Politik | 05.07.2018, 16:48 Uhr

Organisationsentwicklungsprozess zeigt positive Wirkung

Jugendhilfe: Mehr Qualität bei weniger Kosten

Kreis Ahrweiler. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Herausforderungen in der Jugend-, Familien- und Sozialpolitik inhaltlich und auch finanziell an Bedeutung gewonnen haben. Gemeinsam mit der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGST) mit Sitz in Köln hat die Kreisverwaltung seit 2012 die besonders kostenträchtigen Bereiche einer inhaltlichen und finanziellen Prüfung unterzogen. Und das mit Erfolg im Hinblick auf die Qualität der Arbeit. Gleichzeitig liegt die Kostenentwicklung unter dem bundes- und landesweiten Trend. Der Bericht zu den Ergebnissen des Organisationsentwicklungsprozess wurde im letzten Jugendhilfeausschuss erstmals vorgestellt.

Landrat Dr. Pföhler begrüßt die Erfolge in der zielgerichteten Steuerung: „Im Vordergrund stehen für uns hochwertige Angebote.“ Er sieht sich bestätigt, seinerzeit die richtigen Weichen mit der Politik im Hinblick auf Durchführung eines Organisationsentwicklungsprozesses gestellt zu haben. „Die bisher erzielten Ergebnisse sind nicht nur sehr werthaltig, sondern sie tragen zudem zu einer Kostenoptimierung bei.“

Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Mit entscheidend für den Erfolg war und ist die stetige Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Experten in eigener Sache. „Mit außergewöhnlich hohem Engagement haben wir Handlungsprozesse einer kritischen Prüfung unterzogen und inhaltlich neu gestaltet“, sagt die Fachbereichsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers. Neben Maßnahmen zur Qualitätssteigerung wurde auch die Organisationsstruktur des Jugendamts, der größten Abteilung im Kreishaus, weiterentwickelt. Zuvor hatte der Allgemeine Soziale Dienst neue Stellen bekommen. So konnten die Fallzahlen zur Unterbringung von jungen Menschen in Heimeinrichtungen und in der Folge auch die Kosten im Jugendhilfeetat erheblich reduziert werden. Betrugen die Aufwendungen in 2013 noch über acht Millionen Euro, so belaufen sich diese in 2017 auf 5,1 Millionen Euro. Durch weitere niederschwellige Angebote in den einzelnen Sozialräumen des Kreises und zielorientierte Hilfen soll nicht nur die soziale Infrastruktur verbessert, sondern auch die Inanspruchnahme teurerer Maßnahmen verringert werden.

Der Anteil „Jugend und Soziales“ macht im Haushalt 2018 rund 74 Prozent des Gesamtetats des Kreises mit einem Volumen von rund 151 Millionen Euro aus. Grund sind gesamtgesellschaftliche Entwicklungen, angefangen vom demografischen Wandel über Inklusion, Kinderschutz bis hin zum Kita-Ausbau und zur Zuwanderung. „Die Komplexität dieser Entwicklungen und die damit verbundenen politischen Herausforderungen erfordern eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Steuerung und Sozial- und Finanzplanung“, so Fachbereichsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers.

Der Bericht des Organisationsentwicklungsprozesses der Kreisverwaltung und der KGST ist im Familienportal unter https://www.familie-aw.de/index/aktuelles eingestellt.

Pressemitteilung

der Kreisverwaltung Ahrweiler

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