Politik | 21.03.2025

Landrat Achim Hallerbach zur Insolvenz des Verbundkrankenhauses Linz-Remagen

Hallerbach: „Meine Bitte an alle Betroffenen: Jetzt noch mehr zusammenhalten!"

Achim Hallerbach.Foto: Dieter Klaas/Photodesignkla

Kreis Neuwied. Am Donnerstag, 20. März, hat die Krankenhausverbund Linz/Remagen gemeinnützige GmbH einen Antrag auf Durchführung eines Schutzschirmverfahrens gestellt. Dazu Achim Hallerbach,Landrat des Landkreises Neuwied:

„Die medizinische Versorgung in der Region Linz ist über das Krankenhaus Linz weiter gesichert – der Klinikbetrieb läuft weiter. Wie an anderen Kliniken in unserem Landkreis wirkt dort ein tolles, eingespieltes und professionelles Team aus motivierten Ärzten und Pflegern, das von Patientinnen und Patienten hochgeschätzt wird. Dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in aller Verbundenheit ganz herzlich. Meine ebenso herzliche Bitte an alle Betroffenen ist es, gerade jetzt noch mehr zusammenzuhalten und sich nicht verängstigen zu lassen. Sehen Sie bitte zuversichtlich einer ZukunftsPerspektive entgegen, die sich erreichen lässt! Es wird intensiv an tragfähigen, guten Lösungen gearbeitet.

Für das Krankenhaus Linz sprechen ebenfalls die eindeutigen, positiven Erklärungen des Krankenhausträgers zur Aufrechterhaltung des Betriebs, zur Sicherstellung von Arbeitsplätzen und der Fortzahlung der Löhne und Gehälter im Rahmen des Verfahrens. Das alles ist der Landesregierung in Mainz ebenso bekannt wie die grundsätzliche Bedeutung des Linzer Krankenhauses. Erfreulicherweise ist in diesem Sinne aus Mainz zu hören, dass der Standort effektiv weiterentwickelt werden soll: Gesundheitsminister Clemens Hoch hat in der aktuellen Situation das klare Bekenntnis zum Krankenhaus Linz abgegeben. Das ist auch konsequent. In der Tat geht es um eine wichtige Säule medizinischer Infrastruktur bei uns im Landkreis. Dafür sprechen auch die bereits erfolgten Investitionen, etwa in neue OPs und der erst kürzlich erfolgte erste Spatenstich für die neue Rettungswache.

Dass Ministerium hat sogar erklärt, seine Investitionen noch in diesem Jahr fortsetzen zu wollen. Der Minister hat sich ganz eindeutig zugunsten des Linzer Krankenhauses positioniert. Seit Bekanntwerden der Nachricht befinde ich mich im direkten Austausch mit ihm. In der kommenden Woche wird es in Mainz einen Runden Tisch zum Krankenhaus Linz geben.

Durch kompetente Maßnahmen zu einer qualifizierten Sanierung muss der Standort Linz in unserem Landkreis eine Zukunft haben. In diesem Sinne ist es ebenfalls erfolgsversprechend, dass sich der Krankenhausträger dazu entschieden hat, das eigenverantwortliche Schutzschirmverfahren zu nutzen und mit externer Expertise ein Zukunftskonzept zu entwickeln. Mit Clemens Hoch gehen wir zuversichtlich in die Gespräche mit dem Krankenhaus-Träger und dem Insolvenzverwalter in den kommenden Tagen im Ministerium in Mainz.

Zielführend ist auch hier, in strukturiertem Vorgehen wirtschaftlich stabile Lösungen zu entwickeln und ein für alle Seiten zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. Unser konstruktives Zusammenwirken mit dem Land und Clemens Hoch hat sich bislang bewährt und dies gibt ebenso wie die eindeutige Positionierung des Ministers pro Erhalt auch in diesem Fall Anlass zur Zuversicht.

Grundsätzlich setzt sich unser Landkreis im ständigen Austausch mit den Verantwortlichen im Land und vor Ort für die Gewährleistung einer stabilen medizinischen Infrastruktur ein. Bei der Gesundheitsversorgung bleibt es unser Bestreben, gemeinsam mit allen Verantwortlichen das Bestmögliche für Mitarbeiter und Bevölkerung bei uns im Landkreis zu erreichen."

Achim Hallerbach. Foto: Dieter Klaas/Photodesignkla

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