Grenzen ablehnt: „Nicht in jedem Lebensbereich muss der mittlerweile grenzenlose Individualismus, die grenzenlose Selbstverwirklichung ausgelebt werden. Nicht in jedem Bereich brauchen wir das, modernste‘. In manchen Bereichen braucht es auch eine Ordnung und Vorgaben, um etwas Bleibendes zu schaffen. Gerade in diesem Bereich sollten die Kriterien Pietät und Würde sein, nicht Modernität“, verdeutlichte Münster. Er sprach sich für ein Handeln nach Augenmaß aus. „Wir brauchen einen klaren Rahmen statt unkontrollierter Freiheiten und damit eine gute Balance zwischen Modernität und würdevoller Tradition“, fasste der Cochem-Zeller CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster die Diskussion zusammen.

Pressemitteilung der CDU Cochem-Zell

Auf Einladung des Cochem-Zeller CDU-Landtagsabgeordneten Jens Münster diskutierten rund 40 interessierte Personen die Auswirkungen des Bestattungsgesetzes. Foto: Katja Probst

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Jakobsmarkt Remagen 2026
Betriebsferien
Anzeige Filmnächte 2026
kostenlose Wiedergutmachung aus 995874
Anzeige KW 29
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606
Empfohlene Artikel
Guido Orthen Mdl (CDU)
25

Kreis Ahrweiler. Der CDU-Landtagsabgeordnete Guido Orthen begrüßt die aktuelle Entwicklung beim privaten Wiederaufbau im Ahrtal. Ab sofort steht das rheinland-pfälzische Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur (MKBWK) unter der Email-Adresse aufbauhilde@mkbwk.de allen Antragstellern im privaten Wiederaufbau nach der Flut als Ansprechpartner zur Verfügung. Für diese Verbesserung dankt der Abgeordnete Minister Sven Teuber und Staatssekretärin Vanessa Fischer.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
3635

Der Mann soll eine Seniorin um ihr Geld betrogen haben:

18.07.: Foto-Fahndung in Neuwied: Wer kennt diesen Mann?

Neuwied. Am 16.06.2026 wurde eine 76-jährige Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs. Gegen 11:30 Uhr kontaktierte sie ein bislang unbekannter Täter telefonisch und gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Kurz darauf erschien ein der Geschädigten unbekannter Mann an der Anschrift und erlangte ihre Bankkarte samt PIN.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
3281

Rhein-Sieg-Kreis. Nach dem eine Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag (5. Juli) auf der Bundesautobahn 61 zwischen den Anschlussstellen Miel und Rheinbach ist die sechsjährige Tochter der verunfallten Familie am Mittwoch (15. Juli) in einer Klinik ihren schweren Verletzungen erlegen. Das Mädchen war unmittelbar nach dem Unfall notoperiert worden und befand sich seitdem in intensivmedizinischer Behandlung.

Weiterlesen