An zwei April-Wochenenden sind Verkehrsstaus in und um Koblenz vorprogrammiert
Herzstück der Infrastruktur wird gesperrt
Fahrbahnen des Saarplatzes mit seien Zu- und Abfahrten erhalten für 200.000 Euro einen neuen Belag
Koblenz. Das Einfallstor nach Koblenz wird dichtgemacht: Aber nur zweimal 59 Stunden an Wochenenden, denn der Saarplatzkreisel braucht dringend einen neuen „Teppich“.
Was das für die Verkehrsteilnehmer bedeutet und über das ganze Prozedere informierten jetzt Bürgermeisterin Marie-Therese Hammes-Rosenstein und zwei Fachleute in einer Pressekonferenz.
„Wir sanieren ein Herzstück unserer Infrastruktur“, machte die Bürgermeisterin deutlich, denn: „Der Saarplatzkreisel ist einer der am stärksten frequentierten Knotenpunkte in Koblenz.“ Man schätzt, dass im Durchschnitt täglich etwa 80.000 Fahrzeuge dieses Verkehrsgebilde benutzen.
Alexander Krömer, Leiter der Abteilung Straßenunterhaltung, lobte die Bauleute, die den Kreisel und den Überflieger in den 70er-Jahren errichtet hatten: „Bis zum heutigen Tag sind die Bauwerke unter Verkehr und mussten noch nie umfassend saniert werden.“
Zwischenzeitlich sind die Schäden und Unebenheiten der Fahrbahnen jedoch so enorm, dass der Kommunale Servicebetrieb der Stadt Koblenz eine Instandsetzung nicht mehr aufschieben kann. Während das Tiefbauamt für den Straßenbau zuständig ist, wurde, auch wegen des neuen Betriebshofs, die Straßenunterhaltung dem Kommunalen Servicebetrieb übertragen, erläuterte dessen Werkleiter Edgar Mannheim. Der gibt 200.000 Euro aus, damit etwa 5800 Quadratmeter Straßenfläche etwa vier Zentimeter oder noch tiefer abgefräst und wieder neu asphaltiert werden.
Das geschieht in zwei Abschnitten: Der erste beginnt am Freitag, 7. April, ab etwa 18 Uhr und endet spätestens Montag, 10. April, um 5 Uhr morgens. Denn falls der Berufsverkehr zum Wochenbeginn den Kreisel nicht nutzen könnte, wäre eine Verkehrskatastrophe in und um Koblenz vorprogrammiert.
Im ersten Bauabschnitt werden zunächst die Zu- und Abfahrtsäste zum Kreisel instand gesetzt. Daher sind dann alle Kreiselzu- und -abfahrten gesperrt.
Das gilt auch für die Bypässe von der B 9/Europabrücke in Richtung Schlachthofstraße (B 49) und von der Moselweißer Straße in Richtung Moselring. Gesperrt ist auch die Verbindung von der Schlachthofstraße durch den Tieftrog zum Moselring, Fahrtrichtung Innenstadt/Boppard. Die Bypässe vom Moselring Richtung Wöllershof/Innenstadt und vom Wöllershof auf die Europabrücke Richtung Bonn bleiben aber offen.
Der zweite Bauabschnitt beginnt am Freitag, 21. April, gegen 18 Uhr und endet Montag, 24. April, ebenfalls um 5 Uhr, wobei die Fahrbahndecke des eigentlichen Kreisels erneuert wird.
Dann sind erneut alle Kreiselzu- und -abfahrten gesperrt. Offen sind jedoch der Bypass von der B9/Europabrücke in Richtung Schlachthofstraße (B 49) sowie die Verbindung von der Schlachthofstraße aus dem Trog in Richtung Innenstadt/Boppard. Die abschließenden Markierungsarbeiten sind für Sonntag, 24. April, vorgesehen.
Nicht betroffen von der Sperrung und Sanierung ist die B 9, also der Überflieger. Dennoch dürfte es vor allem an den Samstagen Staus geben, da insgesamt 17 Verkehrsbeziehungen unterbrochen werden. So sind bereits im Vorfeld fünf Umleitungen mit umfangreicher Beschilderung geplant worden.
„Trotz aller Bemühungen die Verkehrsbeeinträchtigungen zu minimieren, wird der Verkehr stocken“, bedauerte Marie-Theres Hammes-Rosenstein.
„Daher soll man nicht nach Navi fahren, sondern die ausgeschilderten Umleitungen nutzen, weil dadurch Staus minimiert werden können. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für die Baumaßnamen und um erhöhte Aufmerksamkeit.“
Die Bürgermeisterin versprach, dass man sich das Szenario beim ersten Bauabschnitt intensiv ansehen und bei der zweiten Sperrung – die Maßnahmen wurden wegen des geringeren Verkehrs in die Osterferien gelegt – eventuell Korrekturen vornehmen wird.
HEP
Der Saarplatzkreisel mitsamt seinen Zu- und Abfahrten wird an zwei April Wochenenden gesperrt.
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