Politik | 03.08.2019, 11:37 Uhr

Eichenprozessionsspinner befällt Eichen im Westerwald

Eigentümer sind auf sich allein gestellt

Landtagsabgeordneter Thomas Roth (FDP) sammelt jetzt Meldungen über Befall mit Eichenprozessionsspinnern im Westerwaldkreis

Region. Der Westerwälder Landtagsabgeordnete Thomas Roth (FDP) will jetzt in eigener Regie den Befall von freistehenden Eichen im Westerwald erfassen und sich für ein gezieltes Vorgehen gegen den Eichenprozessionsspinner einsetzen. Wie er von der Landesregierung erfuhr, gibt es keine zentrale Zuständigkeit für die Bekämpfung. Vielmehr sind die Eigentümer von befallenen Bäumen für die Beseitigung selbst zuständig und somit auf sich allein gestellt. Deshalb wird er weitere Fälle im Westerwaldkreis dokumentieren und sich bei der Landesregierung für eine Unterstützung der Kommunen einsetzen. Nach den ersten Berichten über die Ausbreitung der gefährlichen Raupen des Eichenprozessionsspinners an frei stehenden Eichen im Westerwald richtete Thomas Roth (FDP) eine kleine Anfrage an die Landesregierung in Mainz. Nach Auskunft von Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/Grüne) gibt es keine zentrale Zuständigkeit auf Kreis- oder Landesebene für die Erfassung und Beseitigung der gefährlichen Nester und Gespinste des Eichenprozessionsspinners. Vielmehr sei jeder Eigentümer eines Grundstücks mit befallenen Bäumen dafür verantwortlich, unverzüglich die von diesen Raupen ausgehende Gefahr zu beseitigen. Nur im Einzelfall, bei Gefahr für die öffentliche Sicherheit, könnten die allgemeinen Ordnungsbehörden die notwendigen Maßnahmen treffen. Die Landesregierung sieht auch keine Möglichkeit, ein zentrales Verzeichnis geeigneter Fachfirmen zu führen, die zur Bekämpfung und Beseitigung von Eichenprozessionsspinnern gerufen werden können. Klar ist allerdings, dass die eingesammelten Reste über eine Müllverbrennungsanlage entsorgt werden müssen. Eine Kompostierung kommt aufgrund der langlebigen Brennhaare nicht in Betracht. Thomas Roth bittet Gemeinden und Privatbesitzer von befallenen Bäumen, neue Fälle und Erkenntnisse an seine E-Mail-Adresse im Landtag zu senden: thomas.roth@fdp.landtag.rlp.de. Mit den Ergebnissen will er sich für eine gezielte und innerhalb der Kommunen zentrale Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners einsetzen. Kontakt: Jan-Hendrik Driessen, Büro Thomas Roth, MdL, Tel. (0 17 1) 30 06 17 8.

Pressemitteilung des

Landtagsabgeordneten Thomas Roth (FDP)

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
130

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
134

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Titelanzeige Remagen
Karnevalsauftakt in Mülheim Kärlich
Herbst PR Special KW 45
Stellenanzeige ZFA
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
751

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
275

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen

Karate Dojo Kitai Dieblich
151

Dieblich. Am 25. Oktober 2026 stand beim Karate Dojo Kitai aus Dieblich nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern vor allem der gute Zweck. Unter dem Motto „100 Kata“ stellten sich rund 50 bis 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene einer besonderen sportlichen Herausforderung. Gleichzeitig wurden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Von Jens Mentges aus Koblenz

Weiterlesen