„Elterntaxis: Muss das Kind bis vor die Tür gefahren werden?“ in BLICK aktuell 37/23
Es geht um die persönliche Sicherheit
Als ehemaliger Polizibeamter in Mayen und amtierender und stolzer Opa einer Viertklässlerin glaube ich ,sagen zu können, dass ich die Problematik aus verschiedenen Sichtwinkeln beurteilen und einschätzen kann.
Als Polizeibeamter war ich oft vor Ort, wenn mal wieder „Chaos“ gemeldet wurde. Oft kam es zu Behinderungen für Anwohner, die zwar im Einzelfall sicherlich ärgerlich waren, aber im Laufe der Zeit hochgespielt wurden. Aber immer war es ein zeitlich begrenztes Problem. Dabei waren nicht alle Eltern einsichtig.
Ob hier der Sicherheitsgedanke im Vordergrund stand, vermag ich nicht zu beurteilen. Natürlich verursachen die Fahrzeuge der Eltern, aber auch alle anderen, ein Risiko, weil die Kinder zwischen den Fahrzeugen auf die Fahrbahn laufen können. Das ist aber meiner Meinung nach auch eine Frage der Aufklärung und Erziehung. Auch die Schulbusfahrer zeigten sich hier nicht immer kooperativ und sorgten für Behinderungen, die nicht hätten sein müssen.
Als Opa hole ich öfter meine kleine Enkelin von der Schule ab - entfernungsbedingt mit dem Auto. In der Regel bin ich einige Zeit früher vor Ort und beobachte das Geschehen. Da kommt natürlich immer noch der Polizeibeamte durch, der das Verkehrsgeschehen mit anderen Augen sieht als der Normalbürger. Und dann fällt auf: Manche Eltern beachten die Halteverbote nicht - kein Wunder, denn auch die Post oder Paketdienstfahrer und Anwohner beachten sie auch nicht. Und dann ist es ja auch „nur für kurze Zeit!“ Das ist menschlich und ich habe es in meiner langen Dienstzeit sicher 1000000 Mal gehört.
Viel schlimmer sind aber die Fahrzeug-Führer, die an der Schule vorbeifahren, als seien sie auf dem Nürburgring. Hier wären Überwachungsmaßnahmen der Ordnungsbehörden erforderlich, was jedoch aufgrund des hohen Personalbedarfs solcher Maßnahmen nicht in jedem Fall praktikabel ist. Das kenne ich leider aus eigener Erfahrung.
Aber noch etwas - für mich viel Entscheidenderes - fällt mir immer wieder auf: Wenn die Kinder vom Schulhof auf die Straße bzw. den Gehweg kommen, ist kein Lehrer weit und breit zu sehen. Stünden nicht die Eltern vor dem kleinen Tor, würden die Kinder sicher unkontrollierter über die Fahrbahn laufen.
Das ist aber ein Problem der Schule, nicht der Eltern. Früher gab es sogenannte Schülerlotsen...
Wenn ich meine Enkelin abhole, steht bei mir der Sicherheitsgedanke an aller erster Stelle, weil sie durch ein Parkgelände den Heimweg antreten müsste. Die Verkehrssicherheit ist ganz bestimmt ein Problem, das berücksichtigt werden muss. Viel wichtiger ist aber auch die persönliche Sicherheit der Kinder.
Wer garantiert die? Keiner! Warum? Weil es keiner kann! Den äußerst traurigen Beweis sehen wir in diesen Tagen leider in Edenkoben. Ich denke, dass da niemand mehr ein Problem damit hat, dass Eltern ihre Kinder zur Schule fahren und auch wieder abholen - im Gegenteil - und das mit Recht.
Verkehrsbehinderungen oder persönliche Einschränkungen sind die eine Seite. Die persönliche Gefährdung und der Schutz unserer Kinder die andere, für mich ungleich wichtigere und schützenswertere Seite. Hier ist vor allem die Politik gefordert, aber das ist ein anderes leidiges Thema.Jochem Stein,
Mayen
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