Politik | 27.03.2020

Aktuell 112 positive Fälle im Landkreis Neuwied

Corona-Ambulanz in Asbach hat geöffnet

Weitere Ambulanz in Bad Hönningen im Aufbau

Landrat Achim Hallerbach besichtigt mit dem Beauftragten der VG Bad Hönningen, Reiner W. Schmitz den Aufbau in der Sprudelhalle. Fotos: TEL Kreis Neuwied

Kreis Neuwied. Die Anzahl der bestätigten Corona-Infektionen ist am Donnerstag auf 112 Personen angestiegen. Patienten, die mit COVID-19 infiziert sind oder unter Verdacht einer Infektion stehen, sollen zukünftig räumlich von den Arztpraxen getrennt behandelt bzw. untersucht werden. Hierfür werden sogenannte Corona-Ambulanzen eingerichtet. Der Landkreis Neuwied unterstützt diese Einrichtungen, die durch die niedergelassenen Ärzte vor Ort betrieben werden, zum Start mit entsprechender Schutzausrüstung.

Die erste Corona-Ambulanz im Landkreis Neuwied ging in Asbach in direkter Nachbarschaft der Kinderarztpraxis Dr. Zimmermann in Betrieb. Hier gibt es jetzt eine Sprechstunde für Kinder montags bis freitags von 10-12 Uhr. Beabsichtigt ist eine Erweiterung auf eine zusätzliche Sprechstunde für Erwachsene von 13-15 Uhr. Durch eine Absperrung ist eine Trennung zur eigentlichen Praxis hergestellt. Parkplätze sind separat ausgewiesen auf der Parkfläche des Kindergartens. Auch der Zugang ist separiert ausgewiesen.

In Bad Hönningen laufen derzeit in der Sprudelhalle die letzten Vorbereitungen, damit hier am Montag, 30. März, die Ambulanz in Betrieb gehen kann. Anders als in Asbach, werden hier durch die niedergelassenen Ärzte der Verbandsgemeinde Bad Hönningen vorab Termine vergeben. Es ist also keine offene Sprechstunde.

Landrat Achim Hallerbach ist mit den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Neuwied im regelmäßigen Austausch, um weitere Standorte für mögliche Corona-Ambulanzen aufzutun. „Ich bin zuversichtlich, dass wir nun in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten und den Verbandsgemeinden eine zusätzliche Versorgungsstruktur für Corona-Patienten aufbauen können, um vor allem eine verbesserte Vor-Ort-Betreuung zu erhalten. Mit diesem dichteren Versorgungsnetz können Infektionsketten frühzeitiger erkannt und unterbrochen werden. Mein Dank geht hier auch an die Bürgermeister, die unsere Bemühungen aktiv und kreativ begleiten“, betont Landrat Achim Hallerbach.

Gleichfalls wirbt der Landrat um den Aufbau ehrenamtlicher Netzwerke in den Gemeinden, die insbesondere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie Risikopersonen eine Versorgung mit Lebensmitteln, Essen oder Arzneimitteln sicherstellen. Für die nächsten Wochen gilt auch weiterhin die Devise: Soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren, zu Hause bleiben und Hygienemaßnahmen umsetzen!

Pressemitteilung

Technische Einsatzleitung

im Landkreis Neuwied

Die Corona-Ambulanz in Asbach in direkter Nähe der Kinderarztpraxis Dr. Zimmermann.

Die Corona-Ambulanz in Asbach in direkter Nähe der Kinderarztpraxis Dr. Zimmermann. Foto: FEUERWEHR VG ASBACH

Landrat Achim Hallerbach besichtigt mit dem Beauftragten der VG Bad Hönningen, Reiner W. Schmitz den Aufbau in der Sprudelhalle. Fotos: TEL Kreis Neuwied Foto: FEUERWEHR VG ASBACH

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Anzeigenseite Sonderpreis Kulturnacht
Kröbbelches Fest in Kottenheim 2026
Empfohlene Artikel
Quelle: Pixabay
3660

Kreis MYK/Koblenz. Die Anzahl positiver Coronafälle in Koblenz und im Landkreis Mayen-Koblenz liegt aktuell bei 597. Seit Beginn der Testungen wurde bei 261 Personen aus der Stadt Koblenz und 336 Personen aus dem Landkreis Mayen-Koblenz ein positives Testergebnis festgestellt und der Coronavirus nachgewiesen. Es gibt bislang 13 Todesfälle im Landkreis Mayen-Koblenz sowie 16 Todesfälle in der Stadt Koblenz zu beklagen, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stehen.

Weiterlesen

Quelle: Pixabay
2688

Kreis Ahrweiler. Gestern gab es zwei Neuinfektionen mit dem Coronavirus aus der Stadt Remagen und der Verbandsgemeinde Bad Breisig. Damit erhöht sich die Anzahl der mit dem Virus infizierten Personen auf 122. Hinzu kommt bedauerlicherweise bisher ein Todesfall im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, sodass insgesamt bislang 123 Infektionen gemeldet wurden. Davon gelten insgesamt 104 Personen als genesen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Ramersbacher Straße in Bad Neuenahr-Ahrweiler.
6670

Vor der Mitteilung der Staatsanwaltschaft gab es in der Stadt Gerüchte um einen „Doppelmord“.

21.08.: Tötungsdelikt in Bad Neuenahr-Ahrweiler: Rechtliche Hintergründe

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Kreisstadt kam es am 19. August zu einem grausamen Delikt. Ein 55-jähriger Mann und seine 52-jährige Ehefrau wurden leblos in ihrer Wohnung aufgefunden. Beide wiesen erhebliche Stich- und Schnittverletzungen auf und verstarben trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch vor Ort. Dringend tatverdächtig ist der 26-jährige Sohn des Ehepaares, der ebenfalls in der Wohnung lebte und selbst gegen 4 Uhr die Polizei verständigt hatte.

Weiterlesen

Am Ahrradweg tut sich etwas.  Foto: WITE
1237

Reimerzhoven/Laach. Während der Wiederaufbau des Ahr-Radweges im unteren Bereich sichtbare Fortschritte macht, gibt es an den beiden neuralgischen Punkten zwischen Ahrbrück und Kreuzberg sowie Reimerzhoven und Laach noch Schwierigkeiten. Das Projekt an der Mittelahr liegt nicht in den Händen des Landesbtriebes für Mobilität (LBM). Wie der LBM auf Nachfrage von Blick Aktuell mitteilte, ist dieser nicht Träger dieser Baumaßnahme.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
859

Reaktionen auf das Tötungsdelikt in Ahrweiler zwischen Trauer, Entsetzen und Sprachlosigkeit

„Eine schreckliche Tat … und es war nebenan“

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Erst war es ein Gerücht, seit Freitag ist es bittere Wahrheit. In einem Haus an der Ramersbacher Straße in Ahrweiler ist ein Ehepaar (55 und 52 Jahre alt) Opfer eines Tötungsdeliktes geworden. Tatverdächtig ist der 26-jährige Sohn, der ebenfalls in der Wohnung lebte. Gegen ihn hat die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Koblenz auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags in zwei Fällen erlassen.

Weiterlesen