Politik | 19.01.2023

Ortsgemeinden verzichten auf Forderungen gegenüber dem Kreis Ahrweiler

Konflikt um Gebühren für Parkplätze am Nürburgring beigelegt

Symbolbild. Foto: pixabay.com

Kreis Ahrweiler. Im Konflikt um Gebühren, die die Ortsgemeinden Nürburg, Müllenbach (beide Verbandsgemeinde Adenau) und Welcherath (Verbandsgemeinde Kelberg, Landkreis Vulkaneifel) dem Kreis Ahrweiler für die Nutzung von Parkplatzflächen am Nürburgring nach der Flut in Rechnung gestellt haben, ist jetzt eine einvernehmliche Lösung gefunden worden: In einem gemeinsamen Gespräch mit Landrätin Cornelia Weigand haben sich Ortsbürgermeisterin Anita Schomisch (Nürburg) sowie die Ortsbürgermeister Matthias Rieder (Müllenbach) und Winfried Rech (Welcherath) darauf geeinigt, auf die bislang gestellten Forderungen in Gänze zu verzichten. Damit schließen sich die drei Ortsgemeinden einer Reihe weiterer Kommunen an, die Flächen unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben.

„Ich bin froh und erleichtert, dass wir gemeinsam zu einem für alle Parteien guten Ergebnis gekommen sind. In einem intensiven persönlichen Gespräch konnten wir jetzt alle Missverständnisse klären und die drei Ortsgemeinden verzichten auf die im Raum stehende Summe von insgesamt rund 536.000 Euro für die Nutzung ihrer Parkplatzflächen nach der Flut. Für alle Beteiligten war die zum Teil unklare rechtliche Lage aufgrund von Vereinbarungen, die kurz nach der Flut durch Dritte, namentlich die ADD, geschlossen wurden, nicht einfach zu bewerten. Allen Beteiligten war aber daran gelegen, die für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Ahrweiler beste Lösung zu erzielen“, sagt Landrätin Cornelia Weigand.

Zum Hintergrund

Kurz nach der Flutkatastrophe hatte die Nürburgring GmbH über 70.000 Quadratmeter ihrer Flächen für den Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt. Unter den für den Hilfseinsatz genutzten Flächen befanden sich auch im Eigentum der drei genannten Ortsgemeinden stehende Parkplätze, die grundsätzlich an die Nürburgring GmbH verpachtet sind. Dem Nürburgring wurde für die Inanspruchnahme der Flächen unter anderem auf Grundlage des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes Rheinland-Pfalz entsprechende Entschädigungsansprüche durch das Land gewährt.

Nach Beendigung des Katastrophenschutzeinsatzes und der Räumung der Flächen sollten die Ortsgemeinden Nürburg, Müllenbach und Welcherath durch das Land entschädigt werden und jeweils eigene Rechnungen stellen. Da zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung die Einsatzleitung allerdings bereits wieder bei der Kreisverwaltung Ahrweiler lag, stellten die Ortsgemeinden dem Kreis die Nutzungsgebühren in Rechnung. Der Kreis lehnte die Begleichung jedoch ab. Der Kreis- und Umweltausschuss (KUA) wurde im nicht-öffentlichen Teil seiner Sitzung vom 12. Dezember 2022 über diesen Sachverhalt informiert.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Ahrweiler

Symbolbild. Foto: pixabay.com

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • J. Traut: Wir haben die Reise in den vorderen Orient auch mit der Meinschiff 5 ( ca. 5 Monate vorher gebucht) gemacht. Wir hatten das Glück am 7.2 wieder zurück zu sein. Ich hatte mich vor der Reise auch beim Veranstalter wegen einer Stornierung erkundigt.
  • K. Schmidt: Unabhängig von irgendwelchen offiziellen "Reisewarnungen" (und wer prüft die wirklich, bevor er etwas bucht?) hätte ein klein wenig Mitverfolgen der täglichen Nachrichtenlage schon ausgereicht, um sich...

Standorte von Verteilerkästen überdenken

  • K. Schmidt: Eine ernstzunehmende Forderung wäre das, wenn es einen konkreten Vorschlag dazu gäbe, wo/wie man die Vielzahl an Schaltkästen anderweitig platzieren möchte, und das am liebsten auch ohne das die Telefon- bzw.
  • K. Schmidt: Die Gemeinden haben immer größere Finanzprobleme. Der Landkreis finanziert sich überwiegend über Umlage aus den Gemeinden. Die Kreisumlage (u.a.) steigt, die Gemeinden können weniger machen, Vereine/Initiativen...
Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2025
Planungsbüro Blechschmidt wird zu TGAPlAN Münch GmbH
Titelanzeige Goldankauf
Rückseite o. B. Vorauskasse
Planungsbüro Blechschmidt wird zu TGAPLAN Münch GmbH
Zukunft trifft Tradition KW 10
Zukunft trifft Tradition KW 10
Titel
Empfohlene Artikel

Neuwied. Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstag, 5. März, die lang erwartete Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen und damit den Weg für eine reguläre Bejagung von Wölfen freigemacht. Der CDU-Direktkandidat für den Landtag, Jan Petry, begrüßt diesen Kurswechsel als historischen Sieg für den ländlichen Raum und kündigt an, dass eine CDU-geführte Landesregierung in Mainz die neuen Spielräume ohne Verzögerung nutzen wird.

Weiterlesen

Neuwied. Die Landtagsabgeordnete Lana Horstmann und die Bundestagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet freuen sich über eine herausragende Nachricht aus Berlin: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am heutigen Nachmittag aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes Fördermittel in Höhe von insgesamt über 158.000 Euro für die Kirche Oberbieber und die Burgruine Isenburg bewilligt.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Kostenlose Online- und Präsenzangebote informieren

Wärmebotschafter-Kampagne des Landkreises startet mit drei Veranstaltungen

Kreis Neuwied. Der Landkreis Neuwied startet im Frühjahr mit den ersten drei Veranstaltungen der neuen Wärmebotschafter-Kampagne. „Ziel der Kampagne ist es, Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer praxisnah, unabhängig und verständlich über erneuerbare Heiztechniken, Fördermöglichkeiten und Einsparpotenziale zu informieren. Die Veranstaltungen richten sich insbesondere an Eigentümer älterer fossiler...

Weiterlesen

CDU-Landtagsabgeordneter informiert sich über Fortschritt des Projektes

Jens Münster unterstützt Gedenkstätte in Kaisersesch

Kaisersesch. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster hat sich bei einem Besuch in Kaisersesch über die Planungen für eine neue Gedenkstätte im alten Ortskern informiert und dabei seine Unterstützung für das Vorhaben der Stadt bekräftigt.

Weiterlesen

Ellen Demuth MdB begrüßt Bundestagsbeschluss zur Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Weidetiere werden künftig besser geschützt

Kreis Neuwied. Ellen Demuth MdB, die direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied Altenkirchen, begrüßt den Beschluss des Deutschen Bundestages, den Wolf in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Firmenübernahme TGAPLAN Münch
Planungsbüro Blechschmidt wird zu TGAPlAN Münch GmbH
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0123#
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Februar 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0123#
Imageanzeige
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // AZ Commodity Rheinschiene KW 5
Stellenanzeige - diverse Stellen
MAYA  - Mayener Ausbildungsmesse am 13. März 2026
MAYA Azubi Messe
Mayener Ausbildungsmesse
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0149#