Politik | 10.02.2018

Februarausgabe der Veranstaltungsreihe „60 Minuten – SPD im Dialog“

Das Prinzenpaar zu Gast

Confluentia Rebecca und Prinz Marcel sprachen über ihre zeitintensiven Ämter

Die Februarausgabe von „60 Minuten – SPD im Dialog“ stand ganz im Zeichen der Narretei. privat

Koblenz. In der Februarausgabe der Veranstaltungsreihe „60 Minuten – SPD im Dialog“ begrüßte Detlev Pilger, Vorsitzender der SPD Koblenz und Bundestagsabgeordneter gemeinsam mit den Koblenzer Genossen das jüngste Prinzenpaar in Rheinland-Pfalz der diesjährigen Session, Prinz Marcel der Flammende Niederberger und Ihre Lieblichkeit Confluentia Rebecca samt dem Närrischen Corps. Für Detlev Pilger, selbst bekennender Karnevalist und in unterschiedlichen Rollen bereits aktiv im Karneval auf der Bühne und in der Bütt, ist das junge Prinzenpaar ein klares und positives Signal für das karnevalistische Brauchtum und dessen Attraktivität. Hierbei ist das Amt des Prinzen und der Confluentia ohne Frage das höchste und zeitintensivste Amt im Karneval. Bei den vielen Terminen und Veranstaltungen – teilweise mehrere an einem Tag, vor allem jetzt, wo die Session ihren Höhepunkt erreicht – ist ein unterstützendes Umfeld enorm wichtig.

Confluentia Rebecca ist im richtigen Leben zahnmedizinische Fachangestellte und kann auf einen verständnisvollen Chef zählen, der sie für die tollen Tage freistellt und auch sonst unterstützt. Prinz Marcel hat es da als Student des Bauingenieurwesens etwas einfacher, ist sich aber bewusst, dass er wahrscheinlich ein Semester dranhängen muss. Aber das nimmt der gelernte Ofen- und Luftheizungsbauer gerne in Kauf. Natürlich kommt ein Regentenpaar ohne viele Helferinnen und Helfer nicht aus. Alleine für die Kostüme waren nicht nur viele Anproben notwendig. Und natürlich kostet das alles auch Geld. Die Karnevalsvereine sind daher dankbar, dass es in Koblenz zahlreiche Firmen und Unternehmen gibt, die eine Session aktiv und finanzkräftig unterstützen. Auch das, so das Prinzenpaar, keine Selbstverständlichkeit.

Dass Karneval aber mehr ist, als die Umzüge wird spätestens klar, als es um die vielen Gruppen und Mitglieder der Vereine geht. Gerade in der Jugendarbeit sind die Koblenzer Karnevalsvereine stark und leisten ehrenamtlich eine wertvolle Arbeit. Die Weitergabe des Brauchtums und auch der Mundart formt den authentischen Charakter der Vereine und deren Veranstaltungen. Mit mehr als 10.000 aktiven Karnevalisten sind in Koblenz knapp zehn Prozent der Bevölkerung hier aktiv. Auch bei der Bewerbung um die Stellung des Prinzenpaars in einer Session ist in Koblenz noch genug Potenzial vorhanden und keine Sorgen sind zu erkennen.

Dennoch sehen sich die Vereine immer stärker in der Konkurrenz zu anderen Freizeitaktivitäten und einem immer stärker schrumpfenden Freizeitkontingent auf der anderen Seite. Die Aufgabe der kommenden Jahre wird es daher sein, weiter Menschen für das Brauchtum und die Bütt zu begeistern. Pressemitteilung

SPD Koblenz

Die Februarausgabe von „60 Minuten – SPD im Dialog“ stand ganz im Zeichen der Narretei. Foto: privat

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