Politik | 17.06.2025

CDU setzt sich für bessere Unterstützung der Kommunen ein

Landrätin Anke Beilstein und GStB-Geschäftsführer Moritz Petry formulierten Handlungsbedarf und Erwartungen an die Landes- und Bundespolitik

Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster (3.v.l.), Landrätin Anke Beilstein und GStB-Geschäftsführer Moritz Petry treten für eine bessere Unterstützung der Kommunen und Stärkung des ländlichen Raumes ein. Foto: Alexandra Koch

Kreis Cochem-Zell. Die Herausforderungen der Kommunen standen im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung der CDU im Landkreis Cochem-Zell. Dabei verwiesen Landrätin Anke Beilstein und Moritz Petry, Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Gemeinde- und Städtebundes (GStB), auf gestiegene Anforderungen an Gemeinde, Städte und Landkreise. Beilstein und Petry formulierten auch den Handlungsbedarf und ihre Erwartungen an die Landes- und Bundespolitik.

„Unsere Region hat richtig viel zu bieten. Die Weichen der Landespolitik müssen nur richtig gesetzt werden, um diese Potenziale zu nutzen“, betonte der CDU-Kreisvorsitzende Jens Münster. Zum Austausch hatte der Cochem-Zeller Landtagsabgeordnete die Bürgermeister, Ratsmitglieder und kommunalpolitisch Interessierte in Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV), Johannes Pötz, nach Ernst ins Mosellandmuseum eingeladen.

Landrätin Anke Beilstein gab dabei einen Überblick über die maßgeblichen politischen Themen Kommunalfinanzen, Schülerbeförderung, bürokratische Fesseln und medizinische Versorgung. Sie bemängelte steigende politische Versprechungen bei immer weniger bereitgestellten Finanzmitteln und zunehmender Bürokratie und stellte fest: „Das Leben im kommunalen Bereich – in unseren Gemeinden, Städten und auch im Landkreis – wird uns immer schwerer gemacht. Wir brauchen endlich wieder Luft zum Atmen: ernsthafter Bürokratieabbau, Schluss mit neuen Standards, dafür mehr Vertrauen in die politischen Akteure vor Ort. Gerade hier im ländlichen Raum sind viele Gegebenheiten anders und es bedarf daher auch anderer Lösungsansätze als in Ballungsgebieten.“ In lebhaften Diskussionen stellten die Teilnehmer fest, dass oftmals im fernen Mainz oder Berlin Entscheidungen aus städtischer Perspektive getroffen werden, die mit der Realität im ländlichen Raum wenig zu tun haben, aber vor Ort aber zwingend umsetzen seien.

Ein zentrales Anliegen war auch der Umgang mit Fördermitteln mit langwierigen Antrags- und Bewilligungsverfahren. „Die Flut an Förderanträgen muss ein Ende haben – die finanziellen Mittel müssen direkt und unbürokratisch zu den Kommunen fließen“, verdeutlichte GStB-Geschäftsführer Moritz Petry. Er verwies darauf, dass dadurch Kosten für Verwaltung und Bürokratie eingespart werden können. „Unsere engagierten Bürgermeister und Ratsmitglieder vor Ort wissen sehr genau, wie das Geld gut in unseren Städten und Gemeinden angelegt ist“, ist Petry überzeugt. Wichtig ist aus Sicht des GStB-Geschäftsführers dabei, dass den Kommunen endlich ausreichend Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden.

Dem stimmte auch der Cochem-Zeller Landtagsabgeordnete Jens Münster zu. „Aufgaben und Anforderungen für unsere Kommunen wachsen stetig, während die finanzielle Ausstattung oft nicht mithält. Wir werden uns dafür stark machen, dass das Geld wieder bei unseren Kommunen ankommt. Denn in unseren Städten und Gemeinden wird Zukunft gestaltet“, bekräftigt Münster.

Einigkeit zwischen dem CDU-Landtagsabgeordneten Jens Münster, Landrätin Anke Beilstein und GStB-Geschäftsführer Moritz Petry sowie den Bürgermeistern und Ratsmitgliedern bestand in der Notwendigkeit einer Stärkung des ländlichen Raums. „Unser ländlicher Raum muss endlich wieder Priorität genießen. Unsere Kommunen brauchen eine bessere Unterstützung, damit unsere Region auch zukünftig lebens- und liebenswert erhalten bleiben kann“, betonte der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster.

Pressemitteilung der

CDU Cochem-Zell

Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster (3.v.l.), Landrätin Anke Beilstein und GStB-Geschäftsführer Moritz Petry treten für eine bessere Unterstützung der Kommunen und Stärkung des ländlichen Raumes ein. Foto: Alexandra Koch

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Hausmeister, bis auf Widerruf
Hochschule Koblenz Stellenanzeige
Kooperation Klangwelle 2026
Wärmepumpe,ÖL/Gasheizung
Stellenanzeige
2+1 Aktion
Empfohlene Artikel
Guido Orthen Mdl (CDU)
26

Kreis Ahrweiler. Der CDU-Landtagsabgeordnete Guido Orthen begrüßt die aktuelle Entwicklung beim privaten Wiederaufbau im Ahrtal. Ab sofort steht das rheinland-pfälzische Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur (MKBWK) unter der Email-Adresse aufbauhilde@mkbwk.de allen Antragstellern im privaten Wiederaufbau nach der Flut als Ansprechpartner zur Verfügung. Für diese Verbesserung dankt der Abgeordnete Minister Sven Teuber und Staatssekretärin Vanessa Fischer.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
4045

Der Mann soll eine Seniorin um ihr Geld betrogen haben:

18.07.: Foto-Fahndung in Neuwied: Wer kennt diesen Mann?

Neuwied. Am 16.06.2026 wurde eine 76-jährige Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs. Gegen 11:30 Uhr kontaktierte sie ein bislang unbekannter Täter telefonisch und gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Kurz darauf erschien ein der Geschädigten unbekannter Mann an der Anschrift und erlangte ihre Bankkarte samt PIN.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
3465

Rhein-Sieg-Kreis. Nach dem eine Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag (5. Juli) auf der Bundesautobahn 61 zwischen den Anschlussstellen Miel und Rheinbach ist die sechsjährige Tochter der verunfallten Familie am Mittwoch (15. Juli) in einer Klinik ihren schweren Verletzungen erlegen. Das Mädchen war unmittelbar nach dem Unfall notoperiert worden und befand sich seitdem in intensivmedizinischer Behandlung.

Weiterlesen