Politik | 05.02.2025

Grüne setzen sich für den Schutz ein: ein Symbol für Artenvielfalt – und ein Alarmsignal für das Ökosystem

Der Apollofalter – ein Überlebenskünstler in Gefahr

Der seltene Mosel-Apollofalter auf dem Apolloweg in Valwig. Foto: Mechthild Haupts

VG Rhein-Mosel. Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen engagiert sich für den Erhalt des stark gefährdeten Apollofalters. Mit gezielten Schutzmaßnahmen soll sein Lebensraum bewahrt und die Population langfristig gesichert werden. Gemeinsam mit der Kreisverwaltung und dem Land unterstützen die Grünen ein Schutzprogramm, das die Lebensgrundlagen dieses seltenen Schmetterlings nachhaltig verbessert.

„Ohne gezielte Maßnahmen wie die Pflege von Magerrasenflächen, den Erhalt naturnaher Lebensräume und die drastische Reduzierung von Pestiziden hat der Apollofalter kaum eine Überlebenschance“, warnt Martin Ibald, Landschaftsgärtner und Mitglied im Umweltausschuss. „Der Falter ist auf bestimmte Futterpflanzen angewiesen, die fast nur auf entbuschten Flächen wachsen. Wenn diese verschwinden, droht auch sein Aussterben. Deshalb müssen wir jetzt handeln.“

Der Apollofalter ist weit mehr als ein schöner Schmetterling – sein Rückgang zeigt deutlich, wie bedroht unsere heimische Natur ist. „Wenn der Apollofalter verschwindet, hat das weitreichende Folgen für das gesamte Ökosystem“, betont Klaus Meurer, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag. „Er ist nicht nur ein wichtiger Bestäuber, sondern auch eine Nahrungsquelle für viele andere Tiere. Sein Aussterben könnte eine Kettenreaktion auslösen, die auch andere Arten in Gefahr bringt.“

Die Grünen setzen sich dafür ein, alle lokalen Akteure – von Naturschutzorganisationen über Winzerinnen und Winzer bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern – in die Schutzmaßnahmen einzubinden. „Nur gemeinsam können wir den Apollofalter und mit ihm viele weitere bedrohte Arten retten“, so Meurer.

Hintergrund: Der Apollofalter

Der Apollofalter (Parnassius apollo) gehört zu den auffälligsten, aber auch seltensten Schmetterlingen Deutschlands. Einst weit verbreitet, ist er heute nur noch an wenigen Standorten zu finden – darunter im Blautal bei Blaubeuren, im Altmühltal und an der Mosel. Dort lebt eine eigene Unterart, der Mosel-Apollofalter, die auf felsige Südhänge und alte Weinbergsmauern angewiesen ist. Besonders wichtig für seine Raupen ist die Weiße Fetthenne – eine Pflanze, die in diesen speziellen Lebensräumen gedeiht.

Durch intensive Landwirtschaft, Bebauung und den Klimawandel werden die Rückzugsgebiete des Apollofalters immer kleiner. „Wenn wir jetzt nicht konsequent gegensteuern, könnten wir eine der faszinierendsten Schmetterlingsarten Deutschlands für immer verlieren“, mahnen die Grünen. Ihr Ziel: Den Apollofalter retten – und damit ein Zeichen für den Schutz der Artenvielfalt setzen.

Pressemitteilung

Bündnis 90/Die Grünen

KV Mayen-Koblenz

Der seltene Mosel-Apollofalter auf dem Apolloweg in Valwig. Foto: Mechthild Haupts

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