Politik | 27.07.2023

Freie Wähler wollen „Schängel-Ampel“

Stadtratsfraktion beantragt Modellversuch und will Erfahrungen in Mainz und Trier abfragen

Fraktionsvorsitzender Stephan Wefelscheid, MdL und sein Stellvertreter Christian Altmaier vor einer Mainzelmännchen-Fußgänger-Ampel. Quelle: Freie Wähler Koblenz

Koblenz. In Mainz leuchten sie rot und grün und sind somit liebenswerte Botschafter ihrer Heimatstadt: Die Mainzelmännchen. Nahe seines Geburtshauses gibt mit Karl Marx der berühmte Sohn der Stadt Trier den Fußgänger an, ob sie gehen oder stehen müssen. In beiden rheinland-pfälzischen Städten sind lokaltypische Signets auf den Fußgängerlichtsignalanlagen zu finden. Für Koblenz wünschen sich Freie Wähler jetzt eine „Schängel-Ampel“ und dazu einen Modellversuch, ob dadurch der Fußgängerverkehr beeinträchtigt wird.

„Was den Mainzern Recht und den Trieren billig ist, muss doch auch in Koblenz möglich sein“, finden Fraktionsvorsitzender Stephan Wefelscheid, MdL und sein Stellvertreter Christian Altmaier. Beide haben sich in der Landeshauptstadt Mainz von der Wirksamkeit der Lichtsignalanlage am Neubrunnenplatz und am Mainzer Rathaus in der Kaiserstraße überzeugt. Auch aus Trier weiß der tourismuspolitische Sprecher der Fraktion, Christian Altmaier, zu berichten, dass die Funktion als Fußgängerampel mit Karl Marx nicht beeinträchtigt ist: „Karl Marx hat vielleicht nicht alles richtig gedacht, aber die Fußgänger-Ampel funktioniert mit ihm einwandfrei“, schmunzelt Altmaier.

Aus diesem Grund wollen Freie Wähler im Koblenzer Stadtrat, dass es auch in Koblenz ein regionaltypisches Signet auf mindestens einer Fußgänger-Ampel gibt. „Mit dem Schängel könnte Koblenz Gäste und Einheimische zum Schängelbrunnen lenken, wenn wir an der Kreuzung Casinostraße/Clemensstraße am Zentralplatz mit einem Modellversuch es ausprobieren“, erklären Altmaier und Wefelscheid. Nach Ansicht der Freien Wähler könnte der Schängel seitlich und spuckend für „Grün“ und gehen stehen, hingegen frontal mit erhobener Hand ist er optimal für „Rot“ und stehen.

Mit Erfahrungsberichten der Städte Mainz und Trier wollen Freie Wähler Koblenz das Projekt abrunden und bitten die Verwaltung entsprechende Erfahrungsberichte einzuholen. „Ein Schelm wer Böses dabei denkt, wenn Baudezernent Bert Flöck (CDU) die Idee ablehnen würde. Echte Schängel können nur dafür sein,“ erklären die Ratsherren abschließend.

Pressemitteilung des

Freie Wähler Koblenz

Fraktionsvorsitzender Stephan Wefelscheid, MdL und sein Stellvertreter Christian Altmaier vor einer Mainzelmännchen-Fußgänger-Ampel. Quelle: Freie Wähler Koblenz

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