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Bundeslandwirtschaftsministerin stellt Kriterien des Tierwohlkennzeichens vor

Das Tierwohlkennzeichen kommt

Das Tierwohlkennzeichen kommt

Symbolbild. Foto: Mutinka / Pixabay

06.02.2019 - 08:46

Bonn. Das staatliche Tierwohlkennzeichen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist derzeit in Vorbereitung. Sobald die rechtlichen Voraussetzungen für das dreistufige, freiwillige Kennzeichen geschaffen sind, können Landwirtinnen und Landwirte damit beginnen, ihre Betriebe auf eine Tierhaltung nach Kriterien des Tierwohlkennzeichens umzustellen. Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, wird diese Kriterien für Schweine im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch, 6. Februar, erstmalig vorstellen.


Das staatliche Tierwohlkennzeichen


Das Thema Tierwohl ist in der Öffentlichkeit ein Dauerthema. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher möchten wissen, woher die Tiere stammen, deren Produkte sie essen. Viele möchten, dass die Tiere ein gutes Leben hatten und beim Schlachten nicht leiden mussten. Bisher ist es nicht immer so einfach, dies herauszufinden. Um mehr Transparenz zu erzeugen, soll eine staatliche Tierwohlkennzeichnung eingeführt werden.

Im Koalitionsvertrag vom 14. März 2018 wurde die Schaffung einer Tierwohlkennzeichnung bis zur Mitte der Legislaturperiode vereinbart: „Die Erkennbarkeit von tierischen Lebensmitteln, die über die gesetzlichen Vorgaben der Haltung hinausgehen, wollen wir verlässlich, einfach und verbraucherfreundlich gestalten. Dazu brauchen wir den mehrstufigen Aufbau einer staatlichen Kennzeichnung anhand verbindlicher Kriterien für Fleisch aus besserer Tierhaltung (Tierwohllabel).“


Tierwohlkriterien für die Schweinehaltung


Zunächst wurden Kriterien für mehr Tierschutz in der Haltung von Schweinen festgelegt. Die Anforderungen für die staatliche Tierwohlkennzeichnung sollen deutlich über dem gesetzlichen Mindeststandard liegen.

Die Anforderungen umfassen den Platz für die Tiere, Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere, die Strukturierung der Buchten, die Tiergesundheit und die Dauer von Tiertransporten. Die Kriterien beziehen sich also nicht einseitig auf die Haltungssysteme, auch steht nicht allein die Tiergesundheit im Vordergrund. Das ganze Leben der Tiere wird betrachtet: von der Geburt bis zur Schlachtung. Ursprünglich waren zwei Stufen für das Tierwohllabel vorgesehen, nun wird ein dreistufiges Konzept verfolgt. Es wird eine Eingangsstufe und eine Premiumstufe geben, dazwischen noch eine mittlere Stufe.

Beispiele für Kriterien, die für Verbesserungen in der Tierhaltung sorgen, sind beispielsweise:

  • Mehr Platz im Stall: Schweine sind gesellige Tiere, die vorzugsweise in Gruppen leben und Hierarchien aufbauen. Ein größeres Platzangebot bietet den Tieren die Möglichkeit, natürliche Verhaltensweisen – wie beispielsweise Spiel- und Erkundungsverhalten – besser auszuleben.
  • Mehr Beschäftigung und Raufutter: Wenn die Tiere beschäftigt sind, benutzen sie seltener den Schwanz der anderen Tiere als Beschäftigungsmaterial und es kommt weniger zum sogenannten „Schwanzbeißen“.
  • Stärkere Strukturierung im Stall: Eine gute Strukturierung der Bucht führt dazu, dass die Schweine genau wissen, wo sie zur Ruhe kommen oder schlafen können, in anderen Bereichen können sie ihr Kotverhalten ausleben, fressen oder spielen.
  • Die Eingangsstufe schreibt eine jährliche Fortbildung der Tierhalter zu Tierschutzthemen vor.
  • Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

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07.02.2019 14:20 Uhr
juergen mueller

Der größte Schwachsinn, den sich Klöckner bisher geleistet hat, noch größer, wie das Aufstellen von Bienen-Körben vor ihrem Ministerium. Blende kennt man vom Fotografieren,aber Blendung von der Politik. Tierwohllabel verbunden mit einer Teuerung der Fleischprodukte. Geht`s noch Frau Klöckner? Und was ändert das am Umgang mit den Tieren, vor allem in der Schweine-Mast-Haltung? Ich kann Ihnen,Frau Klöckner aus meiner Zeit als engagierter Tierschützer (der ich heute noch bin) mit meiner Gruppe aufgenommenes Foto- u.Filmmaterial zur Verfügung stellen,dass gerade die qualvollen Zustände in der Schweine-Mast-Tierhaltung aufzeigt u.zwar solche,bei denen Ihnen nicht nur schlecht werden würde u.sollte, Material, dass auch noch HEUTE diese unsagbaren Zustände belegt u.beweist,wie die Politik,auch SIE, versagt hat u.weiterhin versagt (Ferkel werden weiterhin bei vollem Bewusstsein kastriert - von IHRER Politik geduldet).Sie,wie andere Amtsinhaber ebenso,sind eine Schande für ein solches Amt.



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Helmut Gelhardt:
Sebastian Hebeisen hat das Richtige gesagt! Lassen wir Herr Klasen toben. Das ist unerheblich. Helmut Gelhardt, Mitglied des Sozialverbands KAB
Uwe Klasen:
Wir dürfen Europa weder den linken Spaltern und Gleichmachern, noch dem Toben der zentralistischen Planwirtschaft überlassen!
Antje Schulz:
Die AfD, die sich gerne als Opfer aufspielt, macht mal wieder mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam. Interessant wäre auch zu erfahren, was Dr. Jan Bollinger, der Kreisvorsitzende der AfD Neuwied, dazu meint. Bollinger ist zugleich auch Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag.
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