Politik | 24.08.2021, 11:48 Uhr

Leserbrief zur Hochwasserkatastrophe im Ahrtal

„Der 100-jährige Regen“ in Sinzig

War er das? Der hundertjährige Regen, über den wir vor mehr als vierzig Jahren im Stadtrat und in den Ausschüssen der Stadt Sinzig zuerst mit einem etwas spöttischen Lächeln diskutiert haben? Wohl nicht, denn es ging damals um den Hauptsammler C – Harbachstraße – Rheinstraße bis zur Ahr. Und wir haben uns dann, angesichts der gerade neuen Autobahn A61, die innerhalb der Sinziger Gemarkungen ebenfalls Oberflächenwasser in den Harbach entwässert, auf den 67 – jährigen Regen geeinigt. Das war vor mehr als 40 Jahren! Wir konnten uns damals nicht vorstellen, dass zu diesem Zweck für dieses relativ kleine Gewässer, den Harbach mit seinen kleinen Zuläufen, sogar ein Regenrückhaltebecken zwischen der L82 und dem „Baus“ an der Stadteinfahrt von Franken (L82) und Königsfeld(L86) her, in den Entwässerungsplan für diesen Sammler, der unterirdisch teilweise schon einen Durchmesser hatte, dass man mit einem „Käfer“ durchfahren könnte, von dem Bonner Büro eingeplant worden war. Leider ist dieses Rückhaltebecken, außer dass ein paar Grundstücke dort zu dem Zweck von der Stadt erworben wurden, bis heute nichts geschehen. Könnte man dies nicht auch als eine Art Vorwarnung verstehen, über die heute bei einem so grausamen Hochwasser, was auch unsere Stadt getroffen hat, so vorwurfsvoll gegenüber den Politikern, Behörden u.a. in den Medien diskutiert wird? Muss immer erst etwas Schreckliches geschehen, bevor man bereits vorhandene Pläne und Maßnahmen umsetzt? Diesmal war es der Nordteil unserer Stadt, den es getroffen hat, der keine Chance hatte, der Wasserwand zu entgehen. Das nächste Mal könnte es den Süd- und Südwestteil treffen, wenn wir unsere Pläne und Möglichkeiten nicht schnellstens nutzen!

Roderich Graf Spee,

Sinzig

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
37

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
72

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2026
Herbstkirmes Löhndorf
Dauerauftrag 2026
Weitere Artikel
Die Mittelahr präsentierte sich an den fünf Veranstaltungswochenenden von ihrer besten Seite
1008

Mittelahr. Mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern und bestem Herbstwetter ist der Weinherbst Mittelahr 2026 erfolgreich zu Ende gegangen. Vom 26. September bis zum 25. Oktober fand das beliebte Wein- und Wanderevent an fünf Wochenenden auf dem Rotweinwanderweg und in den Weinorten Dernau, Rech, Mayschoß und Altenahr statt. Das bewährte Zusammenspiel aus Wein- und Gastronomieständen entlang der Strecke sowie ergänzenden Angeboten in den Orten sorgte erneut für großen Zuspruch.

Von Nicolas Bäcker aus Dernau

Weiterlesen