Politik | 27.12.2023

Grüne im Kreis Mayen-Koblenz stehen hinter den Landwirten und unterstützen Protest

Klares Nein zu Streichung der Agrardieselrückvergütung

Kreis Mayen-Koblenz. Die Grünen im Kreis Mayen-Koblenz stellen sich ganz klar gegen die Entscheidung im Bund zur Streichung der Agrardieselrückvergütung und fordern genau wie Bundesagrarminister Cem Özdemir dringende Nachverhandlungen. Hierzu erklärt Klaus Meurer, Fraktionsvorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion:

„Die Landwirtschaft als Grundlage der Nahrungsmittelerzeugung steht unter einem großen Veränderungsdruck durch Klimakrise, gesellschaftliche Ansprüche und Globalisierung. Wir müssen unsere Landwirte dabei unterstützen und es ihnen nicht noch schwerer machen.“

Beim Agrardiesel gebe es keine Alternativen für Bauern. „Wir reden über schwere Maschinen, die kann man nicht einfach auf Elektro umrüsten,“ so Natascha Lentes, Pressesprecherin der Kreistagsfraktion und weist darauf hin, dass es flächendeckend keine Alternativen zu Agrardiesel als Antriebsstoff gebe; weder serienmäßige Angebote noch eine Infrastruktur für die Treibstoffversorgung. „Auch bei der Streichung der Kfz-Steuerbefreiung in Land- und Forstwirtschaft gehen wir ganz klar mit auf die Barrikaden“, so Lentes und räumt ein, dass sie sich hier von ihrer Bundespartei mehr Kante gegen die Forderung der FDP gewünscht hätte.

„Wir unterstützen den Protest der Landwirte und versichern, über alle möglichen Gremien, die es möglich machen, Einfluss auf diese Entscheidung zu nehmen,“ so Lentes und hofft, dass die Bemühungen und Alternativvorschläge des Agrarministers Cem Özdemir, die er Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) vorgelegt hat, schnell zu einem Einlenken führen.

Pressemitteilung

Bündnis 90/Die Grünen

Kreisverband Mayen-Koblenz

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Kommentare
28.12.202312:06 Uhr
K. Schmidt

Die Bauern protestieren wegen der Streichungen jetzt, aber auch wegen der ganzen negativen Veränderungen, die (auch unter Herrn Özdemir als Minister) in den letzten Jahren wiederholt auf ihren Berufsstand einprasselten. Beispielsweise die Pflicht, einfach mal 4% unserer Feldflächen stillzulegen, während man andererseits von "Getreide- bzw. Nahrungsmittelkrisen" labert und von zunehmenden vermeintlich ökologischen, aber weniger ertragreichen Anbauformen träumt. Da wäre es mir als grünem Kreisverband dann doch zu blöd, mit so einer "unterstützenden" Pressemitteilung zu kommen.

27.12.202311:32 Uhr
Amir Samed

Das Statement der Grünen und von Hr. Özdemir klingt in etwa so glaubhaft wie der ertappte Ladendieb der ruft:"Haltet den Dieb"!

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