Politik | 25.07.2023, 10:25 Uhr

SPD Stadtverband Remagen zur den Äußerungen der CDU zu Nonnenwerth

Fakes statt Wahrheit mit „eigenen Fakten“

Remagen. Es ist unbestritten, dass die Schließung der Privatschule Nonnenwerth ein schwerer Schlag für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrer und die Region war. Wer sieht das nicht so? Es ist ebenfalls unbestritten, dass Peter Soliman nicht der Käufer war, der ein tatsächliches Interesse am Erhalt der Schule hatte. Wer sieht das nicht so?

Die Schule ist geschlossen, das ist ein trauriger Fakt. Zu den Fakten gehört aber auch, dass Soliman als erstes Kontakt mit dem damaligen CDU- Landrat Dr. Jürgen Pföhler aufgenommen und ihm die Schule zum Kauf angeboten hat. Pföhler hat dies abgelehnt. Ist da die CDU auf die Barrikaden gegangen? An der Spitze die Landtagsabgeordnete für den Kreis Ahrweiler Petra Schneider, die Kommunalpolitiker der Remagener CDU Remagen? Nein, nichts war zu hören.

Stattdessen wird von der örtlichen CDU gebetsmühlenartig wiederholt, was und vor allem, dass alle anderen es versäumt hätten, etwas zu unternehmen. Um dies zu belegen, ist der CDU Remagen jedes Mittel recht: Sachverhalte werden verkürzt, Dinge weggelassen, die Wahrheit verdreht. Oder ist es nur Hybris? Da kommt wohl alles zusammen.

Und ganz nebenbei wird dabei die Kompetenz und Leistung von Menschen infrage gestellt und mit persönlichen Angriffen agiert – gegen die Landtagsabgeordnete und Ortsvereinsvorsitzende der SPD Remagen, Susanne Müller.

Und das zur Kenntnisnahme: Susanne Müller ist auch deshalb Vorsitzende des Mainzer Bildungsausschusses, weil sie jahrelang Schulleiterin einer Förderschule war und dort ein erhebliches Wissen im Bildungsbereich angesammelt hat, dass sie nun als Ausschussvorsitzende einbringt.

Sowohl vom Bildungsministerium, der ADD, der SPD-Fraktion und der Abgeordneten Müller sowie den Abgeordneten der Nachbarwahlkreise gab es zahlreiche Gespräche und Vermittlungsversuche mit dem Träger, Eltern und anderen Akteuren. Selbst Bürgermeister Björn Ingendahl hat sich an die Spitze einer Sache gestellt, die von der Sache – dem Erhalt der Schule – geprägt sein sollte und nicht von politischer Kleinkariertheit. Am Ende blieb es leider dabei: Der Träger war nicht gewillt, die Schule weiterzuführen. Auf Basis des Privatschulgesetzes waren ihm diese Möglichkeiten gegeben und als öffentliche Schulträger für weiterführende Schulen kommen lediglich die Kreise und kreisfreien Städte in Frage. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Es ist bedauerlich, dass die örtliche CDU in Form von Einzelnen offenbar den guten Stil verloren hat, den nun einmal Politik ausmacht: Gründlich zu recherchieren und dann sachlich zu informieren. Nicht salonfähig werden sollte vor allem in der Kommunalpolitik die Normalisierung des Lügens und der Unaufrichtigkeit.

Pressemitteilung

SPD-Stadtverband Remagen

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
131

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
139

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

"Harald Schweiss"
Martinsmarkt Adendorf
Stellenausschreibung Kennziffer 108/2026
Angebotsanzeige (November)
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  / Kampagne Rheinschiene, KW 30-51
Titelanzeige
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
965

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
367

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen

Karate Dojo Kitai Dieblich
230

Dieblich. Am 25. Oktober 2026 stand beim Karate Dojo Kitai aus Dieblich nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern vor allem der gute Zweck. Unter dem Motto „100 Kata“ stellten sich rund 50 bis 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene einer besonderen sportlichen Herausforderung. Gleichzeitig wurden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Von Jens Mentges aus Koblenz

Weiterlesen