Politik | 21.03.2025, 10:56 Uhr

Landrat Achim Hallerbach zur Insolvenz des Verbundkrankenhauses Linz-Remagen

Hallerbach: „Meine Bitte an alle Betroffenen: Jetzt noch mehr zusammenhalten!"

Achim Hallerbach.Foto: Dieter Klaas/Photodesignkla
291

Kreis Neuwied. Am Donnerstag, 20. März, hat die Krankenhausverbund Linz/Remagen gemeinnützige GmbH einen Antrag auf Durchführung eines Schutzschirmverfahrens gestellt. Dazu Achim Hallerbach,Landrat des Landkreises Neuwied:

„Die medizinische Versorgung in der Region Linz ist über das Krankenhaus Linz weiter gesichert – der Klinikbetrieb läuft weiter. Wie an anderen Kliniken in unserem Landkreis wirkt dort ein tolles, eingespieltes und professionelles Team aus motivierten Ärzten und Pflegern, das von Patientinnen und Patienten hochgeschätzt wird. Dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in aller Verbundenheit ganz herzlich. Meine ebenso herzliche Bitte an alle Betroffenen ist es, gerade jetzt noch mehr zusammenzuhalten und sich nicht verängstigen zu lassen. Sehen Sie bitte zuversichtlich einer ZukunftsPerspektive entgegen, die sich erreichen lässt! Es wird intensiv an tragfähigen, guten Lösungen gearbeitet.

Für das Krankenhaus Linz sprechen ebenfalls die eindeutigen, positiven Erklärungen des Krankenhausträgers zur Aufrechterhaltung des Betriebs, zur Sicherstellung von Arbeitsplätzen und der Fortzahlung der Löhne und Gehälter im Rahmen des Verfahrens. Das alles ist der Landesregierung in Mainz ebenso bekannt wie die grundsätzliche Bedeutung des Linzer Krankenhauses. Erfreulicherweise ist in diesem Sinne aus Mainz zu hören, dass der Standort effektiv weiterentwickelt werden soll: Gesundheitsminister Clemens Hoch hat in der aktuellen Situation das klare Bekenntnis zum Krankenhaus Linz abgegeben. Das ist auch konsequent. In der Tat geht es um eine wichtige Säule medizinischer Infrastruktur bei uns im Landkreis. Dafür sprechen auch die bereits erfolgten Investitionen, etwa in neue OPs und der erst kürzlich erfolgte erste Spatenstich für die neue Rettungswache.

Dass Ministerium hat sogar erklärt, seine Investitionen noch in diesem Jahr fortsetzen zu wollen. Der Minister hat sich ganz eindeutig zugunsten des Linzer Krankenhauses positioniert. Seit Bekanntwerden der Nachricht befinde ich mich im direkten Austausch mit ihm. In der kommenden Woche wird es in Mainz einen Runden Tisch zum Krankenhaus Linz geben.

Durch kompetente Maßnahmen zu einer qualifizierten Sanierung muss der Standort Linz in unserem Landkreis eine Zukunft haben. In diesem Sinne ist es ebenfalls erfolgsversprechend, dass sich der Krankenhausträger dazu entschieden hat, das eigenverantwortliche Schutzschirmverfahren zu nutzen und mit externer Expertise ein Zukunftskonzept zu entwickeln. Mit Clemens Hoch gehen wir zuversichtlich in die Gespräche mit dem Krankenhaus-Träger und dem Insolvenzverwalter in den kommenden Tagen im Ministerium in Mainz.

Zielführend ist auch hier, in strukturiertem Vorgehen wirtschaftlich stabile Lösungen zu entwickeln und ein für alle Seiten zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. Unser konstruktives Zusammenwirken mit dem Land und Clemens Hoch hat sich bislang bewährt und dies gibt ebenso wie die eindeutige Positionierung des Ministers pro Erhalt auch in diesem Fall Anlass zur Zuversicht.

Grundsätzlich setzt sich unser Landkreis im ständigen Austausch mit den Verantwortlichen im Land und vor Ort für die Gewährleistung einer stabilen medizinischen Infrastruktur ein. Bei der Gesundheitsversorgung bleibt es unser Bestreben, gemeinsam mit allen Verantwortlichen das Bestmögliche für Mitarbeiter und Bevölkerung bei uns im Landkreis zu erreichen."

Achim Hallerbach. Foto: Dieter Klaas/Photodesignkla

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Anzeige Kochen wie es lieben. Jetzt auch draußen.
Wohnträume
"Wohnträume" Kreis AW
Wohnträume AW
Wohnträume Kreis Ahrweiler
Wohnträume Kreis AW
Empfohlene Artikel
Anfang September wurde das 40-jährige Jubiläum feierliche begangen. Foto: Sabine Glaser
23

Oberwinter. Was 1986 mit einer Idee, viel Idealismus und einer gehörigen Portion Tatkraft begann, ist vier Jahrzehnte später aus dem kulturellen Leben Oberwinters kaum mehr wegzudenken. Der Rathausverein Oberwinter feiert 2026 sein 40-jähriges Bestehen – und kann dabei auf eine Geschichte zurückblicken, die eng mit dem ehemaligen Rathaus, der Bewahrung der Ortsgeschichte und dem ehrenamtlichen Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger verbunden ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
2552

Koblenz. Am 26. September 2026 führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls (FKS) eine umfassende Schwerpunktprüfung in der Friseur- und Kosmetikbranche durch. Im Fokus standen dabei speziell Nagelstudios und Barbershops im Bezirk des Hauptzollamtes Koblenz. Ziel dieser Aktion war es, die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten und des Mindestlohns sicherzustellen sowie illegale Beschäftigung, Scheinselbstständigkeit oder Leistungsbetrug aufzudecken.

Weiterlesen

Katze Siri
1155

Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V.

Schmusekatze sucht Für-immer-Zuhause

Burgbrohl. Die bildhübsche EKH-Mix Katze Siri (*2018 - Freigang) kam mit ihren Babies zu den Katzenschutzfreunden. Mittlerweile sind die Kitten vermittelt und ausgezogen, und nun darf Siri an sich selber denken.

Von Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V. aus Schalkenbach

Weiterlesen

Winzerfest in Dernau
824

Allgemeine Berichte

Winzerfest in Dernau

Dernau feierte wieder ein Winzerfest der Superlative - mit zahllosen Besuchern, einem riesigen Festzug und der neuen Weinkönigin Nadine Laukat! Wir haben die schönsten Fotos – jetzt in unserer Fotogalerie im RegioMAGAZIN entdecken!

Weiterlesen