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Themen-Gespräch von Bündnis 90/Die Grünen Mayen-Koblenz in Boos

Lärm in der Eifel

Lärm in der Eifel

Bundestagskandidat Martin Schmitt (3.v.li.), Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (4.v.re.) sowie die Grünen aus Ahrweiler und Mayen-Koblenz in Boos in der Eifel.Foto: privat

06.07.2017 - 14:39

Boos. Eine lebenswerte Umwelt zu erhalten ist eines der Kernthemen von Bündnis 90/Die Grünen. Martin Schmitt, Grüner Direktkandidat im Wahlkreis 198 zur Bundestagswahl 2017 in den Landkreisen Ahrweiler und Mayen-Koblenz, hatte aus diesem Grund zum Themen-Gespräch „Lärm in der Eifel“ nach Boos geladen.


Lärm ist kein reines Großstadtproblem


Auch die Grüne Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner informierte sich bei dieser Gelegenheit über Lärm in der Eifel. „Lärm kann nicht nur Herzprobleme und Depressionen verursachen, sondern man muss auch die sozialen Aspekte berücksichtigen, wenn zum Beispiel eine Wohngegend wegen der Lärmbelastung weniger lebenswert erscheint“, gab Tabea Rößner zu bedenken. Schnell waren sich die Teilnehmenden einig, dass Lärm kein reines Großstadtproblem ist. Besonders an schönen Tagen und an den Wochenenden dröhnen lautstarke Motorräder über die kurvenreichen Strecken. Hinzu kommt, dass die Gegend um den Nürburgring auch ein Magnet für Rennbegeisterte ist. Leider werden nicht nur auf der Rennstrecke schnelle Kurven gedreht, sondern der Kick und das Feeling werden mit auf die normale Straße genommen. An besonders beliebten Strecken fehlt somit die Möglichkeit zur Entspannung und Ruhe nach einer stressigen Arbeitswoche.

Hochdrehende Autos und Motorräder machen aber nicht nur unnötigen Lärm, sondern die Geschwindigkeit der Rennstrecke ist für die Straße unangepasst und lebensgefährlich. Teilnehmende der Veranstaltung berichten gar von Testfahrern, die mit ihren als Erlkönig bekannten Testfahrzeugen - Neuentwicklungen der Automobilindustrie - auf den Landstraßen der Eifel testen. Konkret wurde von Höchstgeschwindigkeitsfahrten berichtet, bei denen das Limit der Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr getestet wird, oder Fahrten in engen Schlangenlinien über die gesamte Straßenbreite. Dabei bleibt es nicht aus, dass immer wieder die Grenzen überschritten werden und die Erlkönige im Straßengraben oder auf der Kuhweide zum Stehen kommen. Folge waren in der Vergangenheit bereits Unfälle mit tödlichem Ausgang. Dabei stellt sich die Frage nach der Ursache. Martin Schmitt resümierte: „Beide Probleme dürften entschärft sein, wenn geltende Vorschriften und Geschwindigkeitsbeschränkungen eingehalten werden.“ Denn bestehende Gesetze sehen Grenzen und Ahndungsmöglichkeiten vor. Möglicherweise fehlt es aber an einer effektiven Durchsetzung. Führt gar die Polizei nicht genug Kontrollen durch?


Bürgerinnen und Bürger können an der Lösung mitwirken


Bündnis 90/Die Grünen werden das Problem in der Region angehen. Bevor nach Möglichkeiten einer effektiven Abhilfe gesucht wird, sollen aber zunächst belastbare Fakten und möglichst genaue Daten zu den Themen Lärmbelästigung, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Testfahrten gesammelt werden. „Wir laden die Bürgerinnen und Bürger daher herzlich dazu ein, uns ihre Erfahrungen rund um das Thema „Lärm in der Eifel“ mitzuteilen und mit Ideen an der Lösung mitzuwirken“, rief Martin Schmitt auf.

Pressemitteilung des

Grünen Bundestagskandidaten

Martin Schmitt

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Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat Andreas Biebricher:"Die ... Grünen ... maßen sich an, alleine zu definieren, was richtig ist, was man sagen darf und was nicht, kurz: was politisch und moralisch korrekt ist. Andersdenkende werden in die Ecke gestellt und stigmatisiert. Das ist intolerant und undemokratisch." --- Wie Recht Herr Biebricher damit hat! Und meine Anerkennung, den Mut zu haben dies so klar zu formulieren!
juergen mueller:
Dieses Thema geht uns ALLE an und ich stelle einfach mal in den Raum, dass die überwiegende Mehrheit der Ratsmitglieder, u.damit meine ich in erster Linie diejenigen der CDU,Freie Wähler sowie natürlich die AfD, die sich in Sachen Integration ja bereits einen Negativ-Namen gemacht hat u.macht im Aufsuchen einer Badeanstalt eine Minderheit ausmacht.Deshalb wäre eine Bürgerbefragung das Ziel gewesen.Das was hier mal wieder "im kleinen Rahmen" beschlossen wurde nenne ich intolerant u.undemokratisch.Die Aufklärungsarbeit von CDU-Biebricher ist widersprüchlich u.spiegelt seine alleinige Auffassung/Meinung dar,die zumindest mich nicht im geringsten interessiert,da sie kein Maßstab für die der Bürgerschaft darstellt.Politisch wurde sich (auch) mal wieder selbst übertroffen,indem Bade- u.Schulordnung Gegensätze aufzeigen,die inakzeptabel sind.Das was Sie,Herr Biebricher, hier predigen hat mit Offenheit,Respekt,Toleranz u.Aufeinanderzugehen nicht das Geringste zu tun.Das ist pure Polemik.
Uwe Klasen:
Mit den Worten einer (berühmten) Zeitgenossin: "Nun sind sie halt da! - Wir schaffen das!"

„Verschwunden – Letzte Spur Lahnstein“

JAHN, SABIENE :
Danke der Redakteurin für diesen guten Beitrag, der detailverliebt die Stimmung des Abends wiedergibt. Eine schöne Sprache hat sie. Ein kleiner Fehler ist leider unterlaufen. Nicht in Lahnstein fließen Rhein und Mosel zusammen, sondern in Koblenz. Das aber schmälert nicht den ansonsten gut recherchierten Beitrag. Glückwunsch Lahnstein, es war ein schöner Anlass in dieser tollen Stadt zu gastieren. Feiert froh durch das neue Jahr, Euerm Jubiläumsjahr! Beste Grüsse, Sabiene Jahn
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